Labour Day

Der Tag, den man als Tourist und Camper in der Freien Wildbahn vermeiden will, weil zum offiziellen Sommerende alle nach draußen drängen. Also sind wir brav in der Stadt geblieben und haben die Parade von Champaign besucht. Dazu ist downtown gesperrt und alle Gewerkschaften und Schulen ziehen dort vorbei. Parken ist da etwas schwer, also haben wir ein wenig nördlich geparkt und sind durch den West Side Park zu Fuß gegangen.

Am Virginia Kino vorbei, wo es immer noch Filmfestivals gibt.

An der Hauptstraße in downtown haben wir uns auf den Sesseln einer Brauerei niedergelassen und haben auf den Anfang der Parade gewartet. Es war wieder ein sehr warmer Tag mit 34°C, sodaß wir natürlich im Schatten saßen. Und schon bald ging es los.

Gerade wie die Gewerkschaft der Eisenarbeiter ihren Stahlpfosten aufgestellt haben, entwickelte sich ein Streit zwischen zwei Frauen am Rand, bis einer der zugehörigen Männer meinte, er hat eine Waffe und wenn das nicht aufhört, nutzt er sie auch. Die Polizei war in unter 30 Sekunden vor Ort und im Endeffekt wurde eine der Frauen in Handschellen abgeführt. USA live… Der Gewerkschafter hat dann seinen Pfosten erklettert und es ging heiter weiter.

Das spannendste an der Parade für Kinder sind die geworfenen Süßigkeiten. Da stürzen sich alle wie die Geier hin. Zum Glück wurde keines der Kinder von einem Paradefahrzeug überfahren.

Auch Frank war erfolgreich und konnte etwas ergattern. So sind die jungen und alten Kinder begeistert. Winking smile

Die Schulen haben dann ein wenig Action der anderen Art gebracht, denn wie es sich für die USA gehört, waren Marching Bands da.

Nach einer Stunde war alles vorbei, alle haben ihre Klappsessel eingepackt und sind zum Park gegangen, denn da gab es eine riesige Hüpfburgansammlung und gratis Snacks. Nach einem Besuch bei einem Freund von Frank (Rick) mit Popcorn und BBQ Gewürz ging es zurück, um die Ribbs für das Labour Day Dinner vom Smoker zu retten.

Weiter ging es nach Allerton Park, wo uns Astrid mit ihrem angeschlagenen Bein nicht begleiten konnte. Die Geschichte des adoptierten Sohnes (der sein Liebhaber war) und der beleidigten Gattin (was verständlich ist) habe ich schon beim letzten mal 2017 beschrieben. Heute war es nur erheblich wärmer, dafür ein wenig mehr wolkig.

Inzwischen hatten sie das Problem, daß das Geld für den Erhalt gefehlt hat, weil es die Universität für andere Dinge verwendet hat. Es konnte geklärt werden, was man wofür verwenden darf und sie haben begonnen, das Gelände zu vermarkten. Es gibt jetzt Events, wo sie Alkohol ausschenken dürfen (Dank Gesetzesänderung) und können das Haus nun renovieren. Schaut schon recht gut aus. Auch der Garten wird umgestaltet.

Hierzu ein kleiner Vorgriff zu einer Technikecke. Ich bin dieses Jahr mit dem brandneuen Sony Xperia 1 V unterwegs und die Kameras sind so viel besser geworden (im Vergleich zu meinem Xperia 1 II), daß ich bisher alle Fotos völlig unbearbeitet in den Blog gestellt habe. So auch diese zwei Nahaufnahmen!

Wir sind jedenfalls noch zum Sonnenanbeter gefahren, aber just da haben sich ein paar dunkle Wochen zusammengezogen.

Zurück ging es über normale Landstraßen. Der Höhepunkt des Tages stand uns aber noch bevor: Frank’s smoked Ribbs mit baked beans, sweet corn and potato salad. Was für ein Abschluß des Tages!

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