Universal Studios Orlando 1

Universal will unbedingt schauen, daß sie ihre Parks nach der Spring Break Zeit voll bekommen. Daher verkaufen sie zwei Tage + 2 geschenkt billiger als zwei Tage normal. Das mußten wir nutzen, auch wenn es immer noch teuer ist. Denn wenn das Wetter uns schon nicht auf die Keys läßt, dann braucht es in Orlando Beschäftigung. Tag 1 ging in die Universal Studios Orlando.

Astrid ist echter Disney-Fan, also werden wir hier schon zu einem Vergleich zwischen Universal und Disney kommen müssen. Der Anfang ist schon ganz verschieden: Disney hat seine eigene lustige Welt und schon die Fahrt vom Parkplatz direkt zu den Eingängen ist völlig durchdacht. Universal ist ganz anders, man geht hier durch den Boardwalk, mit all seinen Geschäften. Man muß wohl auf jeden Cent setzen.

Erst nach dem Platz, wo man nach dem Park den Abend genießen soll, kommt man zum tatsächlichen Eingang. Zugegebenermaßen ist der schon hübsch gemacht.

Das Design im Inneren des Parks ist auch ganz verschieden. Positiv ausgedrückt nennen wir es Studio-Look, oder man nennt es einfache Hallen nebeneinander. Aber generell, soll es eben wie ein aktives Studio aussehen. Man hat Produktionshallen und so. Rauskommen tut aber eher mehr ein diverses Praterfeeling.

Natürlich braucht es auch Straßenkünstler. Blues Brothers, auch wenn nun nicht mehr so aktuell, gibt es immer noch. Man findet aber auch trommelnde Straßenkehrer oder Bauarbeiter.

Früher haben Sie noch versucht mit Disney und den anderen Parks mitzuhalten. Da gab es Abendshows, Action-Shows und ähnliches. Davon gibt es nur mehr die ehemaligen Seen zu sehen, man muß halt wissen, was früher hier abging. Heute ist es nur hübsche Kulisse. Es fällt auch auf, daß sie in vielen Dingen, wo Disney echt gut ist, völlig auslassen und höchstens gesetzliche Mindestauflagen erfüllen. Crowdmanagement z.B. Laßt sie rennen und blöd rumstehen. Ist hier ein Problem, kümmert hier aber keinen.

Die Rides sind auch so ein Problem. Man sieht hier vorwiegend echt brutal kranke Sachen. In Disney kann man sagen, traue ich mir so ziemlich alle Hochschaubahnen zu. Die sind alle zwar voll cool gestyled, haben einen Pfiff, aber nix Krankes. Bei Universal muß man schon mal auf die andere Art denken: Dort beginnt die Frage mit: Wie krank ist die denn. Dazu kommt, daß man die meisten Sachen nicht von außen sieht und es auch keinerlei Beschreibung gibt. Man kann sich überraschen lassen. Aber gerade bei Rides kann das ganz schnell zu einer bösen Überraschung werden. Die Hochschaubahn sieht man wenigstens.

Versorgung ist auch ein Problem. Universal hat Geld scheinbar echt dringend nötig. Es gibt keinen einzigen Trinkbrunnen, jeder Tropfen Flüssigkeit ist zu kaufen. Restaurants und Stände schreiben keine Preise an. Geh halt fragen, nachdem Du Dich durch die Schlange gewartet hast. Wir wurden daher schnell zu Starbucks-Freunden. Da bekommt man wenigstens einen kleinen Einblick in die Preislage und der Kaffee ist bekannt gut.

Was Universal aber kann, sind 3D Rides. Das hat Disney garnicht und das wird Disney viele Besucher kosten. Ob Minions (ur genial), Fellon, oder Transformers, die 3D Rides sind top. Aber Vorsicht: nur weil es keine Hochschaubahn ist, heißt es nicht, daß 3D nicht voll krass sein kann. Man kann aber zur not kurz die Brille absetzen… Das Problem sind aber Locker. Scheinbar will man den Leuten dringend einreden, es ist so viel cooler nix bei sich zu haben und nur einfach den täglichen Kleinkram zu kaufen, als eine Tasche mit sich zu führen. Denn man kann schon einen kleinen Rucksack oder eine kleine Tasche haben, die muß aber für jede Ride in einen Locker. Der ist gratis, aber man steht unendlich Schlange und prügelt sich um den Zugang, denn Platz haben sie dort quasi nie.

Was mich bei Universal wundert: Harry Potter zieht ja magisch. Aber scheinbar haben Sie nicht die Hoffnung, daß eine eigene Harry Potter World auf Dauer überlebensfähig ist. Darum haben sie nicht eine eigene Harry Potter World gebaut, sondern die bestehenden Parks um die Harry Potter Teile erweitert. Für mich seltsam, da Adventure Island ohnehin so klein ist, daß man dort die Potter World ganz dazuhängen hätte können. Egal, man muß aber eben beide Parks sehen, um die ganze Pottwerworld zu sehen. Auch keine schlechte fianzielle Idee. Die beiden Parks sind mit dem Hogwards Express verbunden. Den darf man aber nur mit Hopperpässen nutzen. Selbst zwei Tickets für zwei Parks reichen NICHT aus.

Harry Potter World ist vorwiegend Kulisse. Es gibt nur sehr wenige Rides, aber es geht hier vorwiegend um die reale Umsetzung der bekannten Buch/Filmszenen. Der bekannte Doppeldecker z.B. steht dort und der Schrumpfkopf quasselt, aber das ist es dann schon.

Beschriftet ist nix. Wer nicht aus den Medien weiß, wie man in den eigentlichen Bereich kommt, sucht (oder folgt den Menschenmassen). Und obwohl der Eingang klein ist, müssen alle da durch und alle wollen da ein Foto machen. Wir natürlich auch.

Warum ist es eine gute Idee die versteckte Magierstraße nachzubilden? Weil man da die magischen Dinge KAUFEN kann. Nichts besser als nur gestylte Geschäfte nebeneinander reihen zu müssen und die Leute zahlen auch noch Eintritt dafür!

Sieht eh alles nett aus, und man kann eh überall Sachen kaufen, aber sonst… Man kann sich natürlich auch Zauberstäbe kaufen. Die wirklich teuren sind interaktiv. Damit kann man dann verschiedenste Dinge in Auslagen und in Brunnen steuern. Wenn man genug wacheln übt. Man kann also die Leute länger dort halten und Sie zahlen gerne 80$+ für einen Zauberstab.

Der einzige 3D Ride ist natürlich genial, darf man nicht verschweigen. Die kleinen Darbietungen zwischendurch halten sich selbst für Fans wie Astrid in Grenzen. Trotzdem hat sich Astrid nur schweren Herzens von dort getrennt und wir sind wieder in die normale Welt zurückgekehrt. Dort gibt es ja genug Rides zu machen (und zu erstehen). Und natürlich kann man auch T-Shirts kaufen, die überraschend günstig sind.

Kaum wurde es dunkel, sind wir natürlich zu Harry Potter zurückgekehrt. Denn so eine Einkaufsstraße sieht bei Dunkelheit ganz anders aus. Gut anders.

Die Abendshow soll eine Darstellung der langen Historie von Universal sein. Ich nenne es billig, denn so spart man das Feuerwerk stark ein und braucht keinerlei Darsteller.

Wer noch nie in Universal war, sollte es sich unbedingt ansehen. Er oder sie sollte sich halt darauf einstellen, daß es ganz anders wie Disney ist. Und daß sie von einem deutlich höheren Tagesausgabenbudget ausgehen und das auch forcen, muß einem auch klar sein.

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