Miami Zoo

Das Wetter war wolkig, aber der Vorhersage nach trocken. Also sollte es wenigstens nicht so warm im Zoo sein. Eine Annahme, die so nicht ganz gestimmt hat. Gleich vorweg wieder den Dank an M…A als Spender dieser Attraktion.

Der Zoo wird wiedereinmal umgebaut, sodaß der Eingang nur provisorisch ist. Der neue Eingang bekommt auch einen neuen Bereich über die Everglades dazu und wird noch dieses Jahr eröffnet. Den Eingang aber zu finden war jetzt nicht so ganz einfach, weil mein TomTom einen Superauszucker hatte. Ich suchte nach einem Zoo in der Nähe: Nix. Ich suchte nach einer Touristenattraktion: Nix. Ich suchte nach dem Namen: Nix. Also die Adresse rausbekommen und die eingegeben: Nix. Die Straße gibt es nicht. Das Problem in Miami ist, daß sie gerne als Ort Miami hinschreiben, obwohl es technisch ein Subdörfel wie Homestead ist. Das mag TomTom garnicht. Also bin ich nach gut Glück hingefahren, denn ich war ja schon mal da. Nicht der direkteste Weg, weil sie ihre Schilder auch nur von einer Seite haben und nicht von beiden, aber Fahren und nach Schildern Ausschau halten funktoniert immer noch.

Der Zoo ist so groß, daß er eine Einschienenbahn hat (gegen Extrageld) oder man sich Rikschas ausborgen kann. Wäre ja eine gute Idee gewesen, da es zwar nur halbsonnig war, aber voll heiß und schwül. Sie nehmen dort aber 60$ für eine Rikscha. Also blieben wir bei der zu Fußvariante.

Nach dem Eingang wird man auf amerikanische Art darauf hingewiesen, daß man lieb zu Tieren sein soll.

Los ging es in Asien (der Bereich) mit dem riesigen begehbaren Vogelgehege. Sowas sollte jeder Zoo haben.

Der Wasserbereich ist auch von unter Wasser aus zu sehen. Und keiner der Vögel hat Menschenangst. Sie sitzen da einfach rum.

Die Otter haben zwar nur ein kleineres Gehege, aber sie haben viele Möglichkeiten zwischen Wasser und Steinwänden zu wechseln.

Man hätte hoffen können, daß es mit weniger Sonne mehr Bewegung bei den Tieren gibt. Da es aber sehr warm und schwül war, war diese Hoffnung ziemlich unbegründet. Nur bei den Löwen war echt Bewegung drinnen. Keine Ahnung warum sie nicht schlafen konnten, aber es war gut anzusehen.

Da die Sonne immer wieder ganz durchkam und sonst zumindest durchlugte, saßen die Tiere naturgemäß im Schatten.

Oder sie waren in der Nähe eines Wassers. Der Zoo hat so große Gehege, da kann man es sich als Tier echt aussuchen wo man sein will.

Nur mal als Beispiel für ein Gehege für Hörndelvieh.

Zwischendurch rennen auch Tiere rum, die freiwillig dort sind. Zum Beispiel jede Menge an Eidechsen, zum Teil auch echt große.

In Afrika haben sie große Menschenaffengehege, wo sie sich offenbar auch wohlfühlen.

Wobei was mir der Affe mit seinen Gesten sagen wollte, will ich nicht wissen.

An Hörndelvieh mangelt es üblicherweise in Afrika nie. Daher gibt es auch genug Gehege mit Gehörtem.

Iguanas gibt es in Florida wie bei uns Tauben. Irgendwer hat sie mal ausgelassen und seitdem vermehren sie sich explosionsartig. Daher gibt es sie auch im Zoo.

Überall haben sie soviel Grünzeug gepflanzt, man könnte glauben, man ist in einem botanischen Garten. Und wenn es Bromelien sind.

Die Giraffen hatten absolut keine Lust sich füttern zu lassen. Die blöden Blätter konnte sich die Wärterin selbst futtern. Daher konnten sie nur die Besucher um Entschuldigung bitten und die Fütterungskosten wurden nicht kassiert.

Auch Elephant und Rhino haben dort genug Auslauf. Sie bekommen auch ganz offensichtlich ihr Heu.

Das Lama ist einfach nur stolz. Hält sich wohl für einen Löwen.

Der neuere Teil des Zoos ist besonders für Kinder gedacht. Viel zum Angreifen, viele Modelle, weniger Tiere und wenn i.A. kleinere aber anders angelegte Gehege. Rund um den See kann man auch einfach nur spazieren gehen.

Sie haben auch ein großes Stadion, wo sie verschiedene Tiere vorführen. Vom Papagei, über den Leopaden bis zur Ratte.

Für die Schlangendemo wurde Astrid als Helferin ausgewählt!!!

In Australien hatten sie gerade einen neuen Koala, der aus San Diego kam. Hier in Miami wird mehr persönlich mit der Hand gemacht. Das mochte der Koala so garnicht. Aber sie sind zuversichtlich, daß das bald klappen wird. Fotos von dem Kampf habe ich keine, dafür von Wildhunden, Schweinen und Affen.

Schon Richtung Ausgang fanden wir eine Eidechse in der Nähe des Tapirs. Es war mehr als nur warm genug um Schwimmen zu gehen.

Am Heimweg mußten wir noch Halt an einem Obststand machen. Die gesamte Gegend von Homestead lebt vom Ackerbau. An einigen Ständen wird Obst und Gemüse frisch vom Feld verkauft. Wir haben uns neben Tomaten für eine Ananas entschieden. Wer hatte sowas geniales schon einmal???

Die Farbe ist echt, nicht nachgeholfen. Und sie schmeckt wie sie aussieht. Nicht zu vergessen wie sie riecht…

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