Der Denver Botanical Garden

Die Fahrt war wenig spannend, rein in die Stadt und wieder raus:


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Eigentlich war ich in dem Garten, weil er beim letzten mal sehr schön war und ich daher gerne den rerun bei wieder sehr schönem Wetter gemacht hätte. Die Überraschung kam aber bereits beim Autoparken, denn an Stelle des einfachen Stellplatzes in der Sonne, kam eine Parkgarage. Das Gute daran ist, das Parken ist immer noch gratis und das Auto (und dessen Inhalt) wird nicht in der Sonne geröstet.

Die Neuigkeiten gingen beim neuen Eingang und dem runderneuerten Glashaus weiter. An einer Wand wurden die Pläne für die Verbesserungen, der Umsetzungsgrad und vorallem der Budgetstand pro Subprojekt angezeigt. Viel hat sich in der letzten Zeit getan, aber es steht auch noch viel aus. Einem Neubesuch in der Zukunft steht somit nichts im Weg, denn die Änderungen gehen weiter.

Nun aber zu den Blumen selbst: Mein Rundgang hat im Glashaus begonnen. Dort wurde ein tropischer Regenwald nachgebaut und das freundliche Sonnenlicht kommt nur in kleinen Dosen bis an den Grund:

Großes Blattwerk in den oberen Schichten schattet sehr ab:

Weiter oben gibt es daher mehr Sonne. Somit sind auch die sonnenhungrigen Pflanzen dort vertreten:

Die Orchideen waren früher nur in einer kleinen Ausbuchtung im obersten Stockwerk zu sehen; war eher ein Schrein als eine Orcihdeenschau. Das hat sich mit dem Umbau geändert, denn an Stelle des kleinen Loches ist ein Neubau getreten, in dem auf zwei Stockwerken auf einem Felsen mit Wasserfall die Orchideen präsentiert werden:

Im Freien hat sich nicht all zu viel geändert. Warum auch, der Garten war schon beim letzten mal sehr hübsch. Blumen mischen sich z.B. mit Gräsern:

Die Kunst ist in solchen Gärten immer wichtig. Die großen Werke sind gleich geblieben, die kleineren sind getauscht worden. Seltsam sind sie für meine Augen alle:

Auf dem großen See in der Mitte des Gartens sind Seerosen zu sehen. Keine Ahnung wie man das Wasser so schön dunkel bekommt, hübsch aussehen tut es allemal:

Der japanische Teil ist völlig unverändert. Traditionell könnte man sagen. Das folgende Bild ist aber auch in anderer Hinsicht interessant: Obwohl der Garten mitten in der Stadt liegt, sieht man kaum etwas von der Stadt. Der japanische Teil ist einer der wenigen Stellen, wo die Häuser durchlugen…

Im angrenzenden Wäldchen höre ich ein seltsames Geräusch. Neugierig gehe ich zu einem Baum wo es herzukommen scheint, sehe aber zunächst nichts. Erst wie sich etwas in den Ästen bewegt, sehe ich die Ursache:

In versteckten Winkeln finden sich Statuen, mit denen auch ich etwas anfangen kann. Sieht einfach nach Kindern aus, UND ich erkenne das sogar (und muß nicht den Titel der Skulptur lesen):

Wer allergisch auf Bienen reagiert (so wie ich ein wenig), sollte es sich gut überlegen, ob er oder sie in den Garten will. In manchen Teilen des Gartens ist es schwierig Fotos von Blumen ohne Bienen zu machen:

Viel seltener und auch noch mühsamer zu erwischen sind Libellen. Eine habe ich aber dann doch noch vor die Kameralinse bekommen:

Obwohl es an Blüten nicht gemangelt hat, Schmetterlinge waren kaum zu sehen. Der hier war die Ausnahme:

An dem Tag meines Besuches war große Preisentscheidung über die Rosen. Am Nachmittag wurde die Entscheidung verkündet und die preistragenden Rosen als Schnittblumen im großen Saal ausgestellt. Ich bin zu sehr ein Banause um mitzubekommen, warum manche Rosen Platz 1 und andere Platz 3 oder gar nur eine anerkennende Erwähnung bekommen haben. Draußen in der fixen Rosenschau war schon sehr viel verblüht. Diese hier hat sich aber gut gehalten:

Ein Teil des Gartens ist dem Gemüse gewidmet und da so mancher Ziervariante. Hier haben wir es mit einem Riesenkohlrabi zu tun, wo selbst die große Heuschrecke klein und winzig wirkt:

In den Formal Gardens wurde meines Erachtens auf weniger pflegeintensive Pflanzen umgerüstet. Hübsch, aber irgendwie anders:

Den nachmittäglichen Rest der Fotosession habe ich mir selbst ein wenig komplizierter gestaltet als notwendig gewesen wäre: An der Versorgungsstelle beim See, kann man Softdrinks (auch echte Limonade) im 20oz Becher um 2$ kaufen. Das Gute an der Geschichte ist, daß jeder Refill nur mehr 50 Cent kostet. Nur muß man sich den Becher aufheben und somit rennt man mit einem mehr oder weniger vollen Becher rum und muß schauen, wie man seine Fotos damit machen kann. Ich konnte aber mit dieser Bürde gut umgehen 🙂

Zum Abschluß sind wir noch einmal ins Glashaus gegangen und haben die warme Nachmittagssonne für ein paar nette Schnappschüsse genützt:

Danach blieb nur mehr der Weg zum Campingplatz, der wie ein Wunder wieder ohne Stau ablief. Am nächsten Tag sind wir dann – mit geändertem Plan – nach Cheyenne, WO gefahren, wo es einiges in der Stadt zu sehen gab.

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