Da das Wetter auch für den zweiten Tag perfekt angesagt war, sind wir zu der Besuchsstätte der Gegend aufgebrochen: Carnuntum. Auch hier ist der Eintritt mit der NÖ Card gratis. So generell ist man schon beim Eingang überrascht was da alles zu sehen ist, aber man muß sich immer vor Augen halten, das alles wurde aus Mauerüberresten rekonstruiert. Also mehr das Disneyworld der Römerstadt. Man sieht einige nette Bilder vom Aufbau online.
Nach dem Kassenbereich kommt man zu den gesammelten Grabsteinen mit den entsprechenden Inschriften. Offenbar waren Erben selten happy, das aus dem Erbe zahlen zu müssen und sie haben das sehr deutlich in den Inschriften gemacht.

Dann öffnet man die Türe, kommt ins strahlende Sonnenlicht und hat den ersten Wirklichen Blick.

Sie haben sich wirklich Mühe gegeben die aufgebauten Teile möglichst realitätsnah zu gestalten. Man kann überall rein und sieht, wie es ausgesehen haben könnte.

Manche Teile sind mit Absicht nur halb neu errichtet worden. Man sieht wie Römer gebaut haben.

Dafür haben sie in anderen Teilen alles gebaut, bis zu den Möbeln und Wandverzierungen.

Wieder andere Teile sind im Fundzustand: niedrige Mäuerchen.

Sehr schön die Häuser mit einer alten Marktstraße, die man von außen und innen besuchen kann.

Römer waren beim Bauen auch schon sehr erfinderisch. Böden waren alle hohl und man konnte den Raum von unten beheizen.

Farben waren wohl toll und man nutze auch die starken Varianten.

Damit waren wir durch (und ich war mehr als nur beeindruckt, was sie da alles hingebaut haben).

Da das Essen in der Kur nicht so ganz den Vorstellungen von Astrid entsprochen hat, war sie immer sehr hungrig auf unseren Ausflügen. Wir haben uns daher im Restaurant von Carnuntum für einen Snack hingesetzt (auf der sonnigen Terrasse mit Überblick über die Ausgrabungen) und es wurde ein Mittagessen daraus, da sie die Gelegenheit der historischen Stätte auch im Restaurant genutzt haben und alte Rezepte wiederaufleben haben lassen. Das war wirklich hervorragend!
Am Weg raus haben wir noch die Virtual Reality Show genutzt. Man sieht den Aufbau, das Leben und den Niedergang der riesigen Stadt. Wenn da nur ein kleiner Teil erhalten wäre, würden wir locker Rom übertreffen.
Weiter ging es zum WWF-Auenreservat bei Marchegg. Die Störche waren gerade zurückgekommen und haben ihre Nester in Besitz genommen. Der Parkplatz ist nun schön groß und toll und ich war übermütig und habe meine ‘echte’ Kamera zuhause gelassen und bin nur mit dem Handy losgezogen. Klar sind optische 600mm besser als 170, aber für die paar Aufnahmen hat das Handy gereicht.

Das schöne Wetter hat uns zu einem kleinen Spaziergang verleitet (Rad und Roller sind dort verboten).

Auch der Schlosspark in Marchegg (gleich neben dem Parkplatz) wird von Störchen genutzt, die Standeln waren noch alle zu.

Damit wir noch ein wenig rollern konnten sind wir nach Stopfenreuth gefahren, denn dort kann man am Donauradweg durch die Au fahren. Glaubten wir, denn die Realität ist brutal anders: Man ‘darf’ auf dem Damm fahren und sieht außer einer Schotterautobahn nur sehr wenig.

Damit war auch der wunderbare Tag vorbei und ich habe mich nach dem gemeinsamen Abendessen wieder auf den Heimweg gemacht.