Da wir schon auf die US #50 gefahren waren (im Glauben dort bis Ely zu fahren), mußten wir nach dem neuerlichen Kurswechsel zunächst zur I80 zurück. Der kürzeste/schnellste Weg führte da über interessante ländliche Straßen, die sehr hübsch waren. Bei der Abfahrt von einem Hügel hat man z.B. diesen Ausblick:
Weiter ging es auf der I80 bis nach Reno und dort einige Meilen nach Norden. Trotz Staus vor unglaublich langen Baustellen kamen wir um 11 Uhr beim Stead Flugfeld an.
Ein Parkplatz (= Platz auf einem grasbewachsenen Feld) kostet dort mindestens $10 und die Anbieter sind sehr vielfältig. Wir haben am Feld der dortigen Kirche gestanden, weiter vorne wären es die Pfadfinder gewesen. Der Eintritt zum Airrace wird jeden Tag der 5 Tage teurer. Da wir am zweiten Tag da waren, kamen wir mit $20 für zwei Personen aus.
Am Vormittag haben wir schon ein paar Vorläufe versäumt, aber wie sich gezeigt hat, ist das ohnehin nicht so schlimm. Wir sahen als erstes die Vorführung der Alaska Airforce Truppe:
Warum heißt der Event eigentlich Airrace? Weil zumindest ursprünglich das ganze ein Rennen war und eigentlich noch ist. Flugzeuge fliegen einen Rundkurs 6 mal ab und wer der schnellste ist hat gewonnen. Ganz simpel. Inzwischen gibt es verschiedene Klassen, eine auch mit Minidüsenjets. Als Zuschauer hat man von den Races nicht wirklich viel. Man sieht Flugzeuge knapp über dem Boden dahinzischen und einen Platzredner (eigentlich ein Duo) quasselt die Zeiten daher. Sieht z.B. so aus:
Überraschend war für mich, daß die Rennen nicht von Sekundenbruchteilen abhängen, sondern Sekunden und im schlimmsten Fall Minuten entscheiden. Nach den 6 Runden landen die Flugzeuge und man kann die Sieger (und Verlierer) an einem vorüberrollen sehen:
Das ganze wäre nicht allzu spannend, vorallem weil zwischen den Rennen viel Zeit mit Landen, Vorbereiten, Starten, usw vergeht. Daher gibt es ein mächtiges Zusatzprogramm und schon ist es eine Flug-Event-Show.
Wir durften die offizielle Eröffnung miterleben. Fallschirmspringer brachten Fahnen und angeblich bekannte Leute schwangen Reden. Der bessere Fallschirmspringer hat wie folgt ausgesehen (der schlechtere ist bei der Landung hingefallen):
Die Alaska Staffel ist dazu Formation geflogen:
Dann kam es wieder zu einem Show-Event: Ein Raketenauto ist gegen ein Propellerflugzeug angetreten (und hat gewonnen). Hier das Raketenauto:
Und hier das Flugzeug:
Selten kommt es beim Rennen vor den Zuschauern zu Überholmanövern. Der Rundkurs ist schon recht groß, sodaß man nur einen sehr kleinen Bereich wirklich sehen kann:
Sie haben aber eine Wendemarke so gesetzt, daß die Flugzeuge recht actionreich in die Zuschauergerade biegen:
Manchmal hat man doch Glück und der Kampf geht Flügel an Flügel vor den Zuschauern los:
Der coolste Showact ist der Auftritt der Blue Angels. Der dauert über eine Stunde, weil natürlich auch der militärische Aufmarsch dazugehört:
An den drei Vortagen ist die Show offiziell nur eine Übung und nur am Wochenende ist es eine volle Show. Ich bezweifle aber, daß da ein großer Unterschied ist. Hier sind sie endlich in der Luft:
Die Übungen sind schon beachtlich. Es scheint ziemlich egal zu sein wo oben und unten ist:
6 Flugzeuge sind gestartet. Dabei sind 4 immer als Formation aufgetreten und die 2 anderen meist mit Sonderübungen. Im folgenden zwei Staffelauftritte:
Selbst Loopings kann man als Staffel fliegen:
Staffeln teilen sich aber auch zumal:
Die zwei Einzelkämpfer haben nahe Begegnungen in verschiedenen Varianten gezeigt. Das läßt sich aber eher schwer fotographieren. Nett war der paarweise extreme Langsamflug:
Neben den Shows und Races gibt es auch eine Ausstellung. Einen Teil übernimmt die Airforce:
Einen anderen Teil bestreiten flugzeugnarrische Private:
Der Abschluß des Tages wurde von den Red Eagles geflogen:
Einige Übungen der Blue Angels und fast alle Dinge der Red Eagles sind nur als Video spannend. Davon habe ich einige, die hebe ich mir aber für die Homepage auf. Alles in allem absolut sehenswert. Für mich war es noch dazu meine erste Flugshow.
Der Weg zum Hotel war nicht weit. Dort konnte ich mir Aussichtsseite und Stock recht frei wählen. Ich habe somit 20. Stock und Sicht auf die Stadt gewählt:
In Reno ist alles anders als in Las Vegas. Da gibt es kaum Action auf der Straße, die Hotels sind nicht gestyled und es gibt auch keine Hauptmeile, die man unbedingt gesehen haben muß. Es gibt aber schon auch eine Downtown:
In Las Vegas wurde Downtown vom Strip überholt, in Reno war Downtown überhaupt ganz down. Daher haben sich mehrere Hotels in der ganzen Stadt verteilt und bilden sogenannte Hotspots. Reno hat nun einiges daran gesetzt Downtown zu revitalisieren, sodaß es heute auch wieder langsam etwas wird. Mehr dazu am nächsten Tag, da bin ich dann dorthin gefahren.
Mein Hotel sieht von außen eher wenig spektakulär aus, einzig die beleuchteten Brunnen sind nett:
Das Hotel ist wie gesagt einfach gehalten (die Panoramalifts sind vorwiegend von innen hübsch und von außen wenig zu sehen):
Die Beleuchtung der Stadt ist auch nicht außergewöhnlich (wie in Las Vegas). Eine Stadt halt (Downtown im Hintergrund):
Im Hotel gab es schon ein Buffet, das sogar besser als das vom Sahara war (dafür aber auch etwas teurer ist). Der Unterschied dabei ist auch, daß es viel mehr Personal gibt. Man wird einem Tisch zugewiesen und Getränke werden (gratis) serviert und nachgefüllt. Das Buffet ist in Gruppen aufgeteilt (z.B. Asiatisch, Europäisch, Mexikanisch, Amerikanisch, Nachspeisen, …) und pro Gruppe sind entsprechende Köche zuständig. Daran kann man sich schon gewöhnen. 🙂
Am nächsten Tag ging es dann durch Downtown auf die lonliest road.