Der San Diego Zoo Safari Park

Der erste Tag begann ohne Nebel mit strahlend blauem Himmel. Auf auf ins Abenteuer.

Natürlich muß man noch ein paar Kleinigkeiten einkaufen gehen, es wären ja nicht wir, wenn wir da nicht was bräuchten. Und da fällt sehr auf, daß wir in der Osterzeit dort sind. Eier in den verschiedensten Formen. In der Chinabteilung gibt es Enteneier gesalzen (warum auch nicht), aber auch 100jährige Eier? Nicht so wirklich anziehend.

Und wie bei uns muß jeder Süßwarenhersteller eine Osteredition haben.

Na egal, wie sind dann die paar Meilen in den Süden gefahren und in der Nähe des Safariparks gibt es einen netten Parkplatz mit Meeresaussicht.

Und Erdhörnchen.

Der Parkplatz des San Diego Safari Parks ist was für kleine Bergsteiger. Es war sehr warm und es ging sehr bergauf. Zum Glück mußten wir nicht bis zu dem Haus da rauf, aber trotzdem, wir mußten rauf.

Der Safari Park ist eine Lösung für ein klassisches Platzproblem eines eingesessenen Zoos. Hier geht es um den berühmten San Diego Zoo. Der ist sehr groß, aber wenn man durch Umbauten schon pro Gehege mehr Platz braucht, wo hält man dann die Großtiere, die noch viel mehr Platz brauchen? Die Lösung hier war: Sie bauten einen zweiten Zoo mitten in der Wildnis und haben dort gleich mal ein ganzes Tal verplant.

Ich war schon in beiden San Diego Zoos, aber das ist nun schon auch eine Weile her. Und ja, es hat sich wieder viel verändert. Das schöne begehbare Vogelgehege am Anfang ist aber immer noch da.

Astrid war es schon da sehr warm. Ich fand es super. Und die Vögel hielten es für Frühling (was es ja auch war) und bauten Nester.

Ich habe Tal gesagt. Und das macht die körperliche Anstrengung größer. Man hatscht vom Parkplatz rauf, oben ist es ein quasi normaler Zoo und dann kommt der Abbruch. Runter in den Safari-Teil.

Wer Geld ausgeben will, kann sich an dem Ballon (am Seil) hochziehen/fliegen lassen. Man sieht aber auch schon von der Kante sehr gut über das ganze Gelände. Da macht es voll Spaß Tier zu sein, denn die Einschränkungen sind nicht mehr so drastisch wie man es von Zoos kennt. Den Großkatzen ist es aber scheinbar egal, wieviel Platz sie haben, Hauptsache pennen. War ja auch warm genug.

Früher fuhr um den Safaribereich eine Einschienenbahn. Scheinbar zu teuer, jetzt fährt ein normaler Bus auf einer Straße. Naja, keine Verbesserung, aber es ist schneller und der/die Fahrer_in kann individuell auf die Tiere eingehen.

Man darf halt nicht vergessen, daß es dort sehr wüstig ist. Da rennen dann nicht die Tauben rum, sondern die Panzerechsen. Und welch Überraschung, ich liebe Eidechsen…

Wenn man die Gegend kennt, sieht man sofort, daß es Frühling war. So grün sieht man in der Wüste sonst nur Golfplätze. Der Zoo hat sich aber auch in letzter Zeit sehr bemüht die Flora schön herzurichten. Fast idyllisch.

Auch wenn im Namen des Zoos das Wort Safari vorkommt, man sollte sich gewahr sein, daß man dort viel geht. Ich habe damit kein Problem, aber Leute mit Gehbeeinträchtigungen sollten sich was überlegen. Man wird aber überall mit unglaublich hübschen Aussichten belohnt. Wer würde das schon für einen Zoo halten?!?

Selbst ein See ist inkludiert und es macht einfach Spaß rundherum zu gehen.

Wieder in Richtung Berg kommt man zum Condor Ridge. Ja, sie haben dort so viel Platz, daß es auch ein Condorgehege gibt. Natürlich hoch oben. Über einen wunderbaren Pfad zu ‘ergehen’.

Der Zooteil rund um den Berg hat auch sehr hübsche Katzengehege. Ich glaube das ist mein absolut bestes Tigerfoto bisher.

Auf Erdmännchen will ich nie verzichten. Diese Ruhe, aber auch Aufmerksamkeit. So eine Wächterin hat es nicht einfach, auch in einem Zoo.

Das Menschenaffengehege ist auch riesig und scheinbar fühlen sich die Affen dort wohl. Und sinnieren über das Weltgeschehen. Winking smile

Als Fotobegeisterter hat man so Standardfotos, die man einmal in seiner Zeit perfekt machen will. Perfekt werden sie dann eh nie, aber man ist immer wieder happy, wenn man zumindest einen Schritt besser als beim letzten mal geworden ist. Sei es, weil das Licht besser war, das Motiv zufällig besser stand oder die Kamera besser wurde.

Wer in der Gegend wohnt wird wohl sicher eine Jahreskarte haben wollen, denn da kann man sicher immer neue Nuancen finden. Als Zoo ist es ohnehin dort einfach nur Top. Jeder Reisende sollte nicht daran vorbeifahren.

Die restliche Strecke zum San Diego Metro KOA war dann keine Herausforderung, der Food4Less gleich um die Ecke eine perfekte Quelle für das Nachtmahl. Was für ein Anfang einer Reise!

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