Auf zum Rainbow Beach

Das waren wieder einmal einige Kilometer, aber wieder einmal war auch nichts zu sehen. Da waren nicht mal Ansiedlungen.

Der Start war schon nicht ganz einfach, denn in Australien sind die Öffnungszeiten …. na sagen wir anders. Alles sperrt spät auf, macht manchmal Mittagspause, macht aber auf jeden Fall sehr früh zu. Nach 16 Uhr ist alles nur mehr Hoffen und Beten, Supermärkte haben bis 18 Uhr oder ganz große auch bis 20 Uhr offen. Unter der Woche. Manche Geschäfte machen auch am Sonntag auf. Da sind die Öffnungszeiten noch kreativer. Wir haben schon Geschäfte gesehen, die haben Sonntags von 10 bis 11:30 offen. Keine Ahnung ob es sich für die Angestellten überhaupt auszahlt, ein Geschäft für 1.5 Stunden aufzusperren. Wir wollten jedenfalls heute (Sonntag) noch Getränke kaufen. Nur blöd, die Supermärkte machen da um 10 Uhr auf. Nur Aldi ist mit 9 Uhr quasi das Vorbild. Also sind wir dorthin gefahren. Macht auch Spaß, weil man mit den 2.8m Höhe nicht so toll parken kann, weil Aldi hat eine Tiefgarage. Man findet dann doch auch einen normalen Parkplatz. 10 Minuten gewartet, es standen schon echt viele und haben gewartet und um 9 Uhr stürmten alle rein.

Der Aldi hier ist echt gut, hat Markenware und von allem eine echt große Auswahl und kann mit einem mittleren Woolworth oder Coles mithalten. Das haben wir also geschafft. Dann wollten wir zu GYG (Guzman y Gomez) frühstücken gehen. Pustekuchen, da waren alle Parkplätze voll, selbst beim Bäcker nebenan standen sie schon. Also kein Frühstück, die Fahrt konnte beginnen.

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Die heutige Strecke führt quasi noch mehr durch absolutes Nichts als nördlich von Rockhampton. Da sieht man echt lange  nicht einmal eine Siedlung. Wir haben uns daher zu einem kleinen Umweg entschlossen und sind nach Gladstone mit einem kleinen Umweg gefahren. Dort gibt es tatsächlich einen Macca (McDonalds) und einen Hungry Jack (Burgerking). Und es gab auch noch einen GYG. Wenn wir schon einen Umweg fahren sollten, dann wenigstens zum GYG. Die Einfahrt aus dem Norden ist jedoch ziemlich ernüchternd. Ein riesiges Kohlekraftwerk mit Kohleverladehafen.

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Der GYG war leider im einzigen Shoppingcenter und das hat nahezu nur Garagenparkplätze mit einer Höhe von 2.1 oder 2.5m. Blöd, daß wir 2.8m hoch sind. Nach ein wenig kurven dann doch einen Parkplatz bekommen und ab zu GYG. Frühstück war natürlich aus, aber ein Cali Burrito (statt Reis und Bohnen Pommes) geht immer. Da hatten wir aber noch Glück, denn die nette Dame erinnerte uns, daß sie den letzten Tag vor der Renovierung offen haben. Die südliche Ausfahrt war dann dörflicher und nicht mehr ganz so hässlich.

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Auf der A1 wurde es dann ganz einsam, es kamen nicht einmal mehr Dörfer oder Siedlungen vorbei.

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Erst in Gin Gin fängt die Zivilisation quasi wieder an. Man vermutet btw, das stammt von chin chin = dichtes Gestrüpp. Jedenfalls sind da heute Orangenbäume.

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Ein überraschend hübsches Städtchen ist Maryborogh, wo wir die A1 verlassen haben, um zum Rainbow Beach zu kommen. Ein Flüsschen, ein Stadtzentrum mit Geschäften, die nicht verstorben sind, einfach nett.

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Danach geht es einige Kilometer auf schnurgeraden Straßen und danach ändert sich die Landschaft radikal. Links und rechts unendliche Pinienwälder. Es geht dann auch noch Hügel rauf und runter. Die Pinien sind hier nicht heimisch, sondern sind Plantagen, damit sie die auch in Australien beliebten Holzhäuser auch bauen können. Nun soll dort eine riesige Windkraftanlage eingebaut werden, den vielen ‘no forest wind’ Schildern zu folge, ist das aber wohl noch umstritten. Wenn ich aber das riesige Kohlekraftwerk sehe und nun weiß, daß die Pinien alle gepflanzt sind, würde ich mich nicht so sehr aufregen. Aktuell leben hier (dem Schild zu Folge) wilde Pferde und Kängurus.

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Die Straße ist uneben wie Sau, aber die guten 90km machen Spaß zu fahren. Nur hat man wegen der Pinien irgendwie nicht so sehr das Gefühl in Australien zu sein.

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Der Campingplatz liegt direkt am Strand des Great Sandy Strait. Wer ein Boot hat oder fischen will, ist da ganz sicher gut aufgehoben. Wir haben vorwiegend die Ruhe und die schöne Aussicht geschätzt. Da gerade Ebbe war, waren jedoch die meisten Boote ‘leicht bewegungseingeschränkt’.

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Da die Sonne endlich mal nicht hinter einem Hügel verschwunden ist, konnten wir den ersten g’scheiten Sonnenuntergang in Australien fotographieren. Hier halt aktuell um kurz vor 18 Uhr.

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Astrid hat wieder ein Insektenproblem. Sie hat daher heute Stufe 2 des Antiinsektensystems gestartet.

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Morgen geht es durch zwei NPs in die Nähe des Australien Zoos (Steve Irwin).