{"id":1315,"date":"2007-10-14T03:07:00","date_gmt":"2007-10-14T03:07:00","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.chbworld.net\/index.php\/2007\/10\/14\/der-big-bend-national-park\/"},"modified":"2025-02-02T00:51:04","modified_gmt":"2025-02-01T23:51:04","slug":"der-big-bend-national-park","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.chbworld.net\/index.php\/2007\/10\/14\/der-big-bend-national-park\/","title":{"rendered":"Der Big Bend National Park"},"content":{"rendered":"<div align=\"justify\">Der Tag begann wieder einmal wolkenlos. Es war fast k\u00fchl (also um die 22\u00b0C). Es zahlte sich doch aus, den Campingplatz im Basin zu nehmen. Da wir das Zelt und unser ganzes Zeugs nicht einpacken mu\u00dften, ging es rasch los. Vom Campingplatz geht es gleich steil bergan in Richtung Panther Pa\u00df. Von der Stra\u00dfe dorthin hat man einen wunderbaren Ausblick auf das Basin. Der rote Fleck ist unser Campingplatz:<\/div>\n<div align=\"justify\"><img alt=\"Kr\u00e4ftig gelbe Wildblumen und niedrige Str\u00e4ucher im Vordergrund vor einer kargen Gebirgslandschaft mit braunen Felsw\u00e4nden, gr\u00fcnem Bewuchs und einer kreisrund eingef\u00fcgten roten Farbfl\u00e4che unter strahlend blauem Himmel\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/blog.chbworld.net\/wp-content\/uploads\/2007\/10\/DSCF0066_re.jpg\" width=\"1024\" height=\"768\"><br \/>\nGestern sind wir von Norden in den Park gekommen, morgen werden wir den Westausgang nehmen. Blieb also f\u00fcr den ganzen Besuchstag die s\u00fcdwestliche und s\u00fcd\u00f6stliche Sackgasse. Unser Campingplatz liegt ziemlich zentral (oranger Punkt auf der folgenden Karte). Wir haben uns f\u00fcr den Vormittag die s\u00fcdwestliche Stra\u00dfe zum St. Elena Canyon vorgenommen (blauer Punkt); f\u00fcr den Nachmittag blieb dann das Rio Grande Village (gr\u00fcner Punkt):<br \/>\n<img alt=\"Detaillierte \u00dcbersichtskarte des Big Bend National Parks in Texas mit eingezeichneten Strassen, Wanderwegen, Besucherzentren und dem Grenzverlauf des Rio Grande zu Mexiko\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/blog.chbworld.net\/wp-content\/uploads\/2007\/10\/bbmap.jpg\" width=\"1024\" height=\"732\"> Wie auf der Karte zu sehen ist, gibt es auf der Stra\u00dfe einige Aussichtspunkte und kurze Abzweiger (die wir auch alle besucht haben). Im folgenden Bild sieht man eine Aussicht von der Sotol Aussicht:<\/div>\n<div align=\"justify\"><img alt=\"Zwei schlanke, gelbliche Bl\u00fctenst\u00e4nde ragen aus dichten, sattgr\u00fcnen Grasb\u00fcscheln empor, flankiert von einem buschigen Strauch. Im Hintergrund erstreckt sich eine sanft h\u00fcgelige, trockene Landschaft unter tiefblauem Himmel\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/blog.chbworld.net\/wp-content\/uploads\/2007\/10\/DSCF0092_re.jpg\" width=\"737\" height=\"1024\"> Sotol Vista klingt seltsam, k\u00f6nnte auch Ganztoll hei\u00dfen, den Witz werden die netten USAler aber wohl nicht verstehen. Sotol hei\u00dft btw das buschartige Gr\u00fcnzeug im Vordergrund des vorigen Bildes; das Zeugs geh\u00f6rt zu den Liliengew\u00e4chsen. Und weil es an dem Aussichtspunkt nur so von dem Zeugs wimmelt, hei\u00dft er auch Sotol.<\/div>\n<div align=\"justify\"> <\/div>\n<div align=\"justify\">Der Turkey Vulture am n\u00e4chsten Bild hat die Aussicht auch genossen, ein paar Meter \u00fcber mir halt:<\/p>\n<p><img alt=\"Ein Truthahngeier gleitet majest\u00e4tisch mit ausgebreiteten, dunkelbraunen Schwingen und hellen Unterseiten durch die Luft, w\u00e4hrend der kahle, r\u00f6tliche Kopf vor dem tiefblauen Himmel zu erkennen ist\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/blog.chbworld.net\/wp-content\/uploads\/2007\/10\/DSCF0095_re.jpg\" width=\"844\" height=\"1024\"> Im n\u00e4chsten Bild sieht man neben den Bl\u00fctenresten der Sotol B\u00fcsche bereits das Ziel dieser Stichstra\u00dfe im Hintergrund (hintere Bergkette, links): den St. Elena Canyon.<br \/>\n<img alt=\"Weitl\u00e4ufiger Blick im Big-Bend-Nationalpark in Texas mit gr\u00fcnen Yucca-Palmen und kargen Gr\u00e4sern im Vordergrund, einer markanten braunen Bergkuppe und flachen Tafelbergen in der dunstigen Ferne unter einem tiefblauen Himmel\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/blog.chbworld.net\/wp-content\/uploads\/2007\/10\/DSCF0105_re.jpg\" width=\"1024\" height=\"768\"> Und wie immer sind mir verschiedene Tiere \u00fcber den Weg gelaufen. Nachholen mu\u00df ich eine Sichtung eines Javalinas (Halsbandpekari) gestern am Nachbarzeltplatz, ein sehr gro\u00dfes Reh beim Rausfahren vom Zeltplatz und einen Adler, der aufgeflogen ist, als ich mit dem Auto vorbeigefahren bin. Alle obigen Sichtungen leider ohne Bildbeweis. Der Gecko im n\u00e4chsten Bild entkam meiner Kamera jedoch nicht:<br \/>\n<img alt=\"Eine grau-braune Eidechse sitzt regungslos auf einer grobk\u00f6rnigen Steinplatte, umgeben von unz\u00e4hligen, verschiedenf\u00e4rbigen Kieselsteinen in einer sonnigen Naturlandschaft\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/blog.chbworld.net\/wp-content\/uploads\/2007\/10\/DSCF0152_re.jpg\" width=\"1024\" height=\"734\"> Der St. Elena Canyon konnte lange Zeit nicht befahren werden. Die ersten Versuche mit leeren Booten endeten immer mit einigen \u00fcbriggebliebenen Splittern des Bootes. Erst Mitte des 19. Jhdts gelang die Durchquerung. Sieht heute sehr friedlich aus, wie der Rio Grande durchflie\u00dft (den man am n\u00e4chsten Bild noch nicht sieht, so riesig ist der n\u00e4mlich ganz und garnicht):<\/p>\n<div><img alt=\"Santa Elena Canyon im Big-Bend-Nationalpark mit steilen, braun-grauen Kalksteinw\u00e4nden, die eine schmale Schlucht bilden, vorgelagertem Gr\u00fcnland und tiefblauem Himmel\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/blog.chbworld.net\/wp-content\/uploads\/2007\/10\/DSCF0154_re.jpg\" width=\"1024\" height=\"768\">Ein kleiner Wanderweg f\u00fchrt zun\u00e4chst durch einen Seitenarm des Rio Grandes (kann man durchwaten, ist kaum 5cm tief) und dann auf der rechten Seite in den Canyon. Rechts ist auch gut, denn links ist schon Mexiko:<br \/>\n<img alt=\"Majest\u00e4tischer Santa Elena Canyon im Big-Bend-Nationalpark mit steil aufragenden, ockerfarbenen Felsw\u00e4nden, die einen schmalen Flusslauf s\u00e4umen, w\u00e4hrend im Vordergrund gr\u00fcne Ufervegetation gedeiht und ein strahlend blauer Himmel den Talgrund rahmt\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/blog.chbworld.net\/wp-content\/uploads\/2007\/10\/DSCF0180_re.jpg\" width=\"1024\" height=\"768\"> Ein Blick aus dem Canyon (n\u00e4chstes Bild) zeigt, da\u00df der Rio Grande nicht mehr als ein Bach ist. Bei Regenzeiten kann er aber h\u00e4\u00dflich werden. Die Klos zum Trail stehen gut 50m hinter der Gr\u00fcnzone und waren 1990 gute 2m unter Wasser. Da hat es wohl deutlich mehr Wasser gegeben:<br \/>\n<img alt=\"Weitl\u00e4ufige Flusslandschaft im Big-Bend-Nationalpark mit dem breiten, lehmig-braunen Rio Grande, umgeben von kargen, grau-braunen Felsen im Vordergrund und einer flachen, gr\u00fcn bewachsenen Aue unter einem hellblauen Himmel\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/blog.chbworld.net\/wp-content\/uploads\/2007\/10\/DSCF0194_re.jpg\" width=\"1024\" height=\"755\"> Auf dem R\u00fcckweg zur Panther Junction noch ein schnelles Bild der Mule Ears Peaks:<\/p>\n<div><img alt=\"Die markanten Felsformationen der Needle Eye Rocks im Big-Bend-Nationalpark in Texas, bestehend aus r\u00f6tlich-braunen Vulkangesteinst\u00fcrmen, ragen hinter einer kargen W\u00fcstenlandschaft mit gr\u00fcnem Buschwerk unter einem klaren, hellblauen Himmel auf\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/blog.chbworld.net\/wp-content\/uploads\/2007\/10\/5085d8a8-eb4f-45ac-b6a3-e93ece5bb95e.jpg\" width=\"1024\" height=\"768\">Die Fahrt auf der s\u00fcd\u00f6stlichen Route ist zun\u00e4chst langweilig. 15mi geht es recht gerade leicht bergab, links und rechts flache W\u00fcste. Da kann das 40mi Limit zur Qual werden. \u00dcberschreiten ist btw nicht so gut, ein Park Ranger patrouliert dort den ganzen Tag und l\u00e4\u00dft jeden zahlen, der ein wenig schneller unterwegs ist. Am Ende der Geraden kommt man der Bergkette schon recht nah und die Stra\u00dfe macht eine schon v\u00f6llig ungewohnte Biegung \u00fcber eine Br\u00fccke:<br \/>\n<img alt=\"Eine asphaltierte Fahrbahn mit gelber Bodenmarkierung f\u00fchrt durch die karge H\u00fcgellandschaft des Big Bend Nationalparks in Texas, im Hintergrund erheben sich die markanten Felsw\u00e4nde der Mesa de Anguila unter tiefblauem Himmel mit weissen Quellwolken\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/blog.chbworld.net\/wp-content\/uploads\/2007\/10\/DSCF0218_re.jpg\" width=\"1024\" height=\"768\"> Der Endpunkt dieser Stichstra\u00dfe ist der Boquillas del Carmen Overlook (netter Park btw, Carmen und Elena haben dort echte Schl\u00fcsselcanyons! \ud83d\ude09 ). Der Rio Grande (noch kleiner) quetscht sich wieder durch einen kleinen Canyon (im Hintergrund links). Auf dem Trail sind noch mehr Hinweisschilder, man darf nichts mit den Mixikanern zu tun haben und es werden dort alleine f\u00fcr das Mitf\u00fchren mexikanischer Dinge wie Gehst\u00f6cke 5000$ Strafe und\/oder 1 Jahr Haft angedroht. Bei dem Bild sieht man auch, wie wenig Aufwand das \u00dcberqueren des Baches ist. Und am Weg fanden sich auch einsame Wanderst\u00f6cke mit dem Hinweis, man soll sich einen nehmen und 5$ in die beigelegte Dose tun, der Hersteller holt sich dann das Geld. Oder der Ranger holt sich den Stock und 5000$. Wahnsinnig tolle Alternative. Jedenfalls, der Rio Grande flie\u00dft auch an diesem Punkt gem\u00e4chlich dahin:<br \/>\n<img alt=\"Brauner, lehmgf\u00e4rbter Fluss windet sich durch ein gr\u00fcnes Tal mit dichtem Uferbewuchs, umgeben von kargen, ockerfarbenen Felsen und H\u00fcgeln unter tiefblauem Himmel mit weissen Wolken\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/blog.chbworld.net\/wp-content\/uploads\/2007\/10\/eDSCF0017_re.jpg\" width=\"1024\" height=\"768\"> Die R\u00fcckfahrt brachte wenig Neues. Nur eine interessante Temperaturkurve war zu bemerken. Beim Rio Grande hatten wir um 16:15 102\u00b0F, auf dem Panther Pa\u00df um 17 Uhr nur mehr 78\u00b0F. H\u00f6he macht doch etwas aus. So kann man hier oben (gute 1600m) gut schlafen, w\u00e4hrend man unten wohl ziemlich schwitzen w\u00fcrde; am Abend mu\u00df man sich halt ein J\u00e4ckchen anziehen, die guten 20\u00b0C sind halt k\u00fchl.<\/div>\n<div> <\/div>\n<div>Morgen geht es \u00fcber den Westausgang durch den anliegenden State Park und m\u00f6glicherweise zu einer NHS, mal sehen was sich alles ausgeht. \u201aNoch ausgehen\u2018 ist \u00fcbrigens aktuell ein gel\u00e4ufiges Wort, denn selbst die Abendessen kann man schon an einer Hand abz\u00e4hlen. LA ist schon ziemlich nahe\u2026<\/div>\n<div> <\/div>\n<div>Ach ja, ziemlich nahe: nahe ist ein sehr dehnbarer Begriff. Vor ein, zwei Jahren fand ich den Carlsbad Caverns NP zu weit um ihn anzusehen, heute plane ich von dort nach LA ca. 2.5 Tage. Das sind noch nicht amerikanische Verh\u00e4ltnisse, denn ein Bekannter sagte, LA\u00e0Miami w\u00fcrde 2 Tage mit 2 Fahrern dauern, wenn man alleine f\u00e4hrt 3. Das ist mir doch noch etwas zu hektisch.<\/p>\n<\/div>\n<div><\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Tag begann wieder einmal wolkenlos. Es war fast k\u00fchl (also um die 22\u00b0C). Es zahlte sich doch aus, den Campingplatz im Basin zu nehmen. Da wir das Zelt und unser ganzes Zeugs nicht einpacken mu\u00dften, ging es rasch los. Vom Campingplatz geht es gleich steil bergan in Richtung Panther Pa\u00df. Von der Stra\u00dfe dorthin hat man einen wunderbaren Ausblick auf das Basin. Der rote Fleck ist unser Campingplatz: Gestern sind wir von Norden in den Park gekommen, morgen werden wir den Westausgang nehmen. Blieb also f\u00fcr den ganzen Besuchstag die s\u00fcdwestliche und s\u00fcd\u00f6stliche Sackgasse. 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