Die Reise beginnt

Der August ist recht schön und warm zu Ende gegangen, der September-Anfang war einer der wärmsten seit Aufzeichnungsbeginn. Also eigentlich eine denkbar schlechte Zeit um Österreich zu verlassen. Da hat uns der Wettergott den Abschied leichter gemacht und just am Abreisetag Regenwetter herangeschafft. In Schwechat war es zu Mittag nur bewölkt, auf der Strecke nach Westen wurde es auch nicht besser:

Aber schon beim Anflug auf London sah es weniger gut aus. Das hier ist London:

Erst in der Nähe von Heathrow durchbrachen wir die obere Wolkendecke. Auch kein geniales Fotowetter:

Da wir übe eine offene Treppe und einen Bus zum Terminal kamen, waren wir sehr dankbar, daß es wenigstens nicht regnete. Kaum waren wir im Abflugterminal, schüttete es. Der Blick auf den A380 wurde dadurch ein wenig verschleiert:

Der Flug verzögerte sich um ca. 20 Minuten, weil angeblich der LKW der Catering-Firma verstorben war und Ersatz gesucht werden mußte. Beim Starten bemühte sich der Pilot rasch an Höhe zu gewinnen, gerumpelt hat es aber trotzdem nicht zu wenig. Auch später gab es immer wieder ganz schön kräftige Rumpelphasen. In der Gegend von Grönland war dieses mal vorwiegend wolkenverhangenes Wetter angesagt. Über diesem Eisberg hat es dann aufgerissen:

In Grönland selbst regierten wieder die Wolken. Nur die Spitzen der Berge kamen heraus:

Über Kanada wurde es langsam besser:

Südkanada war schon wolkenlos:

Die 20 Minuten Verspätung haben wir behalten und so kamen wir um 19:25 auf US-Grund und Boden an. Der Immigration-Officer war schnell fertig und nur Minuten später waren wir am Karussell 5. Dort verbrachten wir fast eine Stunde, unser Gepäck lies auf sich warten. Noch schnell die ewige Warteschlange beim Zoll geschafft und schon waren wir auf US Grund frei. Die Fahrt zum Auto-Vermieter ging flott von statten, aber bei Alamo selbst habe ich weniger gute Erfahrungen gemacht. Sie haben dort das Personal wesentlich eingeschränkt und setzen auf Selbstbedienung. Die Selbstbedienung heißt bei Alamo Quick-Checkin. Es standen daher 8 Computer 2 Menschen gegenüber. Die Warteschlange war enorm. Umso mehr habe ich mich darüber gefreut, daß ich zuhause mit viel Mühe den Quick Checkin enabled habe. Also schnell zu einem Automaten und die Buchungsreferenz angegeben. Fehlanzeige. Der Blechtrottel kennt zwar die Buchung, aber ich muß mich an einen Menschen wenden. Und schon stehe ich eine Stunde in der Schlange. Der Mensch macht auch nichts, druckt mir einen Vertrag aus und ich kann mir ein Auto vom Parkplatz aussuchen. Da wurde es dieses Jahr schwierig, denn von meinem Standard-Auto, dem Chevy Impala, gibt es nur einen Wagen, dafür gibt es jede Menge Mini-Vans. So ein Mini-Van war schon länger auf unserer Wunschliste, denn da kann man zur Not auch darin schlafen. Langes Diskutieren geht los. Und zum Schluß nehmen wir doch wieder den Chevy Impala, weil:

  • wir befürchten, daß uns der Mini-Van noch viel mehr Benzin kosten wird
  • die Liegefläche – um sinnvoll als solche genutzt zu werden – auch frei bleiben muß und daher der Stauraum auch sehr beschränkt ist.
  • wir befürchten, unsere Sachen könnten sich von alleine über den großen Stauraum verteilen
  • es keine Gepäckabdeckung gibt und unser gesamtes Gepäck sichtbar wäre

Wahrscheinlich bereuen wir die Entscheidung beim ersten Regen oder der ersten Frostnacht, aber entschieden ist entschieden. Die letzten Meilen mit dem Auto waren schnell geschafft und schon (es war 22:30) konnten wir unsere Freunde in die Arme nehmen (und das ist hier wörtlich zu nehmen).

Kommentar hinterlassen