Von Salina, KS nach St. Louis, MO

Eigentlich hätte das ein langweiliger Fahrtag werden sollen, aber irgendwie wollten mehrere Leute oder Dinge, daß ein wenig mehr Spannung in die Fahrt gebracht werden sollte. Und ganz nebenbei, das Ziel war eigentlich Illinois, aber das wäre jetzt Haarspalterei:


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Das Wetter für den Fahrtag war mit heiter und 30 Grad in Salina vorausgesagt worden. Irgendwie konnte ich das nicht so ganz verstehen, denn wenn ich aus dem Auto raus sah, hatte ich einen ganz anderen Eindruck. Mein Thermometer sprach auch etwas von 14°C. Das war ein erquickendes Frühstück im Freien:

Erst kurz nach Topeka kam die Sonne durch. Da hatte ich auch schon meine erste Sonderprüfung: Ich habe meinem lieben TomTom verboten, Mautstraßen zu befahren. Das ist auch i.A. gut so, denn die wenigen Minuten Abkürzung über eine städtische Tollroad bringen es einfach nicht. In Topeka habe ich die Interstate verlassen und kam auf einen gut ausgebauten Highway. Da dachte ich noch, er will Topeka umfahren, denn mein TomTom liebt es nicht so, durch Stadtzentren zu fahren. Wie ich aber Topeka verlasse und immer noch auf dem Highway fahre, werde ich stutzig. Der Highway wurde dann auch zu einer normalen Landstraße:

Und wie ich dann die Interstate quasi parallel fahren sehe, glaube ich an einen ganz bösen Fehler in den TomTom Karten. Ich fahre daher kurzerhand dem nächsten Schild zur Autobahn nach und finde knappe 2mi später eine Auffahrt MIT ZAHLHÄUSCHEN! Haben die doch glatt die I70 zwischen Topeka und Kansas City zur Mautstraße gemacht? Also brav wieder zum Highway zurück und dem TomTom gefolgt. Nach ein paar Meilen kam ich wieder auf den FREEway und das nächste Abenteuer konnte beginnen: Kansas City.

Dort gibt es jede Menge Interstates und mein lieber TomTom hat die I70 natürlich wieder verlassen. Die 670 ist ein Abscheider im Zentrum (sieht man auf der Karte oben, wenn man rein zoomt). Zwischendurch verzweigt sich die 670er und das sieht garnicht mehr nach Interstate aus:

Nach Kansas City ändert sich die Umgebung: Nicht mehr ödes flaches Land mit gelbem Gras dominieren, Hügel beginnen und alles ist grün:

Aber das war noch nicht das Ende der Spannungen. Vor St. Louis steht so eine harmlose Anzeigetafel und erklärt das bei MM103 mit mindestens 30 Minuten Stau zu rechnen wäre. Also teile ich das meinem TomTom mit und er findet auch eine nette Ausfahrt. Nur leider reicht der Stau schon dorthin. Macht 3 Minuten warten. Dann bin ich auf einem Highway, fast alle anderen bleiben auf der Interstate und warten wohl ziemlich lange (6mi Stau bei Schrittgeschwindigkeit):

Dann kommt ein nettes Hinweisschild:

Und so ein Hinweisschild ist in den USA ganz ernst gemeint. Wozu braucht man schon einen Asphalt:

Das kann auch ein paar Meilen so gehen, aber das ist auch kein Grund die Höchstgeschwindigkeit irgendwie runterzusetzen. Recht idyllisch ist es dort, nebenbei erwähnt:

Brav hat mich mein TomTom am Ende des Staus wieder auf die Interstate gebracht. Laut TomTom hat mich das ganze nur 10 Minuten gekostet. Besser als im Stau stehen!

Danach war zunächst wieder das Brückenspiel angesagt: In den USA sind so gute alte Stahlbrücken sichtlich immer noch in, auch auf Autobahnen:

Ein paar Meilen später wieder so ein rostiges Ungetüm:

Wie man am Bild sehen kann, kamen schon wieder dunkle Wolken auf. 30% Gewitterwahrscheinlichkeit war angesagt. Überall wo ich fuhr standen aber schon beachtlich tiefe Pfützen. Da konnte ich die Wahrscheinlichkeit schon einmal auf 100% setzen. Rechts der Autobahn ziemlich dunkel, links eher hell bis wolkenlos. Das ging knappe 100mi so, bis ich in St. Louis nach Norden abgebogen bin, da der Campingplatz jenseits des Flusses liegt und somit in Illinois.

Am Campingplatz war es unglaublich feucht, die Wiesen waren naß, aber es hat nicht mehr geregnet. Die Luft war zwar zum Schneiden, aber man hat nicht gefroren. Das ganz sicher nicht. War irgendwie ein Floridafeeling. Und so kamen wir trocken zu einer ruhigen Nacht. Gegen Mitternacht war es auch schon völlig klar.

Am nächsten Tag ging in den botanischen Garten und zum Gateway Arch.

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