{"id":1023,"date":"2010-10-25T13:05:00","date_gmt":"2010-10-25T13:05:00","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.chbworld.net\/index.php\/2010\/10\/25\/die-autorueckgabe\/"},"modified":"2025-02-01T23:50:58","modified_gmt":"2025-02-01T22:50:58","slug":"die-autorueckgabe","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.chbworld.net\/index.php\/2010\/10\/25\/die-autorueckgabe\/","title":{"rendered":"Die Autor\u00fcckgabe"},"content":{"rendered":"<p align=\"justify\">Eigentlich sollte dieser Eintrag gar nicht existieren, denn eigentlich sollte die Autor\u00fcckgabe wie sonst auch immer nur mit \u2018schnell und problemlos wurde das Auto zur\u00fcckgegeben\u2019 kurz im Heimfahrbericht erw\u00e4hnt werden. War es aber nicht. Mein Freund hatte nach meinen Erz\u00e4hlungen von der Umtauschaktion schon ein ungutes Gef\u00fchl, das ich leider auch teilen mu\u00dfte. Daher sind wir nicht erst kurz vor dem Abflug zu Alamo gefahren, sondern sind extra zu Mittag hingefahren. Er f\u00e4hrt mit seinem Auto auf den Kundenparkplatz, ich fahre mit dem Mietauto in die R\u00fcckgabespur. Schnell noch ein Foto vom Tacho, damit meine Gesamtstrecke dokumentiert ist. Gestartet bin ich am 2. September nachmittags mit 01090 Meilen am Tacho, bei der R\u00fcckgabe waren es dann 11397 Meilen. Habe ich also in den <em>paar<\/em> Miettagen 10307 Meilen (= 16588 km) hinter mich gebracht. Ein neuer Rekord!<\/p>\n<p align=\"justify\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/blog.chbworld.net\/wp-content\/uploads\/2010\/10\/25102010533_re5B25D.jpg\" width=\"1024\" height=\"768\"><\/p>\n<p align=\"justify\">Bald war auch ein \u2018Autoabnehmer\u2019 da, der was von 1000 Meilen faselte und meine Angabe von 10000 Meilen nur als Scherz aufnahm. Die Kommunikation war ohnehin schwer, mein Spanisch existiert quasi nicht und sein Englisch ist nicht viel besser. Jedenfalls sagt er noch, ich brauche eh nix zahlen und noch einen sch\u00f6nen Tag. Das Nix waren aber knappe 1800$ laut Best\u00e4tigungszettel. Also schnappe ich mir den Kerl bevor er zum n\u00e4chsten Auto abr\u00fcckt und meine, da\u00df ich das nicht so gut finde. Er schickt mich zum Supervisor. Der steht am Rand und beobachtet das Treiben. Er spricht sogar Englisch. Er geht mit mir zu seinem Kab\u00e4uschen und tippt im Computer. Nach ein paar Sekunden meint er: Klar, im Computer ist der Gutschein und das Auto nicht verkn\u00fcpft. Drum habe ich noch einen g\u00fcltigen Gutschein, aber eben auch die horrende Rechnung (so viel hat das Auto f\u00fcr die guten 7 Wochen nicht gekostet, was sie jetzt f\u00fcr 23 Tage wollten!). Er kann das aber nicht verkn\u00fcpfen, ich soll zum Customer Service Desk ins Haus gehen. Die machen das ganz schnell.<\/p>\n<p align=\"justify\">Am Weg zum Customer Service treffe ich meinen Freund und wir gehen beide zum Customer Service. Ein Mann namens Jesus will sich um das Problem k\u00fcmmern. Er tippt und tippt und tippt. Er findet keinen Gutschein. Da mu\u00df ich mich wohl irren . Oder noch besser, ich soll ihm den Gutschein geben. Ich erkl\u00e4re ihm, das geht eher schwer, denn den Gutschein habe ich schon dem Typen in Gainsville gegeben. Er tippt weiter und findet nix. Ich meine, ich h\u00e4tte noch eine Kopie in der email. Er sieht gl\u00fccklicher aus und meint, ich soll das doch gleich auf seinem Computer ausdrucken. Er startet <a href=\"http:\/\/www.gooogle.com\/\">http:\/\/www.gooogle.com<\/a> und schiebt den Computer zu mir r\u00fcber. Ich frage ihn, was ich damit tun kann, denn meine emails sind (zumindest hoffe ich das) nicht auf google zu finden. Ich versuche halt mal unseren Webmailclient zu erreichen. Doch ach welch Problem, der Computer ist gar geknebelt. Ein Superpa\u00dfwort mu\u00df den Zugang ins echte weltweite Netz erm\u00f6glichen. Die Supervisorin wird gesucht, sie tippt das hochgeheime Pa\u00dfwort ein und \u2026. nichts. Unser Webmailclient liegt nicht auf Port 80. Drum Pech gehabt. <\/p>\n<p align=\"justify\">Er wird wieder melancholisch und tippt weiter. Ich komme auf die Idee, meinen email-Client am Handy zu bem\u00fchen. Auf der amerikanischen Wertkarte ist noch etwas Geld, mal sehen ob man damit auch online gehen kann. Das Zweithandy beginnt sein Werk und tats\u00e4chlich, ich komme an meine emails. Ich lade mir das PDF herunter, zeige es an und frage Jesus, welche Buchungsnummer oder sonstige Nummer er braucht. Er meint, er braucht einen Ausdruck. Das kann ich nun nicht mit meinem Handy bieten. Er meint, ich solle doch das PDF an seine private email-Adresse schicken. Dann k\u00f6nnte er das ausdrucken. Kaum weggeschickt (mit Edge keine Hektik, weil mein Zweithandy hat zwar UMTS, aber nat\u00fcrlich nicht die US-Frequenzen) holt er sich das PDF und druckt es aus. Wir stehen zu dem Zeitpunkt schon eine halbe Stunde bei Jesus. Der Mann drau\u00dfen hatte den Gutschein ganz ohne Nummern in Sekunden\u2026<\/p>\n<p align=\"justify\">Ich hoffe, das bringt den Durchbruch. Aber nein, alle Nummern werden von seinem System nicht anerkannt. Er liest den Gutschein durch und sein Gesichtsausdruck erhellt sich: Klar, das ist ein Fehler des Reiseb\u00fcros! Der Gutschein ist f\u00fcr USA Comfort, nicht Alamo. Ich erkl\u00e4re ihm m\u00fchsam, das Comfort das Versicherungspaket hei\u00dft, das man bei holiday autos bucht. Er glaubt es nicht. Ich verweise darauf, da\u00df auch mein erster Gutschein so ausgesehen hat, er k\u00f6nnte doch da nachsehen. Aber den findet er nat\u00fcrlich auch nicht. Also starte ich wieder meinen Email-Client, suche auch den anderen Gutschein und schicke ihn wieder ge\u00fcbt an Jesus\u2019 Privatadresse. Er druckt auch den Gutschein aus und siehe da, da steht das gleiche. Und dem Argument, da\u00df ich damit problemlos das Auto genau hier in LAX abgeholt habe ist doch recht zugkr\u00e4ftig.<\/p>\n<p align=\"justify\">Er tippt wieder, meint der Mann in Gainsville h\u00e4tte das doch erledigen sollen und es dauert und dauert. Ich erw\u00e4hne, da\u00df so ein Flugzeug nicht auf Passagiere wartet. Er tippt weiter. Irgendwann scheint er einen Entschlu\u00df gefa\u00dft zu haben: Wild tippt er herum und meint, nun w\u00e4re es gekl\u00e4rt. Er druckt mir einen Zettel aus, wo drauf steht, ich h\u00e4tte Kosten von knappen 1800 Dollar angeh\u00e4uft und die werden mir erlassen. Kein Gutschein, kein nix. Ich bitte noch um einen Ausdruck mit korrekten Zahlen vom ersten Teil und auch den bekomme ich.<\/p>\n<p align=\"justify\">Nach deutlich \u00fcber einer Stunde bei Jesus frage ich noch ganz unschuldig, wie ich als armer Kunde das in Zukunft vermeiden kann. Er meint nur, da\u00df mu\u00df das Personal halt gleich beim Wechseln richtig eintippen. Ich nicke, glaube aber immer noch, da\u00df Jesus nur nicht in der Lage war den Gutschein im Computer zu finden. Aber was soll\u2019s, mir wurden meine \u2018Schulden\u2019 erlassen (und ich hoffe, das wei\u00df dann auch meine Kreditkartenfirma).<\/p>\n<p align=\"justify\">Wir gehen zum Auto meines Freundes und sind happy, da\u00df sie das Schild nicht ganz so ernst nehmen, denn dort steht, man darf nur eine Stunde stehen oder man wird sonst abgeschleppt. Nur an der \u00dcberschreitung der Stunde war wohl nur und Ausschlie\u00dflich Alamo selbst schuld. Jedenfalls sind wir nach dem Fiasko wieder zum Haus meines Freundes gefahren. Die Frage, was wir sonst noch an dem Nachmittag mit herrlichstem Wetter machen sollten, hat sich damit gekl\u00e4rt. Der Spaziergang am Strand wurde Alamo und Jesus geopfert.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Eigentlich sollte dieser Eintrag gar nicht existieren, denn eigentlich sollte die Autor\u00fcckgabe wie sonst auch immer nur mit \u2018schnell und problemlos wurde das Auto zur\u00fcckgegeben\u2019 kurz im Heimfahrbericht erw\u00e4hnt werden. War es aber nicht. Mein Freund hatte nach meinen Erz\u00e4hlungen von der Umtauschaktion schon ein ungutes Gef\u00fchl, das ich leider auch teilen mu\u00dfte. Daher sind wir nicht erst kurz vor dem Abflug zu Alamo gefahren, sondern sind extra zu Mittag hingefahren. Er f\u00e4hrt mit seinem Auto auf den Kundenparkplatz, ich fahre mit dem Mietauto in die R\u00fcckgabespur. Schnell noch ein Foto vom Tacho, damit meine Gesamtstrecke dokumentiert ist. 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