{"id":1266,"date":"2008-10-04T01:41:00","date_gmt":"2008-10-04T01:41:00","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.chbworld.net\/index.php\/2008\/10\/04\/der-okefenokee-swap-vom-wasser-aus\/"},"modified":"2025-02-02T00:43:23","modified_gmt":"2025-02-01T23:43:23","slug":"der-okefenokee-swap-vom-wasser-aus","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.chbworld.net\/index.php\/2008\/10\/04\/der-okefenokee-swap-vom-wasser-aus\/","title":{"rendered":"Der Okefenokee Swap vom Wasser aus"},"content":{"rendered":"<div align=\"justify\">\n<p>Ich wuurde wieder von sch\u00f6nem sonnigen Wetter geweckt und war dieses mal total erstaunt, da\u00df ein Campingplatz so nahe an der Interstate doch ziemlich ruhig sein kann. Ich bin nach dem kleinen Intermezzo mit den Sheriffs (<a href=\"http:\/\/chbwien.blogspot.com\/2008\/10\/man-sind-die-mhsam-in-georgia.html\">siehe vorherigen Post<\/a>) sehr bald wieder von der Interstate runtergefahren und habe den Rest des Weges bis zum Okefenokee Swap auf normalen Highways zur\u00fcckgelegt. Das bedeutet jedoch nicht, da\u00df da nicht alle paar Meilen ein Sheriff kontrolliert hat. Aber was soll&#8217;s der Weg war ja nicht allzuweit.<\/p>\n<p>Der Haupteingang des Okefenokee Swamps ist eine National Wildlife Area und da komme ich mit meinem Jahrespa\u00df wenigstens gratis rein. Viel war nicht los und das Visitor Center wurde gerade umgebaut. Trotzdem wurde mir die dortige Bootsfahrt sehr ans Herz gelegt und in einer halben Stunde w\u00fcrden sie auch nur f\u00fcr uns alleine ein Boot losschicken. Da sich der Preis mit $16 im Rahmen hielt, sagten wir zu und nach einer halbst\u00fcndigen Erholungspause ging es los. Bis dahin fanden sich doch glatt noch 4 andere, das Boot war damit aber nicht wirklich \u00fcberf\u00fcllt.\u00a0<\/p>\n<p>Interessant ist der Au\u00dfenbordmotor des kleinen Bootes: 9.9HP. Wenn man sich umsieht, gab es jede Menge Boote in der kleinen Marina und komischerweise hatten alle 9.9HP. Des R\u00e4tzels L\u00f6sung ist total einfach: Man darf in dem Naturschutzgebiet nur Motorboote mit kleiner 10HP fahren.\u00a0<\/p>\n<p>Das folgende Bild zeigt den Ausfahrtskanal von der kleinen Marina aus. Dort hat sich auch kurz vor der Abfahrt ein mindestens 3m Alligator gezeigt. Wie jedoch ich mit der Kamera kam, wollte er nix von mir wissen und ist vor jeglicher Fotochance verschwunden.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/blog.chbworld.net\/wp-content\/uploads\/2008\/10\/DSCF2576_re.jpg\" width=\"766\" height=\"1024\"><\/p>\n<p>Zun\u00e4chst geht es einen k\u00fcnstlichen Kanal entlang. Der wurde im 19. Jhdt angelegt, um die geschl\u00e4gerten B\u00e4ume raus zu transportieren. Heute darf hier nichts mehr geschl\u00e4gert werden und der Kanal geh\u00f6rt den Touristen. Die B\u00e4ume am Kanal sind dicht mit Spanish Moss bedeckt.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/blog.chbworld.net\/wp-content\/uploads\/2008\/10\/DSCF2581_re.jpg\" width=\"737\" height=\"1024\"><\/p>\n<p>Der Okefenokee Swamp hat nat\u00fcrlich nicht nur Teiche und B\u00e4ume, da gibt es auch (\u00e4u\u00dferst) nasse Wiesen wie diese:<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/blog.chbworld.net\/wp-content\/uploads\/2008\/10\/DSCF2586_re.jpg\" width=\"768\" height=\"1024\"><\/p>\n<p>Das Wasser sieht nicht nur schwarz aus, es ist auch schwarz. Durch die ins Wasser gefallenen Pflanzen ergibt sich ein modriger Bodensatz, der das Wasser wie schwarzen Tee f\u00e4rbt. Selbst ein Glas voll ist schon ansehnlich dunkel. Laut F\u00fchrer ist das Wasser aber nicht giftig. Man kann es zur Not auch trinken, es schmeckt aber extrem grauslich. B\u00e4ume spiegeln sich in dem schwarzen Wasser nat\u00fcrlich besonders sch\u00f6n:<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/blog.chbworld.net\/wp-content\/uploads\/2008\/10\/DSCF2587_re.jpg\" width=\"768\" height=\"1024\"><\/p>\n<p>Alternativ zur gef\u00fchrten Motorboottour kann man sich dort auch Kanus und Kajaks ausleihen. Damit kann man einen Tag lang oder auch mehrt\u00e4gig die Gegend unsicher machen. Die Kan\u00e4le sind sch\u00f6n beschriftet und auf den offeneren Stellen gibt es Zeltpl\u00e4tze auf Stelzen. Hier kommen uns zwei Paddler entgegen:<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/blog.chbworld.net\/wp-content\/uploads\/2008\/10\/DSCF2591_re.jpg\" width=\"1024\" height=\"768\"><\/p>\n<p>Der blue heron (oder <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Kanadareiher\">Kanadareiher<\/a>) ist auch in diesem Sumpf anzutreffen (wie man sieht):<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/blog.chbworld.net\/wp-content\/uploads\/2008\/10\/DSCF2601_re.jpg\" width=\"1024\" height=\"758\"><\/p>\n<p>Man findet zum Teil offenere Stellen, wo sich die Seerosen tummeln:<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/blog.chbworld.net\/wp-content\/uploads\/2008\/10\/DSCF2605_re.jpg\" width=\"1024\" height=\"768\"><\/p>\n<p>Auf kleinen Feuchtinseln (die sp\u00e4ter einmal gr\u00f6\u00dfer werden und dann B\u00e4ume tragen k\u00f6nnen) siedeln <a href=\"http:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Pitcher_plant\">Pitcherplants<\/a>, die sich zus\u00e4tzliche Nahrung \u00fcber Insekten holen:<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/blog.chbworld.net\/wp-content\/uploads\/2008\/10\/DSCF2618_re.jpg\" width=\"1024\" height=\"768\"><\/p>\n<p>Auf einer Pr\u00e4rie (so nennt man im Sumpf eine grasbewachsene offenere Fl\u00e4che) haben wir dann umgedreht. Auch 90 Minuten h\u00f6ren irgendwann auf:<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/blog.chbworld.net\/wp-content\/uploads\/2008\/10\/DSCF2623_2626_re.jpg\" width=\"1024\" height=\"343\"><\/p>\n<p>Trotz der paar Wolken hielt sich das Wetter genial. Man bedenke, da\u00df das der Dienstag war, der \u00fcberall als besonders schlecht vorhergesagt war. Da habe ich den schmalen Streifen Sch\u00f6nwetter getroffen. Die Aussicht auf den Teich ist jedenfalls super:<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/blog.chbworld.net\/wp-content\/uploads\/2008\/10\/DSCF2632_re.jpg\" width=\"1024\" height=\"768\"><\/p>\n<p>Da es in dem Sumpf nur den einen Kanal zur Marina gibt, sind wir den gleichen wieder zur\u00fcckgetuckert. Die Sonne jetzt im R\u00fccken erm\u00f6glicht aber ganz andere Fotos:<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/blog.chbworld.net\/wp-content\/uploads\/2008\/10\/DSCF2637_re.jpg\" width=\"1024\" height=\"768\"><\/p>\n<p>Wir waren an einem sehr warmen Tag dort. Daher sah man im Prinzip keine Alligatoren, denn wenn es warm ist, ziehen sie sich in den Schatten zur\u00fcck (nur wenn es kalt ist, sieht man wie sie sich sonnen). Ein scharfes Auge hat aber diesen Kerl ausfindig gemacht:<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/blog.chbworld.net\/wp-content\/uploads\/2008\/10\/DSCF2646_re.jpg\" width=\"1024\" height=\"768\"><\/p>\n<p>Ein weiterer blue heron hat sich im Dickicht rumgetrieben. Als der F\u00fchrer n\u00e4her mit dem Boot rangefahren ist, hat er die Flucht nach vorne angetreten:<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/blog.chbworld.net\/wp-content\/uploads\/2008\/10\/DSCF2656_re.jpg\" width=\"1024\" height=\"768\"><\/p>\n<p>Die Tour hat dann doch fast zwei Stunden gedauert und es w\u00e4re f\u00fcr den gro\u00dfen Boardwalk zu hektisch geworden. Also sind wir zu unserem Campingplatz aufgebrochen. Der Boardwalk kam dann am n\u00e4chsten Tag dran.<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ich wuurde wieder von sch\u00f6nem sonnigen Wetter geweckt und war dieses mal total erstaunt, da\u00df ein Campingplatz so nahe an der Interstate doch ziemlich ruhig sein kann. Ich bin nach dem kleinen Intermezzo mit den Sheriffs (siehe vorherigen Post) sehr bald wieder von der Interstate runtergefahren und habe den Rest des Weges bis zum Okefenokee Swap auf normalen Highways zur\u00fcckgelegt. Das bedeutet jedoch nicht, da\u00df da nicht alle paar Meilen ein Sheriff kontrolliert hat. Aber was soll&#8217;s der Weg war ja nicht allzuweit. 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