Die Gila Cliff Dwellings

Eine Fahrt durch viel Wald, Hügel und die uralten Wohnungen der Ureinwohner. Ein wirklich hübscher Tag abseits der Menschenmassen.

Die Gila Cliff Dwellings sind schön, die Anfahrt ist aber zumindest genau so schön. Eine kleine Straße windet sich über Berg und durch Tal durch Wälder und Wiesen. Das ist absolut genial.

Das Wetter hat zwar etwas herumgewolkt, es war aber auf der ganzen Fahrt kein Problem. Die Fotos gewinnen höchstens an spannendem Himmel.

Auch die Aussichten ins Tal (man fährt da sehr rauf und runter) haben echt etwas.

An dieser Stelle ist es wieder einmal Zeit meiner ‘Autokamera’ zu danken. Ich habe bis jetzt meine alte Lumix noch nicht einmal montiert, denn Astrid macht mit meiner neuen Lumix geniale Fotos. Sollte sie einmal eingeschlafen sein (was natürlich niemals passiert Eye rolling smile), kann ich immer noch mein Z5 verwenden. Das diesjährige Auto hat leider fast keine Fläche wo es nicht innen spiegelt. Darüber aber mehr bei der Vorstellung des Autos. Astrid kann auch unterwegs völlig andere Fotos schießen als ich sie mit der kleinen Lumix machen könnte.

Unterwegs kommt man auch an verschiedenen Bächen und Flüsschen vorbei, wo man Angeln und Campen kann.

Astrid mußte dem Vorbild des Anglers mit seinem Hund folgen und ist ins Wasser gegangen. Nachher waren zwar ihre Beine ob des kalten Wassers taub, aber sie geht das eben mit Eifer an.

Nach knappen zwei Stunden erreicht man das Visitor Center des NM. Dort hängen Futterspender für Kolibries und ich kam mit einiger Mühe zu ein paar Schnappschüssen.

Zu den Cliff Dwellings muß man ein wenig zu Fuß gehen. Zunächst geht es über eine Brücke und dann einen Bach entlang.

Vom Bach hat man den ersten Blick auf die Dwellings. Da fehlen noch ein paar Höhenmeter.

Blumen sind jetzt im Frühling noch zu finden.

Astrid hat sich dieses Jahr vorgenommen auch Wanderungen ohne Murren zu meistern. Sie ist bis jetzt echt genial dabei! Man vergleiche Ihr Gesicht bei der Steigung (links und rechts) zu dem vor drei Jahren beim Walnut Canyon (Mitte).

Bei den Dwellings war nur eine Volontierin, die gerade Schluß machen wollte. Sie hat uns aber noch auf die Schnelle eine Privatführung durch die Häuser gegeben. Mit der neuen Kamera lassen sich da noch ein paar Dinge mehr raus holen.

Viele Dinge an den Bauten sind heute noch ungeklärt. Man vermutet, daß die Eingänge nur über Leiter frei waren, alle anderen Löcher sind Fenster. Sie glauben auch, daß die Holzstangen Teile eines Balkons waren. Leider gibt es aus der Zeit keine Aufzeichnungen. Die Dauer des Aufenthalts wird auch auf eher kurz (so um die 20 Jahre geschätzt). Die Höhle selbst wurde sicher schon viel länger genutzt, denn die Rußspuren an der Decke sind unverkennbar. An den Mauern gibt es keinen Ruß.

Die Mauern waren mit Farbe verziert, aber die ist in den letzten 100 Jahren völlig verschwunden; genauso wie viele Fundstücke von Töpferei und Schmuck. Einzig die Handabdrücke im Lehmputz sind immer noch zu sehen. Wenn man es weiß.

Am Ende des letzten Hauses kann man entweder umkehren und alles wieder zurück hatschen ODER man nimmt die wacklige Holzleiter.

Von außen lassen sich noch einige sehr schöne Fotos schießen, wobei der Kontrast zwischen Höhle und grellem Sonnenlicht schwer zu beherrschen ist.

Der schöne Weg ins Tal ist derzeit leider garnichtmehr so schön, da der Wald an der Stelle komplett niedergebrannt ist. Hoffentlich wächst der bald wieder nach.

Der weitere Weg nach Las Cruces geht wieder durch den Wald, nur die Straße ist breiter. Man könnte auch noch einen etwas längeren Weg bis zur I25 nehmen, aber der ging sich zeitmäßig nicht mehr ganz aus. Zudem sahen die Wolken auch immer bedrohlicher aus.

Wir haben aber so noch zwei sehr nette Seen kennengelernt, die natürlich ur amerikanisch zum Angeln verwendet werden.

Auf der I10 haben uns dann doch ein paar Schauer erwischt, in Las Cruces sah es aber so aus, als würden uns die Gewitterzellen verfehlen.

Wir gingen sogar in den Pool, denn bei 93°F ist das voll angebracht. Lautes Grollen hat uns dann aber doch zum Rückzug getrieben. Wie wir gerade in der Wäscherei waren, brach draußen die Hölle los. Wir haben daher auf das geplante Grillen verzichtet und sind zu Taco Bell gegangen. Dort wurde nun auch Astrid fündig und sie mag weiche Tacos mit Hühnchen.

Die Nacht verlief ruhig und ich konnte sogar noch in Ruhe meinen Bericht unter einem Sternenhimmel schreiben.

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