Little Big Horn Battlefield NM und Devils Tower NM

Was für ein interessantes Problem. Wir waren in angenehmem Sonnenschein und unser Ziel sollte heute sehr bewölkt sein. Was tun? Mehr Zeit in der sonnigen Gegend verbringen. Nur wie? Es fand sich im Laufe des Tages eine Lösung dafür.

Die restlichen Wolken des Frühstücks hatten sich schnell verzogen und wie das Zelt weg war, gab es nur mehr strahlend blauen Himmel. Am Ziel sollte es den ganzen Tag rumwolken. Was tun?

Zuerst dachten wir über den lokalen Zoo nach, aber der war doch zu mickrig. Dann wollten wir Adventure Golf spielen gehen, aber zum Glück hat uns ein rascher Blick auf die Homepage noch rechtzeitig verraten, daß die erst um 4 Uhr nachmittags aufmachen. Also gleich losgefahren, noch ein wenig eingekauft und auf die Interstate. Da lese ich Little Bighorn Battlefield. Den Kampfdingern bin ich bisher ausgewichen, aber reinschauen kann man doch. Oder? Und dann sehe ich, genau an meiner Ausfahrt, liegt auch das Battlefield. Na dann mal schnell reingeschaut.

Mutig finde ich den Eintrittspreis von $15 (wenn man keinen NP Paß hat). Für ein Stück Wiese? Naja, mir war es egal. Im Visitor Center erfährt man ein wenig über die Schlacht. Little Bighorn. Dämmert da etwas? Genau, unser Herr Custer hat sich dort wenig erfolgreich gezeigt. Er sollte da Indianer in ihr Reservat ‘begleiten’ und die haben sich gemein verbündet und ihm auf ihre Art mitgeteilt, daß sie anderer Meinung sind. Kurz, 240 Soldaten fanden den Tod, aber nur geschätzte 40 Indianer. So sollen die letzten Minuten des Herrn Custers ausgesehen haben.

Mit solchen Waffen hat er um sich geschossen, was ihm dann auch nichts genützt hat.

Während also Custer mit 40 seiner Soldaten auf dem kleinen Hügel umzingelt stand, er hat zur Deckung seine eigenen Pferde erschossen (was die Fluchtmöglichkeit jedoch ziemlich einschränkte), wollte ihm ein anderer Trupp zur Hilfe kommen. Das wollten aber die Einheimischen nicht so sehr. 5mi entfernt standen also 140 Soldaten so ca. 2000 native americans entgegen. Daher, und jetzt weiß man warum man seine Pferde nicht selbst erschießt, konnten die sich rasch zurückziehen. Die meisten zumindest.

Den Beschreibungen nach glaubte ich immer, es handelt sich um einen Megahügel. Aber die Realität sieht schon anders aus. So ein kleiner Sandhaufen ist es auch schon. Dort haben sie für jeden Gefallenen einen Minigrabstein aufgestellt. Das ganze ist umzäunt, damit die Leute nicht rumhatschen und nach Sachen suchen. Daher sind Metallsuchgeräte in der Gegend verboten.

Oben steht ein Klotz zur Erinnerung.

Bis 1991 hieß das ganze Custer Schlachtfeld und die ‘Indianer’ waren die bösen. Das ließ sich dann doch nicht auf die Dauer aufrechterhalten, denn wer wollte da wen aussiedeln, und so haben sie das ganze auf Little Bighorn umgetauft und eine eigene Indianer Erinnerungsstätte gebaut.

So sehen btw die Minigrabsteine aus.

Beim Visitor Center stehen aber Unmengen von solchen Grabsteinen. So viele sind dort garnicht gefallen. Die Erklärung: Sie haben alle Gefallenen von vielen Battlefields hierher übersiedelt. Auch Veteranen und deren Angehörige konnten sich dort bestatten lassen.

Wer genau schaut, sieht, daß dort mancher Stein größer oder hübscher ist. Warum? Ich sehe zumindest einmal eine Gemeinsamkeit. Überall steht Captain drauf. Die Großkopferten haben es wieder besser. Auch unter der Erde. Erstauntes Smiley

Das zweite Schlachtfeld kann man über eine elends lange schmale Straße erreichen. Mein Tipp dazu: LASST ES SEIN. Am Ende der Straße ist nämlich NIX. So sieht die Straße aus.

Von dort ging es knappe 4 Stunden in den Osten, zum Devils Tower NM. Das gute Felsstück ist nett anzusehen, mindestens genauso wichtig ist aber die Schwarzschwanz Präriehundkolonie, die dort riesig ist. Morgen kommen da sicher noch mehr Fotos, aber hier ein kleiner Auszug.

Wie die noch in ihre Löcher passen ist mir nicht ganz klar, aber es scheint alles bestens zu klappen.

Der Felsklotz ist auch hübsch in der Abendsonne zu sehen. Ach ja Sonne. Entgegen der Vorhersage war es strahlend sonnig. Ich war happy!

Vom Visitor Center sieht das Ding so aus. Wenn man genau nach Punkten in den Rinnen Ausschau hält…

Immer wollen ein paar Narrische da rauf klettern. Man muß sich registrieren und auf geht es. So wie dieses Pärchen (sie steht unten).

Ein Wanderweg führt rundherum und ermöglicht noch bessere Ausblicke.

Der private Campingplatz liegt gleich daneben. Die Aussicht ist besser als vom Campingplatz des NM. Jedenfalls haben sich vor Sonnenuntergang ein paar Schleierwolken gezeigt, die sehr hübsch aussehen.

Morgen muß ich in der Früh sicher noch einmal die Präriehunde besuchen gehen.

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