So viele Präriehunde wie heute habe ich noch nie in meinem Leben gesehen. Und alle sind ja soooo knuffig.
Der Tag begann mit einer genialen Aussicht auf Devils Tower. Direkt aus dem Zelt. Nach dem Zusammenpacken ging es noch einmal kurz in das NM, um noch ein paar Fotos von der nun anderen beleuchteten Seite zu bekommen. Und das ging echt gut, bei strahlendem Sonnenschein.

Die gute Frage am Rande: Wie ist der Fels entstanden? Wenn man die Tafeln im NM liest, weiß man, daß es keiner so wirklich weiß. Sicher ist, daß die Farbformationen der Umgebung durch Ablagerungen in einem Meer entstanden sind. Der Fels selbst muß mit flüssigem Magma entstanden sein. Sie glauben, es war kein Vulkan, sondern nur aufsteigendes Magma. Aber wie genau, da streiten sie noch jetzt.
Mir soll es egal sein. Bei den Native Americans ist er heilig, bei den Wissenschaftlern umstritten und ich finde ihn nur einfach hübsch. Genauso hübsch, wie die große Präriehundstadt an seinem Fuß. Da mußte ich heute noch ein paar Fotos schießen, obwohl die Sonne nicht so gut dafür stand.

Weiter ging es mit ein wenig Fahrt zum Badlands NP. Der ist nicht so besonders bekannt, aber wirklich sehenswert. Man kann langweilig direkt von der I90 runterfahren, verpaßt dabei aber die Hälfte der loop road. Man sollte daher über Highway 44 fahren und dort die Schotterstraßeneinfahrt nehmen. Das Schotterstück habe ich auf der Karte oben markiert.

Bei Kurven schreiben sie hin, man soll nur 45mi/h fahren. Ja, man soll dort 55mi/h auf dem Schotter ziehen. Und das geht sogar mit einem flachliegenden Passat. Wie hoch der Staub hinter dem Auto fliegt, kann man im Rückspiegel nur erahnen. Nur so viel: Wir sind mit einem schwarzen Auto weggefahren, jetzt ist es mehr tarnfarben.

Nach 12 Meilen erreicht man den NP. Und womit fängt der an? Mit einer noch viel größeren Präriehundstadt!!! Ist das genial?!?

Die Tiere sind Autos und Besucher nicht so gewöhnt und sind deutlich scheuer als beim devils Tower. Man muß daher einmal mehr das Tele voll ausfahren. Warum sich der Hund so aufführt, weiß ich aber nicht.

Man könnte dort stundenlang stehen und dem Gequieke zuhören und dabei unendlich viele Fotos machen. Ein Stativ wäre aber nicht so schlecht.

Das Präriegebiet wird danach hügeliger und der Rim beginnt.

Von diversen Aussichtspunkten sieht man immer mehr die Felsstrukturen.

Die Wolken haben zusätzlich heute noch ihr Licht und Schattenspiel getrieben. Zu jeder Sekunde sah man eine andere Landschaft.

Die Bandlands kamen btw zu ihrem Namen, als die Eisenbahn in der Gegend errichtet wurde und viele Siedler hier ihre Farm errichteten. Das Land ist aber hinterhältig und Dürreperioden sind häufig. Es sieht also fruchtbar aus, macht einem aber so viel Ärger, daß die Leute damals weiterziehen mußten, um nicht zu verhungern. Eben schlechtes Land. Heute wird das Land auf riesigen Flächen bewirtschaftet, Ernteausfälle blieben bis heute aber an der Tagesordnung.
Am asphaltierten Teil der Strecke, war deutlich mehr los. Dort sieht man wenig von der Prärie, aber viel von den Felsen.

Auch gelbe Felsen sind hier zu finden. Ein wunderbares Farbenspiel.


Gegen Ende der Fahrt beim Visitor Center, werden die Felsen immer spitzer.

Dort fanden wir, gekennzeichnet durch einen üblichen Besucherstau, Dickhornschafe.

Nachmittagslicht hat bei dem NP Vor- und Nachteile. Wie immer ist das Licht weicher und wärmer, aber man hat praktisch am ganzen Rim Gegenlicht. Man kann wohl nicht alles haben.

Batman hat scheinbar auch dort vorbeigeschaut. Ihn selbst habe ich nicht gesehen, aber sein Mobil.

Die letzten Yards vor dem Visitor Center ‘wedelt’ man durch die Steine hindurch.

Vom Visitor Center geht die Straße wieder in den Norden zur I90. Den Teil fuhren wir aber erst am nächsten Tag, der Campingplatz liegt nur 4mi vom Visitor Center entfernt außerhalb des NPs. Dort konnten wir einen gemütlichen Abend verbringen. In der nahen Lacke badeten die Vögel, daß es eine Freude war.

So warm war es aber nun auch wieder nicht.