Sioux Falls Park und Badlands NP 1

Die Fahrt zu den Wasserfällen war nur 11 Minuten, das haben wir gerade noch hinbekommen.

Was wir gestern versäumt hatten: Angeblich werden die Wasserfälle am Abend wunderschön beleuchtet. Aber da wollten wir nach dem Fahrtag nicht noch mal schnell hin und herfahren. Da mußte es auch das Sonnenlicht tun. Von dem hatten wir zum Glück echt genug, sodaß der Falls Park echt was hermachte. Nächstes mal sollte ich aber daran denken, daß der Park bis Mitternacht offen hat.

Ganz dem Frühling entsprechend waren auch Gänse mit Ihren Jungtieren am Wasser.

Das ganze Areal ist ein Naherholungspark. Eintritt und Parken ist gratis und man kann überall ans Wasser gehen. Das Gefälle ist jetzt nicht so wahnsinnig groß, es geht mehr um die schieren Wassermassen, die sich da mit ziemlichem Getöse herunterstürzen. Der Big Sioux River heißt wenigstens nicht umsonst so.

Natürlich ist das ein Anreiz die Wassermassen auch für Energieerzeugung zu nutzen. Das hat es hier auch gegeben. 1881 wurde hier eine Mühle nach 2 Jahren Bauzeit eröffnet, die Queen Bee Mill. Eine der größten Mühlen der damaligen Zeit. Nach nur 2 Jahren hat sie zugesperrt, weil keiner eine so große Mühle brauchen konnte. Die Stadt hat dann das Gebiet geschützt und der Park steht nun allen offen.

Heute ist nur mehr das kleine Häuschen von der Mühle übrig, früher war es ein 7-stöckiges Gebäude.

In den Wiesen rund um das Wasser rennen nicht nur Gänse und Touristen rum, auch Streifenhörnchen fühlen sich ganz offenbar wohl.

Ein paar Ruinen der Mühle sind erhalten geblieben und werden mit historischen Markern erläutert. Ich sehe es als Dokumentation des Größenwahns, aber das darf man dort wohl nicht laut sagen. Smile

Der Souvenirshop hat auch einen kleinen Aussichtsturm, von wo man das ganze Gelände überblickt. Selbst der ist gratis!

Als nächstes blieb uns nur der lange und wenig spannende Fahrteil des Tages. Wir wollten bis zum Badlands NP, in dem ich erst einmal 2015 war und der extrem hübsch ist. Einerseits wegen der Badlands (dazu später mehr) aber ganz besonders wegen der Schwarzschwanzpräriehunde. Am Weg dorthin gibt es eine sehr schöne Raststätte mit Aussicht. Das ganze wird von einer stolzen, mutigen und hübschen Frau überwacht. Meine Frau war auch da, wenn man genau schaut. Winking smile

Die Wettervorhersage hat gestimmt. Im Süden war es regnerisch und kalt, hier im Norden war es warm. Meine liebe Astrid fand das nicht ganz so toll, aber ich konnte mit 94°F echt gut leben. Laut Vorhersage, sollte es am schon am nächsten Tag kühler werden.

Wenn man es nicht weiß, brettert man sehr schnell auf der Interstate an dem NP vorbei. Das wäre aber eine echte Schande, denn der Park hat viel zu bieten. Sogar einen KOA in Superqualität direkt an der NP Grenze. Wir haben daher schnell das Zelt aufgebaut und sind auf unsere erste Runde gefahren. Erste dünne hohe Wolken waren zu sehen, aber wir schwitzten ziemlich bei den Stopps und kurzen Wanderungen. Die Überall herumlaufenden Präriehunde hatten damit kein Problem.

Warum heißt der NP nun Badlands und nicht Black Tail Prarie Dog NP? Prinzipiell geht es um dieses Land, die Badlands. Die Stufe zieht sich über viele Meilen und ein Überwinden war früher sehr mühsam und gefährlich. Zudem schaut das Land ganz fruchtbar aus, aber es ist es nicht. Viele Viehbauern haben hier ihr ganzes Hab und Gut versenkt, weil sie von dem miesen Land nicht leben konnten.

Links und rechts des Rims ist das Land flach. Also könnte man glauben, es ist gut für den Ackerbau geeignet. Oft hast a Pech. Dafür können heute im NP die Tiere immer noch in Ruhe leben.

Nur von den kurzen Stopps bis zu den Aussichtspunkten war man verschwitzt. Obwohl die Sonne nicht wirklich draußen war. Es war so warm, daß Astrid sich geweigert hat die größere Runde mit Boardwalks zu gehen. Bin ich also alleine die Stufen hoch und runter. Es war es aber auch echt wert.

Die Präriehunde sind wenigstens auch ohne Aufwand zu sehen. Selbst direkt am Straßenrand hocken und pfeifen sie.

Den Abend konnten wir am nahen KOA verbringen und so ging ein wunderbarer Tag zu Ende. Wir konnten uns nur noch nicht vorstellen, daß damit auch die Wärmephase zu Ende gegangen war.

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