Europa im Herbst war cool und wir hatten mit dem Wetter viel Glück. Trotzdem gab es nur in Spanien ‘kurze Hose Wetter’ und in Europa ist man vorwiegend auf Städtebesuch und nur selten in Landschaften. Das war für ein Jahr super und wir haben auch schon Pläne für ein Europa 2 (Kroatien, Griechenland, Türkei) aber es ist wie Australien: nicht direkt hintereinander.
Daher blieb die Frage zu klären: Wohin 2026? Für Australien 2 müssen wir ein besonderes Timing finden, weil wenn wir uns über den Norden an der Westküste in den Süden vorwagen wollen, wird das Zeit brauchen und aufgrund der deutlich geringeren Bevölkerungsdichte auch Vorbereitung. Afrika ist immer noch auf meinem Plan, aber das kann man auch machen, wenn man weniger Urlaub am Stück bekommt (und Astrid ist sich noch nicht klar, wie sicher das dort ist).
Also kam die USA wieder ins Spiel, wo wir nun schon länger (USA Nord 2023) nicht waren. Damals ging es mit Auto und Zelt von Champaign an der Grenze zu Kanada entlang bis zur Westküste, dort nach Süden bis nach Kalifornien und dann wieder quer rauf nach Champaign. Zuletzt hatten wir schon einen Plan von Champaign an die Ost-Küste, wo wir überlegen mußten wie wir Astrid früher nach Hause bekommen, weil ihr Urlaub damals begrenzt war.
Ein großes Thema bei Astrid ist das Zelt. Sie mag nicht in einem Zelt schlafen, es stresst sie das auf/abbauen, die Wetterabhängigkeit, oder kurz gesagt alles. Jetzt, nach 2 Jahren Camper-Van, wollte sie nur in die USA, wenn es auch dort für sie einen Camper-Van gibt. Nur die gibt es in den USA praktisch nicht. Es gibt relativ große RVs, wo man i.A. pro gefahrener Meile zahlt und die auch noch sowas von nicht günstig sind. Die wenigen Camper-Vans, die man findet, sind entweder steinalt (z.B. Travellers Autobarn) oder nahezu doppelt so teuer wie ein RV. Und dabei ist die Ausstattung dann wie in Australien extrem schwach, nicht wie das Ding, das wir in Europa hatten. Was also tun?
Astrid hat sich dann noch einmal auf die Suche gemacht und Angebote gefunden, die aber nur auf den ersten Blick halbwegs günstig waren. Da kamen dann Zusatzgebühren für Versicherungen und Co dazu und schon war der Preis wieder unerschwinglich. Wir haben aber überrascht festgestellt, es hängt sehr stark davon ab, wo man ein RV bucht. Nicht bei welchem Anbieter, sondern an welchem Ort. In Chicago sind die RVs extrem teuer, in Kalifornien sind sie billiger und dort finden sich auch die Camper-Vans und nun zur Überraschung, in Miami sind sie extrem viel billiger. Ich habe daher wieder beim ÖAMTC geschaut und war dann überrascht. Gerade jetzt gab es eine Jahreswechsel Frühbucheraktion mit unbegrenzten Meilen und 30% Rabatt. Inkl. aller Versicherungen ohne Selbstbehalt. Also haben wir binnen Stunden alles gechecked und gebucht.
Es geht daher im Herbst nach Miami und von dort an der Ostküste bis in die Nähe der kanadische Grenze (oder auch ein Stück nach Kanada), dann über die geplante Route nach Champaign und dann wieder zurück nach Florida, wo wir den Urlaub bei sonnigem Wetter am Strand zu Ende gehen lassen wollen. Oder alles ganz anders, wenn es uns plötzlich woanders freut oder das Wetter uns umstimmt. Wobei im RV sind wir ein weniger wetterflexibler, weil es hat für Astrid eine Klimaanlage und für mich eine Heizung. Aber so irgendwie kann es vielleicht ausschauen.
Und wenn wir vom RV sprechen: Es ist ein 25ft RV und Astrid meinte, ich soll mich nicht so anstellen, 7,5m ist doch auch nicht viel länger als der 6m Camper-Van. Sie hat aber bereits im Vorfeld darauf verzichtet, damit zu fahren.