{"id":819,"date":"2013-10-19T06:10:00","date_gmt":"2013-10-19T06:10:00","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.chbworld.net\/index.php\/2013\/10\/19\/mission-san-xavier-del-bac-und-das-titan-ii-missile-museum\/"},"modified":"2025-02-01T22:55:31","modified_gmt":"2025-02-01T21:55:31","slug":"mission-san-xavier-del-bac-und-das-titan-ii-missile-museum","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.chbworld.net\/index.php\/2013\/10\/19\/mission-san-xavier-del-bac-und-das-titan-ii-missile-museum\/","title":{"rendered":"Mission San Xavier del Bac und das Titan II Missile Museum"},"content":{"rendered":"<p align=\"justify\">Gegens\u00e4tzlicher k\u00f6nnen die heutigen zwei Besichtigungsdinge kaum sein. Zun\u00e4chst ging es zu einer Mission, dann zu einem Silo f\u00fcr Interkontinental-Atomraketen.<\/p>\n<p> <iframe loading=\"lazy\" height=\"480\" marginheight=\"0\" src=\"https:\/\/www.google.at\/maps?f=q&amp;source=s_q&amp;hl=de&amp;geocode=&amp;q=http:%2F%2Fchbworld.net%2Ffotos%2Fusa2013b%2F20131018.kmz&amp;aq=&amp;sll=32.138759,-110.935303&amp;sspn=0.170067,0.338173&amp;ie=UTF8&amp;t=m&amp;ll=32.308027,-111.239319&amp;spn=1.11425,1.757812&amp;z=9&amp;output=embed\" frameborder=\"0\" width=\"640\" marginwidth=\"0\" scrolling=\"no\"><\/iframe>  <br \/><small><a style=\"text-align: left; color: #0000ff\" href=\"https:\/\/www.google.at\/maps?f=q&amp;source=embed&amp;hl=de&amp;geocode=&amp;q=http:%2F%2Fchbworld.net%2Ffotos%2Fusa2013b%2F20131018.kmz&amp;aq=&amp;sll=32.138759,-110.935303&amp;sspn=0.170067,0.338173&amp;ie=UTF8&amp;t=m&amp;ll=32.308027,-111.239319&amp;spn=1.11425,1.757812&amp;z=9\">Gr\u00f6\u00dfere Kartenansicht<\/a><\/small>   <\/p>\n<p align=\"justify\">Die Mission h\u00e4tten wir uns eigentlich nicht unbedingt ansehen wollen, aber da sie genau am Weg zum Missile Museum liegt, haben wir sie halt mitgenommen. Und das war gut so, denn diese Mission ist absolut sehenswert. Sie ist sicher h\u00fcbscher und sehenswerter als z.B. die in Santa Barbara.<\/p>\n<p align=\"justify\">Aber was rede ich lange rum? Schauen wir sie uns einfach von allen Seiten an:<\/p>\n<p align=\"center\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/blog.chbworld.net\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/DSCF5375_re25255B225255D.jpg\" width=\"1024\" height=\"774\"> <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/blog.chbworld.net\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/DSCF5379_re25255B225255D.jpg\" width=\"1024\" height=\"768\"><\/p>\n<p align=\"justify\">Zur Mission geh\u00f6rt auch eine Schule, links von der Kirche.<\/p>\n<p align=\"center\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/blog.chbworld.net\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/DSCF5382_re25255B325255D.jpg\" width=\"1024\" height=\"433\"><\/p>\n<p align=\"justify\">Gegr\u00fcndet wurde diese Mission im Jahre 1692 und hat sich offensichtlich gut gehalten, obwohl ein riesiges Erdbeben der ganzen Umgebung einiges abverlangt hat. Innen ist sie etwas anders als unsere Kirchen, obwohl diese Mission katholisch ist und von den Jesuiten gegr\u00fcndet wurde.<\/p>\n<p align=\"center\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/blog.chbworld.net\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/DSCF5393_5409_re25255B325255D.jpg\" width=\"1024\" height=\"529\"><\/p>\n<p align=\"justify\">Noch ein Blick an die nette Kuppeldecke.<\/p>\n<p align=\"center\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/blog.chbworld.net\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/DSCF5410_re25255B225255D.jpg\" width=\"1024\" height=\"768\"><\/p>\n<p align=\"justify\">Auch vom Hof aus sieht die Mission gut aus. Sie renovieren halt immer und \u00fcberall; das Wei\u00df der Wand ist auch b\u00f6se. <img decoding=\"async\" class=\"wlEmoticon wlEmoticon-winkingsmile\" alt=\"Zwinkerndes Smiley\" src=\"https:\/\/blog.chbworld.net\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/wlEmoticon-winkingsmile25255B225255D.png\" \/><\/p>\n<p align=\"center\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/blog.chbworld.net\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/DSCF5412_re25255B325255D.jpg\" width=\"1024\" height=\"433\"><\/p>\n<p align=\"justify\">Wir sind s\u00fcdlich genug, um Bilder in Kacheln zu verwandeln.<\/p>\n<p align=\"center\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/blog.chbworld.net\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/DSCF5413_re25255B225255D.jpg\" width=\"1020\" height=\"1024\"><\/p>\n<p align=\"justify\">Eine kleine Kapelle liegt gleich nebenan und ist durch den kleinen Kakteengarten zu erreichen.<\/p>\n<p align=\"center\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/blog.chbworld.net\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/DSCF5420_re25255B225255D.jpg\" width=\"1024\" height=\"768\"> <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/blog.chbworld.net\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/DSCF5417_re25255B225255D.jpg\" width=\"768\" height=\"1024\"><\/p>\n<p align=\"justify\">Zum Abschlu\u00df noch ein Blick zur\u00fcck.<\/p>\n<p align=\"center\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/blog.chbworld.net\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/DSCF5422_5428_re25255B225255D.jpg\" width=\"897\" height=\"1024\"><\/p>\n<p align=\"justify\">Nur 20 Minuten weiter, liegt das Titan II Missile Museum. Das ist etwas ziemlich Besonderes, denn von den 54 Interkontinentalraketenbasen haben sie 53 aufgrund eines Bilateralen Vertrages mit der Sowjetunion zerst\u00f6rt. Nur diese eine ist als Gedenkst\u00e4tte erhalten geblieben. Von Anfang der 60er Jahre bis 1982 waren sie hochgeheim und auch nur die Ann\u00e4herung h\u00e4tte echte Probleme gegeben. Heute darf man gegen eine kleine Geb\u00fchr rein und Fotos machen so viel man will.<\/p>\n<p align=\"justify\">Nach einem kleinen Einleitungsfilm, der auch Sicherheitsinformationen wie \u2018pa\u00df auf Klapperschlangen auf\u2019 enth\u00e4lt, wird man von einem Typen rumgef\u00fchrt. Das ganze Gel\u00e4nde geh\u00f6rt immer noch der US Airforce, die die Basis f\u00fcr 1$ pro Jahr an das County vermietet, die dem gemeinn\u00fctzigen Verein alles gratis zur Nutzung \u00fcberl\u00e4\u00dft. Von au\u00dfen ist so ein Bunker ziemlich unspektakul\u00e4r.<\/p>\n<p align=\"center\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/blog.chbworld.net\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/DSCF5452_re25255B325255D.jpg\" width=\"1024\" height=\"360\"><\/p>\n<p align=\"justify\">Jeder ab 178cm Gr\u00f6\u00dfe mu\u00df einen Helm aufsetzen, denn die R\u00e4ume wurden f\u00fcr Zwerge dimensioniert. Es wurde extra darauf hingewiesen, da\u00df die Helme nat\u00fcrlich nach jeder Verwendung desinfiziert werden. Ich habe am Ende der Tour gesehen, was das hei\u00dft: Eine alte Dame spr\u00fcht ganz kurz und ohne ein Ziel auf den Helm. Mit irgendeinem Lysoform. Naja, das kann man jetzt sehen wie man will.<\/p>\n<p align=\"justify\">Im Film wurde gezeigt, wie man fr\u00fcher in den Bunker kam. Man fuhr mit dem Auto zum Gittereingangstor, meldete sich per Telefon an und wurde aufs Gel\u00e4nde gelassen. Man ging dann zum Bunkereingang und meldete sich wieder per Telefon.<\/p>\n<p align=\"center\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/blog.chbworld.net\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/DSCF5537_re25255B225255D.jpg\" width=\"1024\" height=\"768\"><\/p>\n<p align=\"justify\">Nach der T\u00fcre mu\u00dfte man sich wieder melden und einen einmaligen Pa\u00dfcode vorlesen. Jetzt durfte man 54 Stiegen nach unten zum Haupteingang gehen. Dort wieder ein Telefon und man mu\u00dfte sich noch einmal melden. Die T\u00fcre h\u00e4tte man wohl nicht einfach so eingetreten.<\/p>\n<p align=\"center\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/blog.chbworld.net\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/DSCF5454_re25255B225255D.jpg\" width=\"768\" height=\"1024\"><\/p>\n<p align=\"justify\">Es galt die Regel, da\u00df immer nur eine T\u00fcre gleichzeitig offen sein darf. Das wurde auch durch Schaltkontakte sichergestellt. Im Bunker selbst waren immer 4 Personen. Das reichte um den Bunker zu verteidigen. Im Notfall konnten die Leute im Bunker per Funk um Hilfe rufen und dann w\u00e4re binnen 30 Minuten die gro\u00dfe Streitmacht anger\u00fcckt. <\/p>\n<p align=\"justify\">Die drei Bereiche des Bunkers sind durch lange G\u00e4nge verbunden. Die sind ganz und garnicht hoch. Das erkl\u00e4rt die Helmpflicht.<\/p>\n<p align=\"center\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/blog.chbworld.net\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/DSCF5456_re25255B225255D.jpg\" width=\"768\" height=\"1024\"><\/p>\n<p align=\"justify\">Im zweiten Bereich ist das Kommandozentrum untergebracht. Genau dar\u00fcber sind Unterk\u00fcnfte zu finden. Die durften wir nur im Film sehen, sind aber angeblich ganz und gar unspannend. Im Film wird nur erw\u00e4hnt, man war froh jemanden in einer Schicht zu haben der kochen konnte. Das hat der Mann gleich wiederlegt (einer der Guides hat genau in dem Bunker Dienst versehen), denn der Herd mu\u00dfte nach der Schicht in einem \u2018spotless\u2019 Zustand \u00fcbergeben werden. Und da hat sich keiner die M\u00fche des Kochens angetan.<\/p>\n<p align=\"justify\">Die 4 Personen waren nicht wirklich einsam, denn au\u00dfer in dem einen Unterkunftsraum, durfte man nirgendwo alleine sein. Erstens sollte man bei einer Verletzung gleich gefunden werden und zweitens sollte man immer den anderen im Auge haben. Zur Sicherheit.<\/p>\n<p align=\"center\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/blog.chbworld.net\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/DSCF5460_re25255B225255D.jpg\" width=\"1024\" height=\"768\"><\/p>\n<p align=\"justify\">Der Kommandoraum sieht nun auch nicht umwerfend aus. Im Vorderrund das Pult des Kommandanten, im Hintergrund die Anzeige und Computeranlage. Bei der Demonstration durfte ein Besucher den Kommandanten spielen.<\/p>\n<p align=\"center\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/blog.chbworld.net\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/DSCF5464_re25255B225255D.jpg\" width=\"1024\" height=\"768\"><\/p>\n<p align=\"justify\">Wir haben die vereinfachte neue Version gesehen. Fr\u00fcher waren die rechten Panels alle voll mit Einsch\u00fcben und Stechkarten waren in Verwendung. Die neue Version hatte Lochb\u00e4nder und viele der Panels konnten in einem vereinigt werden (siehe rechte Seite). Die nun leeren Panels haben Abdeckungen mit dem Hinweis erhalten, da\u00df sie mit Absicht leer sind.<\/p>\n<p align=\"center\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/blog.chbworld.net\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/DSCF5475_5477_re25255B325255D.jpg\" width=\"950\" height=\"300\"><\/p>\n<p align=\"center\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/blog.chbworld.net\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/DSCF5469_re25255B225255D.jpg\" width=\"768\" height=\"1024\"><\/p>\n<p align=\"justify\">Der Film hat auch behauptet, die 4 Mann w\u00e4ren immer besch\u00e4ftigt gewesen. Das hat der Guide auch widerlegt. Es war langweilig. Einer durfte f\u00fcr 4 Stunden schlafen, 2 mu\u00dften im Kontrollraum sitzen und 1 konnte im Aufenthaltsraum sein. Bei jedem Schichtwechsel mu\u00dfte man alles checken, aber dann wartete man nur auf den gro\u00dfen Einsatzbefehl. Die Dienste waren 24 Stunden Dienst und dann 48 Stunden frei, wobei es \u00fcblich war, da\u00df man nach 12 Stunden Freizeit zu \u00dcbungen in die Zentrale beordert wurde. Im Bunker war es dann nur einfach fad. Man sah ja auch nix drinnen.<\/p>\n<p align=\"justify\">Die Demo zeigte dann, wie ein Abschu\u00df funktioniert h\u00e4tte. Ein Funkspruch mit einem Code w\u00e4re eingegangen. Dieser wird mehrmals zur Sicherheit wiederholt. In einem Codebuch konnte man nachlesen, was das bedeutet. Z.B. es ist soweit, der 3. Weltkrieg hat begonnen. Wenn sich beide Personen im Kommandoraum einig waren, da\u00df das der Code ist, mu\u00dften beide zum versperrten Tresor gehen und ihr eigenes Schlo\u00df entfernen (je Person ein Schlo\u00df am roten Kasten).<\/p>\n<p align=\"center\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/blog.chbworld.net\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/DSCF5470_re25255B225255D.jpg\" width=\"768\" height=\"1024\"><\/p>\n<p align=\"justify\">Im Tresor waren mehrere Karten. Der Funkspruch sagte welche Karte zu benutzen war und was auf der Karte stehen sollte. Damit war verifiziert, da\u00df der Pr\u00e4sident (und nur der durfte mit den Raketen spielen) das autorisiert hat. Im empfangenen Code war auch noch eine Sicherheitskombination enthalten. Dieser Code war am Schaltschrank einzustellen und \u00f6ffnete das Hauptventil an der Rakete. Ohne Code, kein Treibstoff. Man durfte nur 6mal den Code falsch eingeben, dann machte das Ding f\u00fcr immer dicht und das Hauptventil mu\u00dfte getauscht werden.<\/p>\n<p align=\"justify\">Im \u00fcbertragenen Code stand auch, welches Ziel anzugreifen war. Es gab nur 3 vorprogrammierte Ziele, niemand wu\u00dfte welche Nummer welches Ziel bedeutete. Das ist bis heute geheim. Man wu\u00dfte auch nicht, ob die Rakete eine H\u00f6hendetonation (zur Zerst\u00f6rung einer ganzen Stadt mit der Druckwelle) oder eine Oberfl\u00e4chendetonation (zur Zerst\u00f6rung von Bunkeranlagen) durchf\u00fchren w\u00fcrde. Alles geheim.<\/p>\n<p align=\"center\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/blog.chbworld.net\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/DSCF5474_re25255B225255D.jpg\" width=\"1024\" height=\"768\"><\/p>\n<p align=\"justify\">Nachdem beide Personen den Abschu\u00dfcode \u00fcberpr\u00fcft hatten, gingen beide zu ihren Schl\u00fcsseln an ihrem Pult und drehten diesen f\u00fcr 5 Sekunden gleichzeitig (binnen 2 Sekunden) um. Damit war der Vorgang gestartet. Und ab dem Moment auch nicht mehr aufzuhalten. Ab dem Moment war die Rakete autark. Nach nur 58 Sekunden z\u00fcndete die Rakete und los ging es. Nach 1,5 Minuten war die erste Stufe leer und nach weiteren 4-5 Minuten auch die zweite Stufe. Ab diesem Moment flog der Waffenkopf nur mit kleinen Lenkraketen zum Korrigieren auf einer einfachen Wurfbahn. Trotz der angegrauten Technik war die Zielgenauigkeit bei 0.8mi Durchmesser auf 6500mi Entfernung. Die Flugzeit dauerte zwischen 30 und 35 Minuten.<\/p>\n<p align=\"justify\">Alle Inneneinrichtungen h\u00e4ngen auf Federn im \u00e4u\u00dferen Betonmantel, der noch einmal mit Stahl ummantelt ist. Damit sollten die Ersch\u00fctterungen abgefangen werden, wenn die Gegend bombardiert wird und eventuelle elektromagnetische Impulse von A Waffen abfangen.<\/p>\n<p align=\"center\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/blog.chbworld.net\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/DSCF5478_re25255B225255D.jpg\" width=\"768\" height=\"1024\"><\/p>\n<p align=\"justify\">Der Bunker hatte aber auch so seine weniger guten Eigenschaften. Der Gegner wu\u00dfte wo die anderen Silos waren und h\u00e4tte diese wohl zu aller erst angegriffen. Der Bunker h\u00e4tte vielleicht \u00fcberlebt, aber die Mannschaft hatte nur Verpflegung und Luft f\u00fcr 3 Wochen. Und dann? Aus dem Bunker rauskommen war sicher schwer wenn alles weggesprengt war, aber da w\u00e4re es auch recht radioaktiv gewesen\u2026 War also eher ein Selbstmordjob im Ernstfall. Aber der ist ja bekanntlich nie eingetreten, soda\u00df der Dienst vorwiegend langweilig war.<\/p>\n<p align=\"justify\">Die Raketen hie\u00dfen Titan II, weil es vorher Titan I gab. Der Nachteil von Titan I war, da\u00df es regul\u00e4re Raketen mit Wasserstoff\/Sauerstoffantrieb waren. Da kann man den Treibstoff erst kurz vor dem Start einf\u00fcllen. D.h. zwischen Alarmierung und Abschu\u00df vergingen schon einmal 45 Minuten. Wenn man aber nach 30 Minuten selbst getroffen wird, ist das bl\u00f6d. Daher hat man Titan II Raketen erfunden, die mit einer Kombination von Treibstoff und Sauerstofflieferant ausgestattet waren, die quasi ewig im Tank hielten. Solange sie auf 60\u00b0F temperiert waren. Zu warm: Bumm. Das Zeug hatte noch ein paar Nachteile. Wenn man die beiden Fl\u00fcssigkeiten gemischt hat, bumm. Ganz ohne Z\u00fcndung. Und ganz nebenbei, waren sie absolut ungeheuerlich t\u00f6dlich giftig. Darum brauchte man solche Anz\u00fcge, wenn man mit den Treibstoffen hantierte.<\/p>\n<p align=\"center\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/blog.chbworld.net\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/ee695fb1-9fa3-4785-aafc-76fe698e2f25.jpg\" width=\"768\" height=\"1024\"><\/p>\n<p align=\"justify\">Bei Wartungsarbeiten ist einmal einem Techniker ein gr\u00f6\u00dferes Werkzeug in den Silo gefallen. Das hat ein Loch in die Treibstoffleitungen gehauen und bumm. Ein Toter, ein Schwerverletzter und ein Silo weniger. Den Silo sieht man leider nur von einer mit Glas verdeckten Lucke. Da h\u00e4tte ich mir mehr erwartet.<\/p>\n<p align=\"center\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/blog.chbworld.net\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/DSCF5485_5488_re25255B225255D.jpg\" width=\"547\" height=\"1024\"><\/p>\n<p align=\"justify\">Der obere Bereich des Silos war mit einer 700t Platte zu. Die konnte binnen 20 Sekunden (im Startprozess) aufgemacht werden. Um sicher zu gehen, da\u00df keiner an den Silo rankommen konnte, haben sie oben ein Rechteck mit Radar umz\u00e4unt. Bei Unterbrechung wurde sofort Alarm ausgel\u00f6st.<\/p>\n<p align=\"center\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/blog.chbworld.net\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/d902785b-cad7-43fb-b170-38e1df3a2df7.jpg\" width=\"1024\" height=\"768\"><\/p>\n<p align=\"justify\">Man darf auch von oben in den Silo schauen. Wieder durch Glas. Das spiegelt ganz toll in der Sonne und man braucht ein wenig, um Fotos hinzubekommen.<\/p>\n<p align=\"center\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/blog.chbworld.net\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/DSCF5513_re25255B225255D.jpg\" width=\"1024\" height=\"768\"><\/p>\n<p align=\"justify\">Ach ja Kommunikation und Alarmierung. Es hilft nix einen Bunker zu haben, wenn man im Ernstfall nicht alarmiert werden kann. Darum haben sie jede Menge Antennen am Gel\u00e4nde, um vom Generalstab erreicht zu werden bzw. um vom im kalten Krieg ununterbrochen fliegenden Krisenzentrum erreicht werden zu k\u00f6nnen. Sollte durch Bombardierung alle Antennen und alle Reserveeinheiten wegger\u00e4umt worden sein, k\u00f6nnen sie gebunkerte Reserveantennen ausfahren.<\/p>\n<p align=\"center\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/blog.chbworld.net\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/a1fff20c-2afc-4abe-aa6d-64dd9268f117.jpg\" width=\"768\" height=\"1024\"><\/p>\n<p align=\"justify\">Auch das Geld wurde angesprochen. Ein Bunker kostete in der Errichtung 1960 10.5 Mill $, eine Rakete 2.5 Mill $. der Sprengkopf wurde nicht beziffert. Und das ganze hat noch einen Nachteil: So ein Silo ist wie ein Kondom: Nur einmal verwenden! Aber wenn der 3. Weltkrieg losgebrochen w\u00e4re, h\u00e4tte man sich dar\u00fcber wohl keine Sorgen machen m\u00fcssen.<\/p>\n<p align=\"justify\">Zusammenfassend: Es ist etwas, das man so wohl nur hier sehen kann. Man k\u00f6nnte sich w\u00fcnschen mehr vom Silo zu sehen, aber das wollen sie aus welchen Gr\u00fcnden auch immer nicht. Man h\u00f6rt wie toll sie den kalten Krieg gemeistert haben, weil eben durch die Abschreckung nichts passiert ist. Dar\u00fcber kann man sicher vortrefflich diskutieren, aber man mu\u00df ja nicht alles glauben, wenn man sich die Anlage ansieht.<\/p>\n<p align=\"justify\">Wieder zuhause am Campingplatz (und nach dem obligatorischen Bad im Pool) kam der Mond wieder in der sternenklaren trockenen Luft zur Geltung. Da mu\u00dfte ich zuschlagen.<\/p>\n<p align=\"center\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/blog.chbworld.net\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/DSCF5552_re25255B225255D.jpg\" width=\"1024\" height=\"768\"><\/p>\n<p align=\"justify\">Am n\u00e4chsten Tag sollte es wieder in einen botanischen Garten gehen, um den Wochenendstress in National Monuments zu umgehen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Gegens\u00e4tzlicher k\u00f6nnen die heutigen zwei Besichtigungsdinge kaum sein. Zun\u00e4chst ging es zu einer Mission, dann zu einem Silo f\u00fcr Interkontinental-Atomraketen. Gr\u00f6\u00dfere Kartenansicht Die Mission h\u00e4tten wir uns eigentlich nicht unbedingt ansehen wollen, aber da sie genau am Weg zum Missile Museum liegt, haben wir sie halt mitgenommen. Und das war gut so, denn diese Mission ist absolut sehenswert. Sie ist sicher h\u00fcbscher und sehenswerter als z.B. die in Santa Barbara. Aber was rede ich lange rum? Schauen wir sie uns einfach von allen Seiten an: Zur Mission geh\u00f6rt auch eine Schule, links von der Kirche. Gegr\u00fcndet wurde diese Mission im<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":33149,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[12],"tags":[],"class_list":["post-819","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-aroundtheworld"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/blog.chbworld.net\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/819","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/blog.chbworld.net\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/blog.chbworld.net\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.chbworld.net\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.chbworld.net\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=819"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/blog.chbworld.net\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/819\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":33175,"href":"https:\/\/blog.chbworld.net\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/819\/revisions\/33175"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.chbworld.net\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media\/33149"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/blog.chbworld.net\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=819"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.chbworld.net\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=819"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.chbworld.net\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=819"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}