{"id":1096,"date":"2010-09-18T03:56:00","date_gmt":"2010-09-18T03:56:00","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.chbworld.net\/index.php\/2010\/09\/18\/florissant-fossil-beds-nm-cripple-creek-mollie-kathleen-gold-mine-garden-of-the-gods\/"},"modified":"2025-02-02T00:08:49","modified_gmt":"2025-02-01T23:08:49","slug":"florissant-fossil-beds-nm-cripple-creek-mollie-kathleen-gold-mine-garden-of-the-gods","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.chbworld.net\/index.php\/2010\/09\/18\/florissant-fossil-beds-nm-cripple-creek-mollie-kathleen-gold-mine-garden-of-the-gods\/","title":{"rendered":"Florissant Fossil Beds NM, Cripple Creek, Mollie Kathleen Gold Mine &amp; Garden of the Gods"},"content":{"rendered":"<p align=\"justify\">Eine Tagesrunde mit viel Abwechslung war an diesem Tag dran. Beginnend mit einem NM \u00fcber eine Touristenstadt, eine ehemalige Goldmine, einem angeblich supertollen historischen Stadtkern und zum Schlu\u00df noch einmal der Garden of the Gods. So viel pa\u00dft in einen Tag hinein:<\/p>\n<p> <iframe loading=\"lazy\" height=\"480\" marginheight=\"0\" src=\"http:\/\/maps.google.at\/maps?f=q&amp;hl=de&amp;q=http:%2F%2Fwww.is.tuwien.ac.at%2Ffortec%2Fchb%2Ffotos%2Fusa2010%2F20100917.kmz&amp;ie=UTF8&amp;ll=38.852542,-105.005951&amp;spn=0.513344,0.878906&amp;z=10&amp;output=embed\" frameborder=\"0\" width=\"640\" marginwidth=\"0\" scrolling=\"no\"><\/iframe>  <br \/><small><a style=\"text-align: left; color: #0000ff\" href=\"http:\/\/maps.google.at\/maps?f=q&amp;hl=de&amp;q=http:%2F%2Fwww.is.tuwien.ac.at%2Ffortec%2Fchb%2Ffotos%2Fusa2010%2F20100917.kmz&amp;ie=UTF8&amp;ll=38.852542,-105.005951&amp;spn=0.513344,0.878906&amp;z=10&amp;source=embed\">Gr\u00f6\u00dfere Kartenansicht<\/a><\/small>   <\/p>\n<p align=\"justify\">Laut Karte liegt das Florissant Fossil Beds NM gleich neben Woodland Park. Also mal schnell vorbeigefahren. Auf der Stra\u00dfe gefahren dauert es dann schon ein wenig l\u00e4nger und wenn wie immer keinerlei Schilder auf das Ziel hinweisen, dann wird man unruhig. Aber ganz nach dem Colorado-Schema, wenn nichts anderes behauptet wird einfach weiterfahren kommt man dann doch zum NM. Die positive \u00dcberraschung war, da\u00df ich den Weg nicht zur\u00fcckfahren mu\u00dfte, denn das zweite Ziel Cripple Creek konnte man auch von dort erreichen. So f\u00e4hrt man gleich eine h\u00fcbsche Runde.<\/p>\n<p align=\"justify\">Das NM besch\u00e4ftigt sich, wie schon der Name sagt, mit Fossilien. Jetzt sieht man dort keine Tiere in Gips oder so, man sieht vorwiegend versteinerte B\u00e4ume. Die sind aber nicht wie im petrified forrest Steinst\u00fccke, die h\u00fcbsch gl\u00e4nzen und in kleineren oder gr\u00f6\u00dferen St\u00fccken in einer W\u00fcste liegen, sondern, sie sehen auch aus wie Baumst\u00fcmpfe. Und die stehen in der Wiese. Leider stehen da heute nicht mehr so viele wie fr\u00fcher, denn der Sammler Mensch hat wieder zugeschlagen. In den fr\u00fchen Tagen, wo gerade die Eisenbahn dorthin gebaut wurde, sind eigene Touristenfahrten angeboten worden, wo sich jeder soviel mitnehmen konnte wie er zu tragen vermochte.<\/p>\n<p align=\"justify\">Das k\u00f6nnte auch ein Grund sein, warum man heute vorwiegend gr\u00f6\u00dfere St\u00e4mme sieht. Die haben sie nicht wegbekommen. Heute werden die sch\u00f6nsten St\u00fccke \u00fcberdacht und zum Teil mit Stahlb\u00e4ndern gest\u00fctzt. Bei kr\u00e4ftiger Sonne ist das recht ungut zu fotographieren:<\/p>\n<p align=\"justify\"><img alt=\"Ein massiver, versteinerter Baumstumpf mit heller Holzstruktur steht im lichten Wald, eingefasst von einem Metallreifen, w\u00e4hrend im Hintergrund ein Holzgel\u00e4nder am Gehsteig verl\u00e4uft\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/blog.chbworld.net\/wp-content\/uploads\/2010\/09\/DSCF95105B25D.jpg\" width=\"1024\" height=\"768\"> <\/p>\n<p align=\"justify\">Ganz stolz sind sie auf den einzigen 3er Stamm in den ganzen USA:<\/p>\n<p align=\"justify\"><img alt=\"Im Petrified Forest National Park ragen meterdicke, versteinerte Baumst\u00e4mme mit graubrauner Rinde und eisernen Spanngringen auf, umgeben von einer Absperrung und einer schattigen Stahlkonstruktion im Hintergrund\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/blog.chbworld.net\/wp-content\/uploads\/2010\/09\/DSCF9516_8_re5B25D.jpg\" width=\"808\" height=\"1024\"> <\/p>\n<p align=\"justify\">Gleich daneben ein 2er:<\/p>\n<p align=\"justify\"><img alt=\"Im Florissant Fossil Beds National Monument stehen zwei massive, ockerfarbene St\u00fcmpfe versteinerten Holzes mit markanten Rissen, die durch eiserne Reifen stabilisiert sind\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/blog.chbworld.net\/wp-content\/uploads\/2010\/09\/DSCF9529_30_315B25D.jpg\" width=\"1024\" height=\"847\"> <\/p>\n<p align=\"justify\">Wie man sieht zerbr\u00f6seln die guten St\u00fccke ziemlich. Das liegt daran, da\u00df sie fr\u00fcher eingebuddelt waren und die neugierigen Menschen sie sch\u00f6n ausgeschaufelt haben. In diesem Fall war es \u00fcbrigens Vulkanasche, die Redwoods zugesch\u00fcttet und so versteinert hat. Dieses Monster braucht schon ein paar B\u00e4nder:<\/p>\n<p align=\"justify\"><img alt=\"Ein massiver, versteinerter Baumstumpf mit br\u00e4unlich-beigem Gestein im Florissant Fossil Beds National Monument, gesichert durch eiserne Reifen, im Hintergrund lichter Nadelwald\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/blog.chbworld.net\/wp-content\/uploads\/2010\/09\/DSCF9532_3_45B25D.jpg\" width=\"1024\" height=\"877\"> <\/p>\n<p align=\"justify\">Auf einigen Wanderwegen sieht man noch andere St\u00fcmpfe in mehr oder weniger gutem Zustand. Das Wetter war zu sch\u00f6n, um nicht auch ein wenig zwischen den B\u00e4umen zu schlendern. Trotz der aktuellen W\u00e4rme f\u00e4rbten sich schon ein paar B\u00e4ume gelb:<\/p>\n<p align=\"justify\"><img alt=\"Leuchtend gelb gef\u00e4rbte Espen heben sich im herbstlichen Wald von den dunkelgr\u00fcnen Nadelb\u00e4umen ab, w\u00e4hrend im Vordergrund ein schmaler Weg durch das trockene Gras verl\u00e4uft\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/blog.chbworld.net\/wp-content\/uploads\/2010\/09\/DSCF95385B25D.jpg\" width=\"772\" height=\"1024\"> <\/p>\n<p align=\"justify\">Der gro\u00dfe Stumpf (was f\u00fcr ein kreativer Name) ist sicher nur wegen seiner Gr\u00f6\u00dfe erhalten geblieben. Noch heute sieht man die abgebrochenen S\u00e4gen, mit denen Leute versucht haben den riesen Strunk in transportable St\u00fccke zu teilen:<\/p>\n<p align=\"justify\"><img alt=\"Das imposante, versteinerte Baumstumpf-Monument im Florissant Fossil Beds National Monument zeigt sich mit silbergrauen, ockerfarbenen Holzstrukturen, eingebettet in eine sandige B\u00f6schung vor einem lichten Nadelwald unter tiefblauem Himmel\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/blog.chbworld.net\/wp-content\/uploads\/2010\/09\/DSCF95525B25D.jpg\" width=\"768\" height=\"1024\"> <\/p>\n<p align=\"justify\">Der Weg geht noch an einigen kleineren St\u00fcmpfen vorbei und ist jedem wirklich zu empfehlen. Ich habe ein paar nette Blumen gefunden:<\/p>\n<p align=\"justify\"><img alt=\"Ein buschiger Korbbl\u00fctler mit leuchtend gelben Bl\u00fctenst\u00e4nden w\u00e4chst auf steinigem Schotterboden in einer trockenen, h\u00fcgeligen Graslandschaft mit vereinzelten Nadelb\u00e4umen im weiten Hintergrund\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/blog.chbworld.net\/wp-content\/uploads\/2010\/09\/DSCF95565B25D.jpg\" width=\"1024\" height=\"844\"> <\/p>\n<p align=\"justify\">Zu diesem NM geh\u00f6rt auch das historische Anwesen einer gewissen Frau Hornbek. Sie war wohl eine sehr resolute Frau, die die Frauenrechte damals in Anspruch nahm. 1870 konnte eine Frau nicht w\u00e4hlen und sie durfte auch keine anderen Rechte wie Grundbesitz oder Sch\u00fcrfrechte wahrnehmen. Diese Frau Hornbek kam mit einem ihrer M\u00e4nner nach Colorado. Da ihr zweiter Mann auch verstarb (und sie f\u00fcr ihre 4 Kinder sorgen mu\u00dfte), hat sie sich auf den Homestead Act von 1862 berufen und hat ein Grundst\u00fcck geclaimed. Diesem Act folgend, kann jeder ein Grundst\u00fcck f\u00fcr sich beanspruchen der:<\/p>\n<ul>\n<li>\n<div align=\"justify\">Ein guter B\u00fcrger der USA ist oder verspricht einer zu werden<\/div>\n<\/li>\n<li>\n<div align=\"justify\">Der ein Haus mit mindestens 12&#215;12 ft Fl\u00e4che, einem Fenster und einer T\u00fcre baut (ganz nebenbei, wie baut man ein Haus ohne T\u00fcre?)<\/div>\n<\/li>\n<li>\n<div align=\"justify\">Sein Grundst\u00fcck absteckt und es 5 Jahre bewirtschaftet<\/div>\n<\/li>\n<li>\n<div align=\"justify\">$14 f\u00fcr die Registrierung zahlt<\/div>\n<\/li>\n<\/ul>\n<p align=\"justify\">Sie hat das alles ohne Mann geschafft. Zudem hat sie auch noch im Dorf-Kaufhaus gearbeitet. Als sie alt war, war sie eine der angesehendsten B\u00fcrger der Stadt und hat alleine Vieh im Wert von $4000 besessen. Wenn man ihr Portrait ansieht, haben entweder die Frauen sehr anders ausgesehen als heute, oder sie war ein verkappter Mann:<\/p>\n<p align=\"justify\"><img alt=\"Historisches Portrait der in bl\u00e4ulichen Monochromt\u00f6nen gehaltenen Adeline Hornbek mit streng nach hinten gebundenem Haar, kunstvoller Haarnadel und dunklem Gewand mit Stehkragen vor hellem Hintergrund\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/blog.chbworld.net\/wp-content\/uploads\/2010\/09\/DSCF95685B25D.jpg\" width=\"738\" height=\"1024\"> <\/p>\n<p align=\"justify\">Und das ist ihr Haus. Die Nebengeb\u00e4ude haben sie nur zur Illustration daneben gestellt, die sind von anderen alten Bauten. Auf der R\u00fcckseite des Hauses ist ganz nebenbei ein Aufruf zur Hilfe bei der Suche nach Dieben aufgeh\u00e4ngt: Vor kurzem haben sie dort alle Wagenr\u00e4der des Chuckwagens geklaut. Wie gut, da\u00df die&#160; Tr\u00fcmmer nicht in mein Auto passen, sonst w\u00fcrden gleich wieder die Spekulationen los gehen. \ud83d\ude42<\/p>\n<p align=\"justify\"><img alt=\"Historisches Blockhaus aus massiven Holzst\u00e4mmen mit grauem Schindeldach und einem Rauchfang unter strahlend blauem Himmel, flankiert von einem kleineren Holzschuppen, einer Viehweide im Hintergrund und einem h\u00f6lzernen Gehweg im steppenartigen Grasland\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/blog.chbworld.net\/wp-content\/uploads\/2010\/09\/DSCF95695B25D.jpg\" width=\"1024\" height=\"768\"> <\/p>\n<p align=\"justify\">Weiter ging es auf einem kleinen Highway hinauf nach <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Cripple_Creek\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Cripple Creek<\/a>. \u00dcberall sind schon gelbe B\u00e4ume zu sehen. Ist auch kein Wunder, es geht auf \u00fcber 10000ft hinauf. Oben ist auch ein KOA zu finden, angeblich der h\u00f6chste der Campingplatzkette:<\/p>\n<p align=\"justify\"><img alt=\"Eine asphaltierte Fahrbahn f\u00fchrt durch eine herbstliche Berglandschaft mit leuchtend gelben und gr\u00fcnen Laubb\u00e4umen. Entlang des Fahrstreifens erstrecken sich begr\u00fcnte H\u00e4nge unter einem tiefblauen Himmel\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/blog.chbworld.net\/wp-content\/uploads\/2010\/09\/P10108215B25D.jpg\" width=\"1024\" height=\"768\"> <\/p>\n<p align=\"justify\">Cripple Creek war eines der bekanntesten Goldgr\u00e4berst\u00e4dtchen Colorados. Mine lag an Mine und das Gesch\u00e4ft ging gut. Langsam wurden die Goldvorr\u00e4te jedoch weniger und damit drohte dem St\u00e4dtchen wie vielen anderen das Geisterstadtschicksal. In einer Urabstimmung wurde ein Rettungsplan bef\u00fcrwortet: 1991 erhielt die Stadt das Recht auf Gl\u00fccksspiel. Seit dem ist dort wieder die H\u00f6lle los. Kein nettes St\u00e4dtchen mehr sondern eine Touristenattraktion aber vielleicht besser als zerfallen und tot.<\/p>\n<p align=\"justify\">Die alte Schmalspureisenbahn wurde revitalisiert und kann nun von Touristen gest\u00fcrmt werden:<\/p>\n<p align=\"justify\"><img alt=\"Eine bunt lackierte Schmalspurdampflokomotive mit der Nummer 2 steht auf einem Schotterplatz vor einem historischen Bahnhofsgeb\u00e4ude. Dahinter reihen sich farbige Waggons auf einer Stiege auf, w\u00e4hrend im Hintergrund gr\u00fcne Nadelb\u00e4ume und ein blauer Himmel zu sehen sind\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/blog.chbworld.net\/wp-content\/uploads\/2010\/09\/DSCF9581_95855B25D.jpg\" width=\"1024\" height=\"302\"> <\/p>\n<p align=\"justify\">Das historische Stadtzentrum wurde komplett renoviert. Jetzt sind dort eben Casinos und Hotels untergebracht, die Fassaden sind aber erhalten worden:<\/p>\n<p align=\"justify\"><img alt=\"Historische Ziegelbauten im historischen Zentrum von Deadwood in South Dakota mit reich verzierten Fassaden und dunklem Holz, ges\u00e4umt von einem Gehsteig und parkenden Autos an einer asphaltierten Stra\u00dfl\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/blog.chbworld.net\/wp-content\/uploads\/2010\/09\/DSCF9595_95985B25D.jpg\" width=\"1024\" height=\"451\"> <\/p>\n<p align=\"justify\">Wenn man schon in einer bekannten Goldgr\u00e4berstadt ist, dann mu\u00df man sich auch so eine Mine ansehen. Habe ich getan. Ich habe die Mollie Kathleen Mine besucht. Auch hier finden wir eine starke Frau. Mollie Kathleen Gortner ist in der Gegend rumgelaufen, war m\u00fcde und setzte sich auf einen H\u00fcgel. Dort fand sie Gold. Also wollte sie sich die Sch\u00fcrfrechte f\u00fcr das Gebiet sichern. Auch sie mu\u00dfte feststellen, da\u00df man zu den damaligen Zeiten als Frau nicht viel Rechte hatte. Sie wurde abgewiesen, denn gerade eine Mine ging schon gleich garnicht; Frauen bringen Bergm\u00e4nnern Ungl\u00fcck. Nur hatte sie einen Ehemann, der war Rechtsanwalt. Der hat sich das angesehen ist mit Ihr zum Claimoffice gegangen und hat den Leuten dort erkl\u00e4rt, da\u00df nirgends geschrieben steht, da\u00df eine Frau keine Sch\u00fcrfrechte bekommt. Also hat sie sie bekommen.<\/p>\n<p align=\"justify\">Und los ging es mit dem Graben. Sie hat sich voll reingeh\u00e4ngt, hat sich Leute geholt, die was von Minen verstanden, hat auf moderne Technik gesetzt und konnte so eine der gr\u00f6\u00dften Minen erschaffen. <\/p>\n<p align=\"justify\">An der Oberfl\u00e4che sieht man ein paar alte Ger\u00e4te und diese ore bin, die wohl nicht mehr so viel aush\u00e4lt wie sie sollte:<\/p>\n<p align=\"justify\"><img alt=\"Ein h\u00f6lzernes, verwittertes Bergwerksgeb\u00e4ude aus dunklen Brettern steht an einem Hang, flankiert von dunklen Abraumhalden und eingebettet in einen weitl\u00e4ufigen Wald mit herbstlich gelben und gr\u00fcnen B\u00e4umen unter klarem blauem Himmel\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/blog.chbworld.net\/wp-content\/uploads\/2010\/09\/DSCF95995B25D.jpg\" width=\"1024\" height=\"768\"> <\/p>\n<p align=\"justify\">Das besondere an dieser Mine ist, sie hat nur einen vertikalen Schacht zum Rein- und Rauskommen. Das ist auch bis heute so geblieben. Die Touristen fahren immer noch in einem aufzugsartigen Korb 1000ft nach unten:<\/p>\n<p align=\"justify\"><img alt=\"Ein beleuchteter Stollen im Untertagbau mit massiven Holzverstrebungen, in dem eine rote F\u00f6rderkorbanlage an Schienen m\u00fcndet, w\u00e4hrend zwei Bergleute auf dem h\u00f6lzernen Gang stehen\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/blog.chbworld.net\/wp-content\/uploads\/2010\/09\/DSCF96075B25D.jpg\" width=\"1024\" height=\"752\"> <\/p>\n<p align=\"justify\">Unsere Gruppe war sehr klein: nur 6 Personen waren dabei. Das hatte einige Vorteile, denn der Guide konnte so einiges leichter und ausf\u00fchrlicher erkl\u00e4ren. Der Nachteil f\u00fcr ihn war aber auch klar: Er lebt vorwiegend vom Trinkgeld und 6 Personen werden nicht so viel bringen. Er war aber echt gut.<\/p>\n<p align=\"justify\">Im ersten Schaubereich sind gleich zwei Dinge zu sehen: Die schon sehr moderne Version des Zweimannvortriebes und den Schienenbieger. Ganz am Anfang war ein Mann, sein Meisel und ein Hammer. Das ging ziemlich langsam. Dann kamen wir schon zu dieser Version: Ein Mann h\u00e4lt den Riesenmei\u00dfel, der andere donnert mit dem Vorschlaghammer drauf. So wurden G\u00e4nge mit mehr als 1m pro Tag vorangetrieben. <\/p>\n<p align=\"justify\">Die Schienen f\u00fcr die W\u00e4gelchen (die man ja aus diversen Filmen kennt) mu\u00dften auch irgendwie verlegt werden. Die Dinger kamen als gerade St\u00fccke nach unten und wurden dort per Hand (und dem Ger\u00e4t) passend gebogen.<\/p>\n<p align=\"justify\">Nicht zu vergessen ist, mit welcher Beleuchtung das ganze stattgefunden hat. Pro Team und Schicht wurden 3 Kerzen ausgegeben. Da man mit so wenig Licht ohnehin fast immer in kompletter Dunkelheit gearbeitet hat, wurde noch mehr gespart, damit man eine Kerze nach Hause nehmen konnte. Da wird es dann schon spannend, mit einem Riesenhammer rumzufuchteln:<\/p>\n<p align=\"justify\"><img alt=\"Lebensgro\u00dfe Bergarbeiter-Figuren in dunkler Kluft mit dunklen H\u00fcten und Hosentr\u00e4gern verrichten schwere k\u00f6rperliche Arbeit in einem felsigen Stollengang mit rohem Gestein. Vorne im staubigen Erdreich liegen rostige Schienenstr\u00e4nge sowie alte Grubenlampen und Werkzeug auf Holzkisten\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/blog.chbworld.net\/wp-content\/uploads\/2010\/09\/DSCF96095B25D.jpg\" width=\"768\" height=\"1024\"> <\/p>\n<p align=\"justify\">Sp\u00e4ter kamen Carbitlampen und die ersten mechanischen Unterst\u00fctzungen. Wegen der Bel\u00fcftung kann man dort unten eigentlich nur Pre\u00dfluft verwenden; Abgase kommen nicht so gut an. Im folgenden Bild sehen wir einen Pre\u00dfluftbagger, der seine Schaufel \u00fcber sich selbst hinweg in den Wagen bef\u00f6rdert. Das nette an der Mine ist, da\u00df alle Ger\u00e4te live vorgef\u00fchrt werden. Man ist das laut!<\/p>\n<p align=\"justify\"><img alt=\"Ein gelber Hunt mit Gestein steht auf eisernen Gleisen in einem dunklen Stollengang, w\u00e4hrend ein Bergmann im Hintergrund bei der Arbeit ist\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/blog.chbworld.net\/wp-content\/uploads\/2010\/09\/DSCF96135B25D.jpg\" width=\"1024\" height=\"768\"> <\/p>\n<p align=\"justify\">Ein echtes Problem stellte die Art der F\u00fchrung des Erzes dar. Gold kommt dort deswegen so h\u00e4ufig vor, weil die Gegend vor sehr langer Zeit vulkanisch aktiv war. Magma scho\u00df nach oben und da war Gold drinnen. Daher sind aber sehr viele Erzlinien senkrecht. Ganz schlecht zum Abbauen. Man mu\u00dfte so eine Ader verfolgen und wenn es senkrecht nach oben war. Also hievte man alles Zeug dauernd rauf und runter. Die Arbeiter standen auf wackligen Brettern und haben mit riesigen Pre\u00dfluftbohrern nach oben gebohrt. Bei diesen Bohrern gab es viele Entwicklungsstufen, aber desto kr\u00e4ftiger die Bohrer wurden, desto mehr Todesopfer gab es. Ein kleines H\u00e4ngenbleiben des Bohrers und der Arbeiter wurde vom Brett geschubst und war tot. Es hat lange gedauert, bis sie es geschafft haben, einen Panikknopf an die Bohrmaschine zu bauen, damit so eine Maschine nicht tabularasa spielt. Aber ganz ehrlich, wer will dort oben auf einem Brett arbeiten?<\/p>\n<p align=\"justify\"><img alt=\"Steile Holzstiegen und massive Holzbalken zur Abst\u00fctzung im kargen, felsigen Gang eines historischen Stollens unter Tage\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/blog.chbworld.net\/wp-content\/uploads\/2010\/09\/DSCF9619_96225B25D.jpg\" width=\"448\" height=\"1024\"> <\/p>\n<p align=\"justify\">Schon die 12j\u00e4hrigen konnten in einer Mine anfangen. Sie waren Handlanger der Arbeiter, reinigten Klos, Schaufelten den Dreck der Esel weg (die zum Wagenziehen verwendet wurden), reichten Sachen zu. Kein so toller Job.<\/p>\n<p align=\"justify\">In dieser Mine kam es auch zu technischen Entwicklungen. So wurde hier eine pressluftbetriebene Lok erfunden. Es brauchte 5 Generationen, bis sie in der Praxis verwendbar war. Heute werden dort die Versionen 1, 3 und 5 vorgef\u00fchrt, 2 und 4 sind verschollen. Von V5 wurden 150 St\u00fcck hergestellt. Ein gro\u00dfer Erfolg. Nur leider kam es nicht zum wirtschaftlichen Durchbruch. Jemand anderer hat sich das Ding patentieren lassen und hat die \u2018echte Erfindung\u2019 verbieten lassen. Nr 150 l\u00e4uft aber immer noch und f\u00e4hrt ein Touristenwagerl:<\/p>\n<p align=\"justify\"><img alt=\"Ein Bergmann mit rotbraunem Helm und olivfarbenem Kittel steht in einem dunklen Stolln neben einer gelben Druckluftlokomotive mit roten Schl\u00e4uchen auf Schienen\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/blog.chbworld.net\/wp-content\/uploads\/2010\/09\/DSCF96335B25D.jpg\" width=\"1024\" height=\"768\"> <\/p>\n<p align=\"justify\">Ein gro\u00dfes Problem mit dem vertikalen Schacht wird auch erkl\u00e4rt: Alles Material mu\u00df durch den Schacht rein und rausgebracht werden. D.h. viele Dinge werden in Einzelteilen reingebracht und erst unten zusammengeschraubt. Daf\u00fcr gab es eigene Werkstattg\u00e4nge:<\/p>\n<p align=\"justify\"><img alt=\"Das beleuchtete Stollengew\u00f6lbe zeigt eine historische Untertage-Werkstatt mit rostigen Schienen im felsigen Gang, einer alten Holzbank voller Werkzeug und einem finsteren Schacht im Hintergrund\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/blog.chbworld.net\/wp-content\/uploads\/2010\/09\/DSCF96395B25D.jpg\" width=\"1024\" height=\"768\"> <\/p>\n<p align=\"justify\">Nat\u00fcrlich ging es in Goldminen nicht immer einfach zu. Nachbarminen haben versucht der \u2018ahnungslosen Frau\u2019 ihr Gold abzugraben und haben heimlich \u00fcber die Grenze gegraben. Der Rechtsanwalt-Ehemann hat daraus aber gutes Gesch\u00e4ft gemacht und hat das gesch\u00fcrfte Gold r\u00fcckerstatten lassen. Es wurden noch viele \u2018Kriege\u2019 zwischen den Minen losgetreten, es verb\u00fcndeten sich Leute, andere blieben auf der Strecke. Hier g\u00e4be es noch viel zu erz\u00e4hlen, da reicht aber der Platz nicht aus.<\/p>\n<p align=\"justify\">Den Abschlu\u00df der F\u00fchrung macht man in einer verschlossenen Kammer, wo einem Gold Silber und andere Erze gezeigt werden. Da wird es dann noch schwerer zu verstehen, wie man einer Goldader folgen konnte. Das sieht n\u00e4mlich garnicht nach Gold aus. Ist nur ein etwas dunkleres Gestein. Nach dem Sprengen (auch das war eine Wissenschaft, wie man da welche L\u00f6cher bohrt, wie man die in der Reihenfolge z\u00fcndet, \u2026) sieht man das noch schlechter. Ich bin jedenfalls auch reich geworden, denn mir wurde ein St\u00fcck goldhaltiges Gestein geschenkt.<\/p>\n<p align=\"justify\">BTW, sehen ob es Gold ist: Eine andere Mine hat eine noch seltsamere Gr\u00fcndungsgeschichte: Ein Typ rannte jahrelang herum und suchte Gold. Er schaufelte Gestein von links nach rechts und fand nichts. Bis ein Freund ihm sagte, er soll das Ger\u00f6ll selbst untersuchen lassen und siehe da, das Ger\u00f6ll war sehr goldhaltig. \ud83d\ude42<\/p>\n<p align=\"justify\">Nach all der Minenluft, ging es zum Entspannen noch einmal in den Garden of the Gods. Nicht ein W\u00f6lkchen war zu sehen und die Felsen leuchteten in der Nachmittagssonne:<\/p>\n<p align=\"justify\"><img alt=\"Das imposante Garden of the Gods in Colorado zeigt markante rote Sandsteinformationen, die aus sattem Gr\u00fcn und dichten Nadelb\u00e4umen emporragen, vor einem strahlend blauen Himmel\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/blog.chbworld.net\/wp-content\/uploads\/2010\/09\/P1010843_1018465B25D.jpg\" width=\"1024\" height=\"307\"> <\/p>\n<p align=\"justify\">Warum kann nicht jede Stadt so eine h\u00fcbsche Freizeitanlage haben?<\/p>\n<p align=\"justify\"><img alt=\"Das Garden of the Gods Naturschutzgebiet besticht durch rote Sandsteinfelsen, die steil vor sattem Gr\u00fcn und tiefblauem Himmel aufragen\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/blog.chbworld.net\/wp-content\/uploads\/2010\/09\/P1010854_1018605B25D.jpg\" width=\"1024\" height=\"480\"> <\/p>\n<p align=\"justify\">Nach diesem Tag hie\u00df es Abschied von Colorado nehmen. Das Wetter schien sich gebessert zu haben und es ging auf den gro\u00dfen Sprung nach Osten. Salina war das Ziel.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Eine Tagesrunde mit viel Abwechslung war an diesem Tag dran. Beginnend mit einem NM \u00fcber eine Touristenstadt, eine ehemalige Goldmine, einem angeblich supertollen historischen Stadtkern und zum Schlu\u00df noch einmal der Garden of the Gods. So viel pa\u00dft in einen Tag hinein: Gr\u00f6\u00dfere Kartenansicht Laut Karte liegt das Florissant Fossil Beds NM gleich neben Woodland Park. Also mal schnell vorbeigefahren. Auf der Stra\u00dfe gefahren dauert es dann schon ein wenig l\u00e4nger und wenn wie immer keinerlei Schilder auf das Ziel hinweisen, dann wird man unruhig. Aber ganz nach dem Colorado-Schema, wenn nichts anderes behauptet wird einfach weiterfahren kommt man dann<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":36056,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[12],"tags":[],"class_list":["post-1096","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-aroundtheworld"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/blog.chbworld.net\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1096","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/blog.chbworld.net\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/blog.chbworld.net\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.chbworld.net\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.chbworld.net\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1096"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/blog.chbworld.net\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1096\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":36069,"href":"https:\/\/blog.chbworld.net\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1096\/revisions\/36069"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.chbworld.net\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media\/36056"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/blog.chbworld.net\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1096"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.chbworld.net\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1096"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.chbworld.net\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1096"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}