Die KIs meinten, das ist die typische Kentucky Landschaft und es ist wie im Bilderbuch. Und es gibt eine Auto-Tour. Also nix wie hin.
Das erste Problem ist die Fähre. Direkt in Cave-in-Rock gibt es eine Fähre ans andere Flußufer. Die korrekte Zeitform ist aber gab, weil der Betreiber eine Erhöhung der Zuschüsse um 40% forderte (alleine der Diesel hat sich binnen einem Jahr hier verdoppelt), Kentucky und Illinois boten aber erst garkeine Erhöhung und später 10%. Und weil sie sich nicht geeinigt haben, wurde die Fähre eingestellt. Also mußten wir machen, was alle machen: Bis zur nächsten Brücke fahren. Das kostet gleich mal eine Stunde. Die Gegend ist aber hübsch. Wir haben sogar einen jungen Weißkopfadler direkt auf der Straße gesehen. Ich mußte bremsen, damit ich ihn nicht erwische. Dem waren Autos so etwas von egal.

So kamen wir wenigsten zu einem Walmart und konnten unsere Vorräte aufstocken. Und tanken ging sich auch noch in Kentucky aus, wo der Sprit um ca. 80 Cent/Gal billiger als in Illinois ist.
Weiter ging es bis zum Land between the Lakes. Über die Brücke kommt man hin.

Drüben ist es eh nett, aber jetzt nicht anders als in Südillionois. Von den Seen sieht man nix. Bald war die Prärierunde da. Die kostet gleich mal $5 pro Fahrzeug und man muß es an einem Automaten zahlen, der nur Karten akzeptiert. Die Herausforderung ist nicht die europäische Karte, aber das Terminal, das laut Beschreibung einen Button hat, den es halt nicht gibt. Mehr in Verzweiflung habe ich auf alles geklickt, bis er die Karte angenommen hat. Weil ohne Button schaut er erst garnicht nach, ob da eine Karte ist.
Drinnen sieht man erst einmal Wiese. Das ist auch die Besonderheit, weil 1970, wie das hioer anfing, gab es nur mehr Wald. Daher gab es keine Bisons und Elche mehr, die hier zu Ureinwohners Zeiten in Mengen auftraten. In den 70er Jahren wurden diese Wiesen mit gezielten Waldbränden neu angelegt. Dazu wurde ein großes Gebiet eingezäunt und Bisons und Elche wurden wieder ausgesetzt. Heute darf man da durchfahren.

Nur blöd war, daß es 14 Uhr war und 32°C hatte. Da freut es keinen Elch oder kein Bison in der Sonne zu stehen. Daher war es seeeeehr einsam.

Gegen Ende der Runde an einem Teich wurde Astrid dann doch fündig. Ein schlafender Elch, halb im Wasser.

Und schon war die Runde aus. Ein Minivogel flatterte herum, als wir schauten, wo wir übernachten wollten. Der Vorschlag war neben der Prärie, aber es war noch nicht einmal 15 Uhr.

Die KIs (Gemini und CoPilot) übertrafen sich dann in Dummsinn. Gemini hat sich dauernd mit den Tagen vertan CoPilot hat wieder Stateparks angeboten, die wegen der Tornados 2025 noch renoviert werden. Wir haben uns dann aber aufgrund der nahenden Kaltfront darauf geeinigt den folgenden Tag in der Mammoth Cave zu verbringen. Also quasi wieder zurück an den Startpunkt vor einer Woche.
Am Weg nach Osten haben wir noch versucht die empfohlenen Aussichtspunkte anzusehen, aber auch da sind wir gescheitert. Das sind alles Wanderwege mit dem ‘Höhepunkt’ auf Graslandschaften zu schauen. Die Straßen sind aber hübsch.

Also weiter dem Osten entgegen.

Kurz nach Bowling Green haben wir zufällig den 5. Bucees besucht (Nr. 4 haben wir leider nur gesehen und nicht besucht). Damit war das Abendessen auch schon geklärt: Brisket und Three meets Sandwich. Und Tanken war mit $3.77/Gal das billigste der Runde (auch traurig). Astrid war jedenfalls happy mit dem Test der Haube mit verrückten Hühnern.

Weil alles rund um die Mammoth Caves entweder zu hat oder keinen Strom, mußten wir auf einen KOA ausweichen. Der liegt direkt neben der Interstate und es ist wirklich laut. Schaut aber hübsch aus.

Am Abend haben wir versucht die nächsten Übernachtungen zu buchen, es ist mal wieder Wochenende. Die staatlichen Buchungssysteme sind aber wirklich extrem dumm. Sie lehnen die Abbuchung ab wenn ihnen irgendwas nicht paßt. Löschen alle Daten und meinen, probier es noch einmal. Sagen aber nicht was es ist, was sie stört…