Heute haben wir den Tag echt voll gepackt, obwohl hier alles um 15:30 dicht macht.
Zugegeben, wir hatten einen Wecker und wir müssen mit dem RV kein Zelt abbauen. Aber dafür waren wir recht flott unterwegs, wobei Aussies haben es auf Straßen nicht eilig. 60 ist normal, 80 auf den bisherigen Landstraßen und 100 auf einem Stück Autobahn. Und ja, nicht mi, km/h. Das kommt unserem Kastenwagen entgegen, weil ein Sprinter ist er nicht. Es ging also den Berg rauf nach Kuranda. Man kann da auch die Eisenbahn oder die Skyrail (Seilbahn) nehmen, aber da werden sie unverschämt teuer. Astrid meinte: Du willst doch sicher üben? Und schon fuhr ich mit dem Ding auf der linken Straßenseite auf einer Bergstraße. Rauf auf den Berg war eh nicht schlimm, erst im Nationalpark wird es eng. Astrid beschwert sich, daß das Fotographieren auf der linken Seite herausfordernd ist. Ja, ja, sie will nicht Fahren.

In dem Dörfel angekommen haben wir geparkt (spannend mit dem Ding) und sind zu Fuß zum Village gegangen, wo die drei Zoos nebeneinander sind. Die Schmetterlingswelt ist echt klein, also sind wir bei Vögeln und Koalas geblieben. Kann man im Doppelpack kaufen. Der Typ an der Kasse war echt Aussie-entspannt. Oder anders gesagt: Das Zeug will ich auch haben. ![]()
Innen ist die Vogelwelt ein riesiges Aviary, wo man rumgehen und füttern darf.

Das Wetter war echt schön (zumindest ich finde sonnige 31°C schön) und daher war auch meine echte Kamera dabei.

So ein echtes Tele-Zoom bringt schon mehr Spaß in Zoos.

Gleich neben an (und das ist wörtlich zu nehmen) leben die Koalas. Die kann man ansehen, oder gegen Aufpreis streicheln oder gegen mehr Aufpreis halten. Astrid wollte halten, aber ich war kein Fan von dem Preis und man hätte ganz schön warten müssen. Daher ‘nur’ die normalen Dinge eines Zoos: Krokodile und Koalas.

Eidechsen leben hier einfach so wild im Känguru Gehege.

Das Wombat war sehr müde und brauchte einen Teddy zum Schlafen.

Und sage niemals Känguru zu dem Kleinen, das ist nämlich ein Quokka.

Die Kängurus waren auch eher wenig aktiv. Man hätte die gratis füttern können, nur wollten die lieber im Schatten pennen.

Ein kleiner Nacht-Zoo schließt den Zoo dann ab. Sehr große und schöne Gehege, insgesamt aber ein Klein-Zoo.

Irgendwie hat man den Eindruck, wenn man etwas anders machen kann, wird es ein Aussie auch anders tun. Sie fahren nicht nur links, sie nennen Sachen auch anders. Burger King heißt hier Hungry Jack, McDonalds läuft lieber unter Macca, Axe heißt Lynx und da finden wir sicher noch einiges mehr. Spannend sind auch die Straßenschilder. Warum sollte man einen Zebrastreifen auf einem Schild auch so darstellen (schau genau, das sind zwei Füße).

Wir sind zu den Barron Falls gefahren. Da geht kein Shuttle hin, da fährt man mit dem Auto. Die 20 Parkplätze reichen aber völlig aus, es waren kaum 5 davon belegt. Von der oberen Aussicht sieht das dann so aus.

Man kann noch zu einer unteren gehen, wo einen auch der Zug hinbringen würde. Das schöne an dem Weg ist, daß man auch gleich einen Regenwald Tree-Top-Weg hat, weil der Weg in schwindelnder Höhe auf Brücken geht.

Das Gehen zahlt sich aber aus, denn die Aussicht von unten ist schon wesentlich besser. Leider sieht man noch besser, daß da Wasser fehlt. Das liegt daran, daß sie das meiste Wasser in ein Kraftwerk leiten…

Hier die Schmalspurbahn, die man auch nutzen könnte.

Über eine noch schmalere Straße kommt man zur Aussicht des Barron Gorge. Am Parkplatz haben wir auch ein Turkey-artiges Tier gefunden. Nur hübscher!

Von da ging es den Hügel runter, wieder auf die Autobahn nach Cairns zum Aquarium. Dort gibt es nur normales Straßenparken, dafür 3 Stunden gratis. Wir waren daher bemüht in einen normalen Straßenquerparker zu passen. Der war dafür genau vor dem Eingang.

Das Aquarium ist definitiv nicht billig, nicht besonders groß, aber wirklich toll gemacht mit sehr großen und gut gepflegten Becken.

Einmal mehr zeigte mein Handy, wie brav es in dunkler Umgebung seinen Dienst tut.

Natürlich gibt es einen großen Bereich über Rifffische, inkl. Steinfisch, der der giftigste Fisch der Erde ist.

Am Ende werden die Becken immer größer und sind sicher über 20m tief. Da kann man die Becken aus mehreren Stockwerken betrachten. Und natürlich dem obligatorischen Tunnel.

Wer gut zoomen will, greift dann doch zum echten Tele.

Damit hatten wir die magische Sperrstunde in Australien erreicht, wir sind Richtung Einkaufszentrum losgefahren. Am Weg noch ein Stopp an der Esplanade, weil das Meer gar so schön war.

Im Einkaufszentrum hatte heute endlich der Handy-Shop offen und wir konnten uns zwei eSIMs günstig (aber definitiv nicht schnell) kaufen. Jetzt haben wir für wenig Geld Daten am Handy (wenn der Campingplatz mal nichts anbietet oder zu langsam ist). Eine Stunde später hatte Astrid so Hunger, daß wir den Subway besucht haben (kostet weniger als die Hälfte als in Österreich) und wir sind wieder an den Strand zum Essen gefahren.

Bei Sonnenuntergang (auch kurz nach 18 Uhr) sind wir zum Campingplatz zurückgekehrt, Wäschewaschen scheiterte jedoch an Münzen. Wir haben bis jetzt noch kein Bargeld gebraucht.