Das Museum of Aviation

Das Motel war schnell geräumt (btw, das kann ich sehr empfehlen) und schon ging es auf der Interstate gegen Süden. Der Verkehr war natürlich gleich viel stärker, es war ja nun Montag. Bei der Navigation zu meinem nächsten Ziel war mir mein TomTom kaum eine Hilfe, denn das Museum gibt keine Adresse an, nur eine Wegbeschreibung (und die könnte von einer Frau stammen). Auffallend war auch, daß die Wegbeschreibung dann nicht mit der Ausschilderung übereingestimmt hat, es führen aber viele Wege nach Rom. Es war jedenfalls wieder eine nette Erinnerung daran, wie das Leben ohne Navi ausgesehen hat: mühsam.

Das Museum of Aviation ist irgendwie seltsam. Einerseits ist es das zweitgrößte Flugzeugmuseum der US-Airforce, andererseits wird es nur von Volunteers erhalten. Trotzdem zahlt man KEINEN Eintritt und es ist für jedermann zugänglich. Gegründet und lange führend im Vorstand wurde das Museum von einer Frau. Also alles anderes als gewöhnlich.

Das Museum besteht aus mehreren Hangars und einigen Freiflächen. Leider sind sie gerade am Umbauen, sodaß nicht alles zugänglich ist. Aber man kann ja nicht einmal eine Preisreduktion verlangen. 🙂

Die Hangars sind in mehrere Bereiche geteilt. Im Haupthangar geht es vorwiegend um große Kriege und deren Flugzeuge: 

Der silberne Militärjet Republic F-84 Thunderjet mit der Kennung FS-604A steht in einer abgedunkelten Ausstellungshalle vor einer gemalten Bergkulisse, abgegrenzt durch ein schwarz-gelbes Absperrband

In einem in die Hälfte gesägten alten Bomber werden einem die ‚Arbeitsbedingungen‘ der Soldaten gezeigt. Der wichtige Bombenabwerfer hatte dabei (wie im folgenden Bild zu sehen) einen weniger gemütlichen Platz:

Die grün lackierte Cockpit-Attrappe eines historischen Flugzeugs in einem Museum zeigt zwei lebensgroße Pilotenfiguren im braunen Lederanzug und mit Brille, während im Hintergrund eine blaue Wolkenwand zu sehen ist

Viele Bilder mit sehr viel Text erläutern die bestimmten Umstände unter denen die Flugzeuge geflogen wurden. So wie auch dieses Bild mit leicht humorigem Text:

Ein historisches Sepia-Foto zeigt ein einmütiges Flugzeug vom Typ C-64 Norseman, das mit der Nase auf dem sandigen Flugfeld steht; im unteren Bildrand steht der englische Text zur Flugmaschine

Zur Veranschaulichung werden die Flugzeuge in einer Standardsituation mit Umfeld dargestellt. Das folgende Flugzeug wird also gerade gewartet:

Im dunklen Ausstellungsraum steht ein olivgrünes Militärflugzeug mit weißer Kennnummer 7 auf der grauen Bodenfläche, während eine lebensechte Wachsfigur im grünen Overall danebensteht und rote Schautafeln mit gelber Aufschrift den Hintergrund bilden

Im Freigelände stehen z.T sehr große Flugzeuge, wie dieser B52 Bomber:

Ein großer, schwarz-olivgrün getarnter Langstreckenbomber vom Typ Boeing B-52 steht auf einer grünen Wiese neben einem grauen Asphalt, im Hintergrund wachsen dichte Laubbäume unter einem blauen Himmel mit weissen Wolken

Ganze Gruppen von Flugzeugen sind dort zu sehen:

Drei graue Militärflugzeuge stehen auf einem asphaltierten Vorplatz am Rand einer Wiese, flankiert von Betonelementen und einem dichten Wald im Hintergrund

Es gibt auch eine eigene Abteilung mit Transportflugzeugen:

Ein ausgemustertes, Tarnfarbenes Transportflugzeug mit vier Propellerturbinen steht auf einer Wiese am Waldrand, im Vordergrund verläuft ein geschotterter Gehweg

Indi wird sich freuen, wenn er ’sein‘ Flugzeug wiedersieht (zumindest das Flugzeug, das man immer über die Landkarten geblendet sieht). Der Hangar wird btw gerade umgebaut.

Ein silbergraues zweimotoriges Propellerflugzeug der U.S. Air Force mit markantem Doppel-Seitenleitwerk steht in einer dunklen Ausstellungshalle, umgeben von weiteren historischen Flugapparaten und einem Hubschrauber im Hintergrund

Diese Blackbird ist nicht irgendeine Blackbird, das ist das Flugzeug, das beide Geschwindigkeitsrekorde (Höchstgeschwindigkeit und Durchschnittgeschwindigkeit) immer noch hält. In der Halle kann man auch Veranstaltungen einmieten. Wollte nicht jemand von Euch immer schon sein Dinner neben dem öltropfenden Triebwerk einer SR71 einnehmen?

Das schwarze Aufklärungsflugzeug Lockheed SR-71 Blackbird steht im hell erleuchteten Gang einer Ausstellungshalle, umgeben von Kordeln und weiteren Flugzeugen im Hintergrund

Draußen am Parkplatz zwitscherte ein Vogel so ziemlich alle nur erdenklichen Melodien herunter. Nach einigem Suchen habe ich den ziemlich lauten Kerl in einem Baum gefunden:

Ein kleiner Vogel mit grauem Gefieder, orangefarbenen Wangenflecken und spitzem Schnabel sitzt auf einer schrägen Astgabel, umgeben von saftig grünen Laubblättern vor einer Baumrinde

Eher selten (weil immer noch im vollen Betrieb) ist so eine B-1B zu sehen. Laut Wikipedia soll dieses Modell (obwohl in den 70er Jahren geplant) noch bis nach 2030 in Dienst bleiben:

Der dunkelgraue Überschallbomber Rockwell B-1B Lancer steht auf einem betonierten Ausstellungsgelände mit asphaltiertem Gehsteig, umgeben von gepflegten Rasenflächen, parkenden Autos und einer US-amerikanischen Fahne am Mast unter blauem Himmel mit weißen Wolken

Das Flugzeugmuseum ist auf jeden Fall sehenswert. Scheinbar haben sie nun seiit einigen Jahren nicht viel getan und nun ist überall der Renovierungs- und Umbauwahn ausgebrochen. Trotzdem sollte man sich das Museum ansehen.

Der restliche Weg bis zu meinem Campingplatz an der Interstate verlief ohne weitere Vorkommnisse. Am Abend wurde wieder der Wetterbericht intensiv studiert und der Entschluß gefällt, daß Kingsland im südlichsten Zipfel von Georgia das nächste Ziel sein sollte.

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