Das nette kleine living Museum in Tifton habe ich erst einmal 2010 gesehen, Astrid noch gar nicht. Also nichts wie hin; bei strahlendem Sonnenschein gibt es kaum etwas Hübscheres.
Der KOA macht viel Reklame für einen Obststand, der nur wenige Meilen entfernt ist. Soetwas können wir und natürlich nicht entgehen lassen. Also sind wir gleich in der Früh hingefahren. Es war gerade Erdbeer Peak Season. Man konnte seine Erdbeeren selbst pflücken (für 1.5$/lb) oder in großen Körben kaufen. Wir haben uns für einen halben Korb entschieden, der uns immer noch Tage mit extrem guten Erdbeeren versorgt hat.

Wirklich beachtlich sind die Zwiebel. Das Stück zu gerade mal 99 Cent. Wer hat schon einmal so große Zwiebel gesehen?

Solche Zwiebel sind nun auch bei uns, wir müssen das Ding aber noch verkosten. Was für ein super Stand, da müssen wir wieder hin!

Man soll seinem Navi NICHT vertrauen, wenn man zum Agrirama will, denn der Eingang ist im Prinzip ganz wo anders, als die Adresse des Museums andeutet. Man soll also lieber den Schildern auf der Interstate folgen. Das Wetter war jedenfalls hervorragend!

Das Hauptproblem war, daß das living museum an dem Tag nur wenig gelebt hat. Es gab ein paar nette alte Damen in Häusern, die die vorgegebenen Geschichten erzählt haben, aber bei den echten Shops war eigentlich nichts los. Was für ein Glück, daß wir eine geladene geführte Gruppe getroffen haben, für die alles aufgemacht wurde. Der Schmied hat Ringe geschmiedet und gezeigt, wie man fake Schlangen macht, um Tiere abzuschrecken.

Dann ging es weiter zur Maismühle, die nicht nur in Betrieb genommen wurde, sondern wo wir selbst unseren eigenen Maisgries hergestellt haben.

Der Job des Müllers war aber kein Ganzjahresjob. In der Mühle hat daher der Müller auch den Job des Richters und Rechtsexpeten übernommen. Und wie hat man seine Mühlkosten als Bauer bezahlt, wenn man sein Mehl selbst noch nicht verkauft hat? Man gab 1/8 seines Mehl an den Müller ab.

Die Eisenbahn läuft leider nur jeden Samstag, also haben wir das nicht gesehen. Wir waren nach der Gruppe so mutig und sind zu den alten Farmhäusern gegangen und haben uns ergeben die Geschichten der alten Damen angehört.

Wir sahen die Schule, die zur Kirche umfunktioniert wurde und wir sahen die eigentlich wirklich kleinen Häuser der alten Bauern. Aber wenigstens die Aussicht war toll. Wer will da nicht aufwachen?

Danach ging es weiter nach Chattanooga, denn wir mußten in den Norden, um unsere Sachen nun doch im Osten zu lagern. Also Meilen machen. Hier queren wir gerade Nashville.

Wir kamen bei wolkenlosem Wetter in Chattanooga an und konnten völlig alleine campen. Das ist einfach ein genialer Tag. Aber natürlich konnte es nicht so bleiben, der Wetterbericht hat uns dann sehr wenig begeistert.