Eine dichte Gruppe sandfarbener Winkerkrabben drängt sich auf nassem Schlamm, wobei markante Individuen ihre auffallend vergrößerten Scheren in die Höhe strecken

Von Perry, FL nach Pensacola, FL

Der Weg führte zunächst ins St. Marks NWR und dann über eine wenig spannende Interstate nach Pensacola:


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In der Richtung hat man leider zuerst den Spaß im NWR (National Wildlife Refuge) und dann muß man die Meilen schaffen. Aber geht halt nicht anders. Das St. Marks NWR ist ein recht großes Gebiet, aber an einer Stelle kann man mit dem Auto bis zu einem Leuchtturm fahren und man kommt sogar an einem Visitor Center vorbei.

Bevor die Reise jedoch los ging, mußte ich in der Früh feststellen, daß es zwar nicht geregnet hat, aber der Morgentau ungefähr gleich naß war. Das hat eine Unzahl an Schnecken hervorgezaubert, auch auf mein Zelt:

Eine braune Schnecke mit spiralförmigem Haus kriecht über eine helle, leicht strukturierte Oberfläche aus Kunststoff oder Metall

Nur wenige Meilen später war ich beim Visitor Center des NWRs. Wunderschöne Bäume mit Spanish Moss behangen stehen dort herum:

Eine mächtige Eiche mit dunkelgrüner Krone und ausladenden Ästen, behängt mit grauem spanischem Moos, steht auf einer schattigen Wiese im lichten Wald

Das Naturreservat ist ein global wichtiges Vogelreservat (die Urkunde hängt im Center). Daher ist dort im allgemeinen Birding das Hauptthema (wörtlich übersetzt Vögeln. Klingt doch echt gut: ‘Gehen wir in den Park zum Vögeln’). Das Gebiet südlich des Centers besteht aus mehreren Ponds (Teichen), die offensichtlich von Vögeln geliebt werden.

Weitläufiges Panorama eines von dichtem Seerosenbewuchs geprägten Moorgewässers mit dunkelblauem Wasser, das am Ufer von sumpfiger Wiese, einzelnen Bäumen und einem hellen Wolkenhimmel im Hintergrund eingerahmt wird

Alligatoren sollen dort auch rumschwimmen, gesehen habe ich keinen. Lag aber wohl auch daran, daß es ziemlich warm war und ein Sonnenbad zum Aufheizen nicht notwendig war. Dafür gab es einige hübsche Seelilien:

Eine strahlend weiße Seerose mit gelber Blütenmitte schwimmt auf dunklem Wasser, eingerahmt von großen, grünen Schwimmblättern und deren zarten Spiegelungen

Auch an Vögeln hat es nicht gemangelt. An manchen Stellen waren es ganze Scharen:

Weiße Silberreiher waten im flachen Wasser einer ruhigen Lacke, während ein einzelner Vogel im Vordergrund nach Nahrung taucht und vereinzelte Schilfhalme aus der spiegelnden Oberfläche ragen Mehrere weiße Silberreiher waten im flachen Wasser einer schilfbewachsenen Lacke, während sich ihre schlanken Silhouetten in der spiegelnden Oberfläche des Sumpfgebiets abzeichnen Eine Gruppe verschiedener Wasservögel steht in einem sumpfigen Feuchtgebiet, während im Hintergrund trockenes Schilf und dunkler Schlamm das Ufer säumen

Überraschend für mich kam jedoch eine ganz andere Gattung ins Spiel: Die Monarchfalterwanderung, die ich schon am Blue Ridge Pkwy gesehen hatte, ist hier am Höhepunkt. Darum wird auch jedes Jahr in dem NWR am 4. Samstag des Oktobers das Monarchfalterfest gefeiert. Tja, das habe ich um ein paar Tage verpaßt, aber die Falter waren schon alle da. Habe ich mir den Rummel erspart UND das Eintrittsgeld, denn ich war in der Gratiswoche des Jahres dort (hätte aber wahrscheinlich eh nix gekostet, denn ich habe den Jahrespaß von allem Nationalzeugs). Jedenfalls, überall wo es blühte waren Falter:

Ein Monarchfalter sitzt kopfüber an einer leuchtend gelben Goldrute mit kräftigen grünen Stängeln und Blättern, während im hellgrünen Hintergrund sanfte Unschärfe herrscht DSCF1641_re Ein Monarchfalter sitzt mit dem Kopf nach unten an einer leuchtend gelben Goldrute, wobei seine orange-schwarzen Flügel mit den weißen Punkten im Sonnenlicht schimmern, während im unscharfen Hintergrund sattgrüne Wiesenpflanzen das sommerliche Motiv abrunden

Manche Büsche waren regelrecht mit Monarchfaltern übersäht:

Ein Monarchfalter sitzt mit geschlossenen Flügeln auf einer weißen Blütenstaude mit gelber Mitte und saugt Nektar, während im Hintergrund weiteres Gestrüpp und feine Blüten wachsen Mehrere dunkelbraune Schmetterlinge mit auffälliger Musterung naschen an leuchtend gelben Goldruten, die vor einer unruhigen, blau schimmernden Wasserfläche im Hintergrund im Wind wehen

Prinzipiell ziehen auch verwandte Schmetterlinge mit. Diese orangen habe ich schon früher gesehen, hier kamen sie gehäuft vor:

Ein leuchtend orangefarbener Schmetterling mit markanten schwarzen Flecken und Adern sitzt mit ausgebreiteten Flügeln auf sandigem Boden zwischen grünem Kraut und winzigen weißen Blümchen Ein orangefarbener Schmetterling mit schwarz eingefassten Flügeln sitzt auf einer leuchtend gelben Goldrute, umgeben von einem sanft verschwommenen, grünen Hintergrund

Am Meer kann man einen kleinen Damm entlanggehen. Dort treiben sich auch Pelikane herum:

Ein grauer Pelikan sitzt aufrecht auf einem verwitterten Holzpflock im stillen Wasser, während im flachen Hintergrund eine flache Küstenlinie und Seezeichen im blassen Dunst zu erkennen sind

Am Meer stand auch ein Mann mit einer Angelrute und er rief seine Frau, ob sie die Krabben schon gesehen hat. Sie geht runter und meint nur, nein, wo sind sie denn. Und er meint, kaum zu übersehen, das sind keine Steine oder Seetang, das sind Krabben:

Das flache Ufer des Cedar Key im Golf von Mexiko zeigt eine graue Schlick- und Muschelbank mit buschigem Schilfgras zur Linken, während im Hintergrund der ferne Leuchtturm und ein langer Steg in den glitzernden Ozean ragen

Da waren Millionen von Krabben. Wenn man hingeht, fängt es zu Rascheln an, so viele Krabbenkörper reiben da aneinander. Da habe ich echt coole Videos für die Homepage:

Eine dichte Gruppe sandfarbener Winkerkrabben drängt sich auf nassem Schlamm, wobei markante Individuen ihre auffallend vergrößerten Scheren in die Höhe strecken Eine dichte Schar bräunlicher Krabben wuselt auf feuchtem Schlamm und trübem Wasser durcheinander, wobei die Carapaxe charakteristische dunkle Musterungen zeigen DSCF1660_re

Seltener gibt es wesentlich größere Krabben. Ich vermute, die leben von den kleineren, denn mein Fotomodell hat gerade an einem kleinen Krabbenarm gelutscht:

Eine olivgrüne Krabbe mit hellen Punkten sitzt im flachen, sandigen Wasser, wobei ihre kräftigen Scheren teilweise in der trüben Strömung glänzen

Selbst unscheinbare Muscheln wandern dort über den Strand:

Ein kleiner Einsiedlerkrebs mit olivgrünen Beinen und Fühlern lugt aus seiner spiraligen, violett-braunen Schneckenhausmündung hervor, während er sich über feinen Sandboden im lichten Sonnenlicht bewegt

Und die überall zu bemerkenden kleinen Löcher im Sand, sind auch nicht unbewohnt:

Eine kleine, hellbraune Krabbe mit gemustertem Panzer lugt aus einer dunklen Sandröhre hervor, umgeben von feuchtem, körnigem Wattboden und winzigen Sandkügelchen

Auf dem Rückweg habe ich noch beim Leuchtturm vorbeigeschaut:

Der weiße Leuchtturm ragt hinter Palmen und mächtigen Laubbäumen auf, während eine weiße Stiege zum Eingang führt und im Hintergrund das blaue Meer schimmert

Wenn man hinter dem Turm auf den Strand geht (weil das Licht dort besser zum Fotographieren ist), wird man wieder von Millionen Krabben in Empfang genommen. Das Krabben (Crabbing) ist dort btw verboten. Also keine Krabbe fangen und essen. Wie schade, wo ich Krabben doch so mag (würg)!

Der weiße Leuchtturm des St. Marks National Wildlife Refuge ragt mit seinem massiven Sockel und kleinen Fenstern in den leuchtend blauen Himmel, während im Vordergrund Palmenwedel ins Bild ragen

Nach einer Stärkung auf einem Picknickplatz an einem Pond, ging es auf die lange Autobahnfahrt in den Westen; Pensacola war das Ziel, nur wenige Fuß von der Staatsgrenze entfernt. Daher wohl auch unsere letztes Ziel in Florida für dieses Jahr.

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