Das Problem in der Gegend ist, daß es bei den Nationalparks i.A. ar***-kalt ist und dort zelten nur im Hochsommer oder für Inuit geeignet ist. Nicht das ich es nicht schon gemacht und überlebt hätte, aber z.B. nach Zion auf dem Weg zu Bryce ist ein hübscher Campingplatz gleich neben einer Pferdekoppel. Nur dort friert es fast jede Nacht. Hinter Bryce ist es dann wieder kuschlig warm, aber mitten drin ist es schlimm. Daher haben wir uns dieses Jahr auf eine Runde geeinigt, damit wir wieder im warmen Cedar City übernachten können.
Das Temperaturproblem läßt sich aber auch recht einfach erklären. Die Gegend ist einfach ur hoch. Unser höchster Punkt der Runde waren 3145m.

Vom Campingplatz war es nicht weit auf die Interstate und von da nur ein paar Meilen den Berg runter zum ersten Stopp der Runde. Die Kolob Canyons. Die gehören zwar praktisch zum Zion NP, fühlen sich aber doch sehr als alleinstehendes Denkmal. Schön genug wäre es, aber der Scenic Drive ist nur 5mi lang. Ein kurzes Vergnügen. Blöd vorallem für die, die nur von der Interstate schnell reinschauen wollen, denn der Eintrittspreis ist für den gesamten Zion Park 30$. Mit unserem Jahrespaß war es aber eh egal.
Das Licht am Vormittag ist echt unbrauchbar. Daher sind es nur wenige Bilder, die die Schönheit der Canyons nur erahnen lassen. Hier die Einfahrt.

Dann kommt man zur genialen Aussicht der ersten Riesen, aber da hat man volles Gegenlicht und man sieht einfach nix. Erste gegen Ende der 5mi wird das Licht besser. Das kann dafür aber echt was.

Die Bäume wachsen auch dort ungeniert aus dem blanken Felsen.

Ein paar Schnappschüsse am Weg nach draußen sind sich dann noch ausgegangen.

Angestachelt noch mehr von den Canyons zu sehen, wollten wir auf die Kolob Terrace Road fahren. Nur leider, da sind gerade Bauarbeiten. Nach dem geschätzten ersten Drittel muß man umkehren. Wir hätten ja sogar das Glück gehabt, während der Durchfahrtszeit von 12 bis 1 anzukommen, aber erstens hätten wir trotzdem eine halbe Stunde warten müssen und wir hätten erst wieder ab 4 runterfahren können. Nope, dann lieber umkehren.

Die Fahrt zum Haupteingang des Zion NPs war auch nicht sehr lange. Das kleine Dorf davor lebt wohl ausschließlich von den Touristen und sieht genauso aus. Aber schon kurz danach wird die Gegend hübsch.

Wir sind an dem Tag nur durch Zion durchgefahren. Kein Besuch des Canyons, aber das wäre auch mühsam gewesen. Der Hauptparkplatz war voll und man mußte im Dorf parken. Von dort mit einem Bus zum Hauptparkplatz und mit einem anderen Bus in den Canyon. Ob sich so ein Besuch an dem Tag noch ausgegangen wäre, ist eher unsicher. Die Straßen des Zions NP sind aber eh viel schöner.

Im Park selbst war überraschend wenig los. Es gab bei allen Ausfahrten viel Platz, meistens stand man alleine oder höchstens zu zweit. Keine Ahnung was die anderen alles getan haben.

Die Wolken waren heute überhaupt nicht störend, sie gaben den Fotos noch mehr Pepp. Nach dem Tunnel, das sie immer noch wechselseitig sperren weil es den US Fahrern zu eng ist, werden die Felsformationen noch interessanter.

Überall sind Rinnen im Stein, manchmal auch Arches.

Gegen Ende von Zion, gibt es die Felsen auch in weiß. Hier Checkerboard Mesa.

Sehr interessant ist der Navajo Lake. Er hat Abflüsse in zwei verschiedene Flüsse, wobei ein Ende in die Wüste geht und dort versickert.

Unser letzter Halt war bei Cedars Break NM. Ich nenne es das kleine Bryce. Es ist viel kleiner, aber konzentriert hübsch. Unglücklicherweise aber bei über 3000m Höhe immer kühl bis kalt. Der Ausblick zahlt sich aber auch echt aus.

Auch die Details sind wirklich beachtenswert. Einfach nur schön. Außer man ist wie Astrid, die meint: Steine eben.

Die Abfahrt zurück nach Cedar City ist nur 17mi lang, aber man verliert ca. 1800 Höhenmeter. Da geht es ziemlich runter! Da sollte man wissen, wie man die manuelle Schaltung in seinem Auto bedient. Der Passat war btw der erste, wo ich die Bedienungsanleitung lesen mußte. Und dann war es noch nicht so wirklich klar, denn die ganzen Möglichkeiten hat meine Spartacusvariante nicht. Eine Möglichkeit geht aber doch, wenn man es weiß: Während der Fahrt und nur im D kann man den ganzen Hebel nach rechts drücken und ihn nach vorne und hinten ‘klicken’ zum Schalten. Abartiger geht es nicht mehr.