Die böse Front aus dem Süden sollte an dem Tag durchziehen, im äußersten Osten sollte es noch schön bleiben. Also ging es nach Tampa und St. Petersburg des Wetters wegen.
Auf der Interstate dem Navi folgend kommt man schnell und unproblematisch zum Florida Aquarium. Ein Parkplatz ist ebensoschnell gefunden und schon steht man in der hübsch herausgeputzten Hafengegend, wo sogar eine Straßenbahn rumfährt. Wenn sie nur kommen würde, wenn man darauf wartet.

Das Aquarium ist nicht riesig, ich mag es aber sehr gerne und war nun schon öfter dort (zuletzt 2011). Man sieht viele Dinge, die in einem Standardaquarium nicht dabei sind, auch nicht in den großen. Das Aquarium konzentriert sich vorwiegend auf Florida. Daher haben sie dort ein Becken mit Mangroven: unter Wasser Fische, am Wasser Enten.

Löffler turnen durch die Äste.

Gleich nach den Wetlands gibt es einen Ausflug nach Madagaskar und was ist da am bekanntesten? Lemuren (warum die auch immer in einem Aquarium sitzen).

Danach folgen sehr klassische Aquarienbecken, wo aber sehr hübsche Fische zu finden sind.

In einem sehr großen Becken findet man die lokalen Schönheiten.

Meine geliebten Fetzenfische (Sea Dragons) dürfen natürlich nicht fehlen.

Dann bleibt nur mehr das riesige Becken, das man quasi umläuft und aus verschiedensten Blickwinkeln, von oben und unten sehen kann.

Der Ausgang ist wie meistens durch den Shop, damit man auch wirklich nicht vergißt die besten Erinnerungen auch zu kaufen. Sie haben auch recht nette Motive.

Über die lange Brücke ging es weiter nach Clearwater, wo ich zum ersten mal im Florida Botanical Gardens war. Eine Ansammlung von kleinen Gärten, einem kleinen Naturwanderweg und einem kleinen Dorf der alten Zeiten. Alles gratis, aber leider um die Uhrzeit nicht mehr alles offen. Zunächst nutzten wir die wirklich hübsche Umgebung für ein Picknick. Man ist ja schon fast Amerikaner.

Danach strollten wir durch die kleinen sehr hübsch hergerichteten Gärten. Wir wunderten uns immer wieder, warum das wie ein öffentlicher Park gratis war.

Selbst exotische Pflanzen fehlen dort nicht. Astrid war es halt wieder sehr warm, aber dafür war es echt sonnig, keine wie auch immer gearteten Wolkenprobleme.

Man kann mit dem Auto an eine zweite Stelle zum Parken fahren, hat nicht noch die Sorge, daß auch noch der Parkplatz zugesperrt wird (mit dem Auto drinnen) und genießt die Naturstecken, wo ich natürlich wieder Eidechsen gesichtet habe.

Sinnerfassend lesen. Das ist wohl eine Kunst, die nicht jeder mitbringt. Oder wie sonst kann man es sich erklären, daß trotz riesigem Schild ‘Nicht in den Bambus gravieren’ quasi kein Quadratinch ohne Gravur geblieben ist?

Überall blühte es tropisch und das, was dort gratis ist, sieht man bei uns kaum in einem teuren Tropenhaus.

Auch Schmetterlinge ließen sich dort gerne nieder.

Wenn man dort Zeit hat, kann man sicher ganz außergewöhnliche Fotos von den Blumen hinbekommen. Man müßte halt ein paar Tage dort sein, um die verschiedensten Lichtstimmungen zu sehen. Aber wer hat schon so viel Zeit.

Zum Glück war Claudi nicht dabei, denn wo es so tropisch ist, sind auch diverse Spinnen nicht weit. Auch so seltsam aussehende.

Irgendwann mußten wir uns dann doch von der hübschen Gegend losreißen. Quasi um’s Eck haben wir mitten in Florida einen Safeway gefunden. Die sind dort echt selten. Aber der ist eine eigene Kampfklasse für sich. So einen großen Safeway hatten wir noch nie! Ein Supermarkt wird dort quasi zum Erlebnis. Zumindest für uns.
Der Rest des Heimwegs war eher ereignislos und so war wieder ein Tag im Floridaparadies vorbei.