Die markante, türkise Bronzeskulptur von Henry Moore spiegelt sich im stillen Wasser eines Teichs, der im dichten Grün eines Parks mit Seerosen und Schilf liegt

Der Denver Botanical Garden

Die Fahrt war wenig spannend, rein in die Stadt und wieder raus:


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Eigentlich war ich in dem Garten, weil er beim letzten mal sehr schön war und ich daher gerne den rerun bei wieder sehr schönem Wetter gemacht hätte. Die Überraschung kam aber bereits beim Autoparken, denn an Stelle des einfachen Stellplatzes in der Sonne, kam eine Parkgarage. Das Gute daran ist, das Parken ist immer noch gratis und das Auto (und dessen Inhalt) wird nicht in der Sonne geröstet.

Die Neuigkeiten gingen beim neuen Eingang und dem runderneuerten Glashaus weiter. An einer Wand wurden die Pläne für die Verbesserungen, der Umsetzungsgrad und vorallem der Budgetstand pro Subprojekt angezeigt. Viel hat sich in der letzten Zeit getan, aber es steht auch noch viel aus. Einem Neubesuch in der Zukunft steht somit nichts im Weg, denn die Änderungen gehen weiter.

Nun aber zu den Blumen selbst: Mein Rundgang hat im Glashaus begonnen. Dort wurde ein tropischer Regenwald nachgebaut und das freundliche Sonnenlicht kommt nur in kleinen Dosen bis an den Grund:

Exotische Tropenpflanzen mit leuchtend gelb-grün gemusterten Blättern stehen im Halbschatten vor einer rustikalen Felswand, umgeben von sattem Grün und schmalen Blättern am Boden Prachtvolle rote Blütenkugel einer Ixora im schattigen Halbdunkel, umgeben von dunklen, glänzenden Blättern, wobei ein einzelnes großes Blatt im Vordergrund vom Sonnenlicht angestrahlt wird

Großes Blattwerk in den oberen Schichten schattet sehr ab:

Das gitterartige Glasdach des Schauhauses wölbt sich über kräftige grüne Bananenstauden, Farne und üppige Tropenvegetation im gläsernen Palmenhaus

Weiter oben gibt es daher mehr Sonne. Somit sind auch die sonnenhungrigen Pflanzen dort vertreten:

Leuchtend orange-gelbe Blüten und rote Knospen einer Schwalbenwurz in sattem Grün, umgeben von langen Blättern im Sonnenlicht

Die Orchideen waren früher nur in einer kleinen Ausbuchtung im obersten Stockwerk zu sehen; war eher ein Schrein als eine Orcihdeenschau. Das hat sich mit dem Umbau geändert, denn an Stelle des kleinen Loches ist ein Neubau getreten, in dem auf zwei Stockwerken auf einem Felsen mit Wasserfall die Orchideen präsentiert werden:

Prachtvolle purpurrote Orchideenblüten an einem zarten Stängel erstrahlen im Sonnenlicht vor einem unscharfen Hintergrund aus grünem Blattwerk und hellem Gestein Drei prächtige Phalaenopsis-Orchideen mit warmgelben, rot geaderten Blütenblättern und intensiven Purpurlippen erstrahlen im weichen Licht vor einem dunklen, undeutlichen Hintergrund

Im Freien hat sich nicht all zu viel geändert. Warum auch, der Garten war schon beim letzten mal sehr hübsch. Blumen mischen sich z.B. mit Gräsern:

Leuchtend purpurrote Karthäusernelken und zarte, altrosane Fetthennen stehen dicht an dicht im sommerlichen Gartenbeet, eingerahmt von federnden Gräsern

Die Kunst ist in solchen Gärten immer wichtig. Die großen Werke sind gleich geblieben, die kleineren sind getauscht worden. Seltsam sind sie für meine Augen alle:

Die markante, türkise Bronzeskulptur von Henry Moore spiegelt sich im stillen Wasser eines Teichs, der im dichten Grün eines Parks mit Seerosen und Schilf liegt

Auf dem großen See in der Mitte des Gartens sind Seerosen zu sehen. Keine Ahnung wie man das Wasser so schön dunkel bekommt, hübsch aussehen tut es allemal:

Eine leuchtend purpurrote Seerose ragt auf schlankem Stiel aus dunklem Wasser empor, umgeben von grünen Schwimmblättern und gespiegelt in der bewegten Oberfläche

Der japanische Teil ist völlig unverändert. Traditionell könnte man sagen. Das folgende Bild ist aber auch in anderer Hinsicht interessant: Obwohl der Garten mitten in der Stadt liegt, sieht man kaum etwas von der Stadt. Der japanische Teil ist einer der wenigen Stellen, wo die Häuser durchlugen…

Im idyllischen Japanischen Garten in Leverkusen spiegelt sich die graue Steinlaterne malerisch im ruhigen Teich, während im Hintergrund artgerecht geschnittene Nadelbäume und ein traditionelles Gebäude thronen

Im angrenzenden Wäldchen höre ich ein seltsames Geräusch. Neugierig gehe ich zu einem Baum wo es herzukommen scheint, sehe aber zunächst nichts. Erst wie sich etwas in den Ästen bewegt, sehe ich die Ursache:

Ein graubraunes Eichkatzerl sitzt auf einem massiven Ast einer Kiefer und hält eine Nuss in seinen Pfötchen, während im Hintergrund grüne Laubblätter und der raue Baumstamm zu sehen sind

In versteckten Winkeln finden sich Statuen, mit denen auch ich etwas anfangen kann. Sieht einfach nach Kindern aus, UND ich erkenne das sogar (und muß nicht den Titel der Skulptur lesen):

Dunkelbraune Bronzestatue von drei Kindern, die beieinander auf einem Ast im schattigen Gebüsch sitzen und konzentriert in ein gemeinsames Buch schauen

Wer allergisch auf Bienen reagiert (so wie ich ein wenig), sollte es sich gut überlegen, ob er oder sie in den Garten will. In manchen Teilen des Gartens ist es schwierig Fotos von Blumen ohne Bienen zu machen:

Eine fleißige Biene sammelt Nektar in der goldgelben Mitte einer leuchtend violetten Aster, während im verschwommenen Hintergrund weitere purpurne Blüten schimmern

Viel seltener und auch noch mühsamer zu erwischen sind Libellen. Eine habe ich aber dann doch noch vor die Kameralinse bekommen:

Eine filigrane Kleinlibelle mit auffallend leuchtend blauen Facettenaugen klammert sich an einen borstig behaarten Pflanzenstängel, während der feine, dunkle Hinterleib schräg nach unten ragt

Obwohl es an Blüten nicht gemangelt hat, Schmetterlinge waren kaum zu sehen. Der hier war die Ausnahme:

Ein orange-schwarzer Schmetterling labt sich an den dunkelvioletten Blüten eines Sommerflieders, während im Hintergrund sanftes Grün verschwimmt

An dem Tag meines Besuches war große Preisentscheidung über die Rosen. Am Nachmittag wurde die Entscheidung verkündet und die preistragenden Rosen als Schnittblumen im großen Saal ausgestellt. Ich bin zu sehr ein Banause um mitzubekommen, warum manche Rosen Platz 1 und andere Platz 3 oder gar nur eine anerkennende Erwähnung bekommen haben. Draußen in der fixen Rosenschau war schon sehr viel verblüht. Diese hier hat sich aber gut gehalten:

Eine aufgeblühte, zartrosa-weiß geflammte Rose mit leicht gewellten Blütenblättern thront mittig im dichten, dunkelgrünen Laubwerk eines Gartens

Ein Teil des Gartens ist dem Gemüse gewidmet und da so mancher Ziervariante. Hier haben wir es mit einem Riesenkohlrabi zu tun, wo selbst die große Heuschrecke klein und winzig wirkt:

Eine braune Heuschrecke sitzt auf der hellgrünen Knolle eines Kohlrabi, umgeben von großen, kräftigen Blättern und feinen Stielen im Gartenbett

In den Formal Gardens wurde meines Erachtens auf weniger pflegeintensive Pflanzen umgerüstet. Hübsch, aber irgendwie anders:

Geschwungene Wege aus Ziegeln führen durch einen terrassierten Park mit großen Pflanztrögen aus Ton, üppigen Staudenbeeten, blauen Lavendelbüschen und schattigen Pergolen, während im Hintergrund ein hohes weißes Gebäude aufragt

Den nachmittäglichen Rest der Fotosession habe ich mir selbst ein wenig komplizierter gestaltet als notwendig gewesen wäre: An der Versorgungsstelle beim See, kann man Softdrinks (auch echte Limonade) im 20oz Becher um 2$ kaufen. Das Gute an der Geschichte ist, daß jeder Refill nur mehr 50 Cent kostet. Nur muß man sich den Becher aufheben und somit rennt man mit einem mehr oder weniger vollen Becher rum und muß schauen, wie man seine Fotos damit machen kann. Ich konnte aber mit dieser Bürde gut umgehen 🙂

Zum Abschluß sind wir noch einmal ins Glashaus gegangen und haben die warme Nachmittagssonne für ein paar nette Schnappschüsse genützt:

Eine prächtige, hellgelbe Ingwerpflanze mit langen, korallenroten Staubblättern ragt vor dunklem Hintergrund empor, während kräftige grüne Blätter den Stängelfuß säumen

Danach blieb nur mehr der Weg zum Campingplatz, der wie ein Wunder wieder ohne Stau ablief. Am nächsten Tag sind wir dann – mit geändertem Plan – nach Cheyenne, WO gefahren, wo es einiges in der Stadt zu sehen gab.

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