An dem Tag war was los. Auch wettermäßig waren wir auf der ‘abwechslungsreichen’ Seite.
Das Wetter hatte in der Nacht umgeschlagen. Die ungewöhnliche Hitze ist kühler Luft gewichen. Dafür war es wenigstens schön sonnig. Zunächst ging es vom Campingplatz zurück in den Bandlands NP, eine Fahrt von nur wenigen Minuten. Der KOA liegt dort absolut genial. Die Sonne kam nun von der anderen Seite und Fotos waren trotz eher kaltem Morgenlichts super. Dafür waren einige Tiere unterwegs.

Zunächst ging es auf der tiefer gelegenen Ebene durch die wunderbare Felsenlandschaft.

Dann ein Overlook von oben. Da war es ziemlich kalt und der Wind war echt unangenehm. Was für ein Unterschied, denn nur einen Tag vorher haben wir dort geschwitzt.

Danach tauchten die ersten Schwarzschwanzpräriehunde auf. Echt entzückend. In dem NP wohnen sicher Hundertausende…

Im Frühling hat dieser Park noch das besondere Etwas, denn die Felsen werden von knackig grünem Gras kontrastiert. Mit den gelb/roten Felsen unglaublich.

Besonders schön wird der Park auf dem Schotterstraßenteil. Bei dem Wind bläst es den Staub des Auto echt weit, aber zum Glück war keiner vor uns. Gefahren ist dieses Stück btw. Astrid, denn sie fand es einfacher, wenn ich meine Fotos gleich selbst mache und nicht immer sie bemühe. Sie hat also das kleinere Übel gewählt.

In dem Teil sind auch einige Büffel zu sehen, die extra wieder angesiedelt wurden. Büffel waren ja durch den flächendeckenden Abschuß kurz vor dem Aussterben.

Gleich daneben leben weitere Präriehunde. Denen könnte ich stundenlang zusehen.

Man muß wirklich aufpassen keinen zu überfahren, denn die ahnungslosen Viecher rennen über die Straße oder bleiben mitten auf der Straße stehen. Man sieht auch jede Menge Roadkill…

Beim Rausfahren zum Mt. Rushmore waren wir uns wieder nicht mit unserem TomTom einig, denn das gute Ding wollte unbedingt umkehren und über die Interstate fahren. Das lag daran, daß die geschätzte Geschwindigkeit auf der Dirt Road sehr gering war. Aber man durfte dort 50mi/h fahren. Astrid hat sich das nicht zwei mal sagen lassen und hat unser Auto auf die Rallye Probe gestellt. Nach einem Fahrerwechsel auf der wieder normalen Straße und einem Mittagseinkaufsstopp ging es zum Mt. Rushmore. Wir waren da schon weniger happy, denn nach völlig blauem Himmel hingen gerade über den Black Hills Wolken. Zum Teil sehr dunkle. Aber wir hofften auf Sonne, denn Mt. Rushmore ist ganz am Rand. Je näher wir kamen um so unsicherer wurden wir. Und na klar, nur 5 Minuten vor dem Ziel war die Wolke da. Also Mt Rushmore mit Wolken, obwohl man von dort den strahlend blauen Himmel sehen konnte. ![]()
Man sieht Mt. Rushmore im Prinzip von der Straße sehr gut, aber natürlich will man direkt hin.

Dafür hat das NP Service das Parken mit Parkhaus an eine private Gesellschaft übertragen und dort kann man JAHRESPÄSSE kaufen. Für das Auto, nicht den Fahrer. Wenn das Mietauto also innerhalb eines Jahres MIT DEM KENNZEICHEN wieder dorthinkommt, ist es gratis. Sonst verfällt der Jahrespaß leider. Sehr toll gelöst… Und wirkt voll nicht nach Abzocke. Garnicht. Na jedenfalls sind wir dann bis zur Aussichtsplattform gekommen und haben noch mehr Bilder der ‘Steinschädel’ machen können.

Natürlich quetschen sich auch echte Köpfe davor. Passiert dort häufig.

Damit das dort ein wenig mehr geschichtsträchtig wird, haben sie in einem langen Gang die Flaggen der einzelnen Staaten und das Datum des Unionbeitritts ausgestellt. Dahinter die Köpfe.

Die bei meinem letzten Besuch angepriesene Nichtlightshow ist auch schon wieder weg, das Denkmal wird nur von Sonnenuntergang bis 11 Uhr Nachts beleuchtet. Die Bilder davon sind nicht sehr vielversprechend. Also sind wir weiter, man muß ja nicht die teuren Campingplätze in der Black Hills Gegend nutzen. Wir sind wieder der Richtungsempfehlung unseres TomToms entgegen gefahren und sind noch entlang des Black Hills NF getuckert. Natürlich war kurz nach dem Mt Rushmore die Sonne wieder da. Das Reh stand praktisch auf der Straße zum Denkmal.

In der Gegend muß es sich im Sommer unglaublich abspielen. Überall Campingplätze und Hütten, überall Bootsstege und ATV Optionen. Und natürlich riesige Flaggen. Am anderen Ende der Hills befindet sich eine recht große Stadt mit allem zum Spaßhaben, was man sich nur vorstellen kann. Touristen scheinen hier wichtig zu sein.

Von dort ging es über ein kurzes Stück Interstate und einem Highway ins Nix zum Devils Tower NP. Dort ist ein KOA, der mir immer gut gefallen hat. Nur dieses mal war es wieder anders. Der Campingplatz war noch in der Vorsaison. Das bedeutet es war keiner im Office, es gab kein WLAN und natürlich auch keine Tische. Dafür war er mit $15 billig. Die Wolken haben wir dort leider auch wieder gefunden, es war immer noch kalt und der Wind blies. Jetzt nicht so wirklich romantisch..,

Aber man überlebt auch das. Rehe kamen nach der Dämmerung wie immer auf den Campingplatz und mitten in der Nacht hat Astrid sie am Zelt schnüffeln gehört. Ich habe es vorgezogen zu schlafen.
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