{"id":1316,"date":"2007-10-14T02:53:00","date_gmt":"2007-10-14T02:53:00","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.chbworld.net\/index.php\/2007\/10\/14\/von-kerrville-in-den-big-bend-national-park\/"},"modified":"2025-02-02T00:51:17","modified_gmt":"2025-02-01T23:51:17","slug":"von-kerrville-in-den-big-bend-national-park","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.chbworld.net\/index.php\/2007\/10\/14\/von-kerrville-in-den-big-bend-national-park\/","title":{"rendered":"Von Kerrville in den Big Bend National Park"},"content":{"rendered":"<div align=\"justify\">Der Tag begann mit strahlendem Sonnenschein und nach einem kurzen Stop beim \u00f6rtlichen Walmart ging es auf die Interstate. Die Sheriffs, State Patrols, Polizei und sonstige J\u00e4ger waren schon vor San Antonio m\u00fchsam, heute aber waren sie giftig. Alle paar Meilen war einer zu sehen und die Opfer mehrten sich. Ich f\u00fcrchtete schon, da\u00df die heutige Tour lange und m\u00fchsam werden w\u00fcrde, aber dann kam die Wende: Das h\u00f6chste je angeschrieben Speed-Limit: 80! Und los ging es! Auf diese Weise habe ich die Sch\u00e4tzung des Navis um knappe 2 Stunden unterboten; was will man mehr. Und kaum war die Highspeed Strecke er\u00f6ffnet, waren die J\u00e4ger weg. Man h\u00e4tte da sicher auch mehr fahren k\u00f6nnen\u2026<\/div>\n<div align=\"justify\">Heute war auch der Tag des Klimawandels. Ja, ich gebe zu es gibt ihn. Seitdem wir in Oklahoma waren, war drau\u00dfen alles gr\u00fcn. Jetzt auf der R\u00fcckfahrt blieb es sehr lange gr\u00fcn. Erst gestern hatte ich den Eindruck, da\u00df das Gras gelber wurde und auch die B\u00fcsche nicht ganz so saftig waren. Aber heute war der Klimawandel urpl\u00f6tzlich da: Kurz nach dem Campingplatz ging es \u00fcber einen H\u00fcgel, der \u00fcberraschenderweise ziemlich wolkig war. Auf der anderen Seite des H\u00fcgels war wieder keine Wolke zu sehen, aber auch kaum ein Busch und Gras ohnehin nicht mehr. Der H\u00fcgel \u2013 sicher nicht besonders hoch \u2013 scheint hier die Wetterscheide zu sein. Innerhalb 50mi war die westliche W\u00fcstenlandschaft da.<\/div>\n<div align=\"justify\"> <\/div>\n<div align=\"justify\">Das hohe Speedlimit hat es schon angedeutet: die I10 zwischen Junction und Ft. Stockton f\u00fchrt durch\u2019s absolute Nichts. Ich habe auf den knappen 200mi vielleicht 2 Tankstellen gesehen. Sie hatten es aber nicht f\u00fcr notwendig befunden, einen kleinen Hinweis \u00fcber die \u2013 sagen wir einmal \u2013 mangelhafte Erschlie\u00dfung zu plakatieren. Mir war es nicht so wichtig, ich hatte voll getankt.<\/div>\n<div align=\"justify\"> <\/div>\n<div align=\"justify\">Ft. Stockton war der Beginn meiner Stichstra\u00dfe zum Big Bend NP. Der NP liegt ziemlich weit vom Schu\u00df (ca. 150mi von der Interstate an der Grenze zu Mexiko) und Ft. Stockton sollte die gro\u00dfe letzte Stadt vor der Einsamkeit sein (sagt zumindest die Web-Seite des NPs). Nur die gro\u00dfe Stadt hat selbst nichts zu bieten; ein paar verfallene Motels und alte Tankstellen. Mu\u00df wohl erst auf der anderen Seite mehr werden\u2026 Zum Tanken f\u00fcr mich hat es jedenfalls gereicht.<\/div>\n<div align=\"justify\"> <\/div>\n<div align=\"justify\">Gut an Texas ist, da\u00df auch normale Bundesstra\u00dfen im Nichts flott gefahren werden d\u00fcrfen. Mit Limits zwischen 70 und 75 (fast schon wie in Nevada!) ging es bis zum NP. Die Strecke war wirklich einsam. Kommt schon an den Loneliest Highway zwischen Nevada und Utah ran. Aber jemand wollte mir unbedingt Gesellschaft leisten: Ein netter Gewitterturm. Der Turm war v\u00f6llig schwarz und die Blitze waren sehr gut zu sehen; auch der Ba\u00df des Donners war gut. Die Stra\u00dfe hat sich durch die H\u00fcgel gewunden und irgendwie ist es sich immer ausgegangen, da\u00df kurz vor dem Regen ein kleiner Bogen kam und ich im Trockenen blieb.<\/div>\n<div align=\"justify\"> <\/div>\n<div align=\"justify\">An der NP Zahlstelle hatte es dann knappe 100\u00b0F. Was f\u00fcr ein Gl\u00fcck, da\u00df ich nicht im Sommer hier war, da w\u00e4re es ja hei\u00df. Die n\u00f6rdliche Stra\u00dfe zum zentralen Visitor Center Panther Junction f\u00fchrt durch eher \u00f6de W\u00fcste, die in der Entfernung von H\u00fcgeln abgegrenzt wird. Im Folgenden ein Bild vom Dog Canyon. Da k\u00f6nnte man auch hin wandern. Stelle ich mir bei knappen 100\u00b0F recht lauschig vor, so ganz ohne jeden Schatten. Ich habe jedenfalls verzichtet:<\/div>\n<div align=\"justify\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/blog.chbworld.net\/wp-content\/uploads\/2007\/10\/DSCF0003_re.jpg\" width=\"1024\" height=\"768\"> Die Wolken des Gewitters sind mir brav wie ein H\u00fcndchen gefolgt. Da ich aber schneller war, hat es mich nicht gest\u00f6rt, ich hatte ja Sonne und das Donnern hinter mir mu\u00dfte man nur ignorieren. Im Prinzip wachsen in der W\u00fcste schon B\u00fcsche, aber die Steine dazwischen sehen nicht sehr fruchtbar aus:<br \/>\n<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/blog.chbworld.net\/wp-content\/uploads\/2007\/10\/DSCF0008_re.jpg\" width=\"1024\" height=\"768\"> Das Speed-Limit im NP ist gerade mal 45mi und es sind 26mi bis zum Visitor Center. Nicht unbedingt spannend, wenn man sich die Stra\u00dfe so ansieht:<br \/>\n<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/blog.chbworld.net\/wp-content\/uploads\/2007\/10\/DSCF0009_re.jpg\" width=\"1024\" height=\"768\"> Nach einem Besuch des \u00fcberraschend kleinen Visitor Centers machten wir uns auf zu unserem Campingplatz. Dieser liegt im 10mi entfernen Chisos Basin, einem netten Hochtal. Und da mu\u00df man mit dem Auto \u00fcber ein paar Kurven rauf. Die umliegenden Bergspitzen sehen jedenfalls gut aus:<br \/>\n<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/blog.chbworld.net\/wp-content\/uploads\/2007\/10\/08a09800-7f5d-4f04-9027-a616c5500fb9.jpg\" width=\"1024\" height=\"768\"> Der Campingplatz ist ganz nach NP Muster first-come-first-serve und wir konnten uns noch eine nette Ecke mit \u00fcberdachtem Tisch aussuchen:<br \/>\n<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/blog.chbworld.net\/wp-content\/uploads\/2007\/10\/DSCF0042_re.jpg\" width=\"1024\" height=\"768\"> Das Gewitter hat dann zwar noch einige male b\u00f6se gegrollt, hat sich dann aber verzogen, soda\u00df die Abendsonne wunderbar auf die umliegenden Spitzen fiel; hier auf den Casa Grande (7325ft):<br \/>\n<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/blog.chbworld.net\/wp-content\/uploads\/2007\/10\/DSCF0050_re.jpg\" width=\"1024\" height=\"768\"> Die letzten Sonnenstrahlen leuchteten auf den verblieben W\u00f6lkchen. Sieht am Foto gut aus, ist hier gigantisch:<br \/>\n<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/blog.chbworld.net\/wp-content\/uploads\/2007\/10\/075ce55a-1ccc-4202-ae91-6738b3b4b752.jpg\" width=\"1024\" height=\"683\"> Nach diesem Foto mu\u00dfte ich mich meinem Grillhuhn widmen, wir testeten die neue Mojo-Souce. Und nun nach dem Abendessen kann ich nur sagen: Herz, was willst Du mehr!<\/p>\n<p>Morgen sehen wir uns den Park an, der neben Bergen auch an die mexikanische Grenze, den Rio Grande f\u00fchrt. Hier h\u00e4ngen schon \u00fcberall Warnhinweise, da\u00df man nicht durch den Flu\u00df waten darf, sonst wird man quasi beim Versuch des Zur\u00fcckkommens erschossen. Auch soll man nicht Waren von Mexikanern kaufen, die durch den Flu\u00df gewatet sind, denn das w\u00e4re Unterst\u00fctzung zur illegalen Einwanderung, Kauf von Schmuggelware, \u2026 jedenfalls haben sie schon das 100mi entfernte Gef\u00e4ngnis angedroht. Ich werde mich da mal raushalten, beim Verlassen des Parks mu\u00df ich wohl ohnehin durch den Grenzschutz-Checkpoint, den ich schon gesehen habe.<\/p>\n<div><\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Tag begann mit strahlendem Sonnenschein und nach einem kurzen Stop beim \u00f6rtlichen Walmart ging es auf die Interstate. Die Sheriffs, State Patrols, Polizei und sonstige J\u00e4ger waren schon vor San Antonio m\u00fchsam, heute aber waren sie giftig. Alle paar Meilen war einer zu sehen und die Opfer mehrten sich. Ich f\u00fcrchtete schon, da\u00df die heutige Tour lange und m\u00fchsam werden w\u00fcrde, aber dann kam die Wende: Das h\u00f6chste je angeschrieben Speed-Limit: 80! Und los ging es! Auf diese Weise habe ich die Sch\u00e4tzung des Navis um knappe 2 Stunden unterboten; was will man mehr. 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