Ein sanfter Sandstrand verläuft im hellen Gegenlicht des Sonnenscheins am dunklen Meer, während im Hintergrund eine bewaldete Landzunge in das glitzernde Wasser ragt

Abschied von LA und die US #1

Heute sollte es nun wirklich so weit sein: Der Abschied von LA und meinen Freunden mußte sein. Es hätte noch so viel zu sehen und gemeinsam unternehmen gegeben, ich hätte noch viel Zeit dort verbringen können. Wer aber eine große Reise tun will, muß auch Abschied nehmen können; auch wenn es nicht leicht fällt.

Offensichtlich hat sich dieser Gedanke bis ins Unterbewußtsein hineingefressen (oder lag es daran, daß ich Tags zuvor bis weit nach Mitternacht geratscht habe?), denn der Tag begann eine Stunde zu spät: Wir haben verschlafen. Die letzten Dinge wurden gepackt und ins Auto verfrachtet und los ging es auf die US #1, die auch schon in Redondo Beach zu finden ist. Ein kurzer Einkaufsstopp war schon noch notwendig, denn auf der US #1 bis San Francisco ist nicht viel los (zumindest was das Einkaufen betrifft).


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Nördlich von LAX sieht die Straße noch wenig besonders aus. Das spannendste am folgenden Foto ist der alte Kübel auf der linken Fahrspur:

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Malibu war schnell erreicht und hat wieder wenig Eindruck auf mich gemacht. Mir bleibt es auch jetzt ebenso völlig schleierhaft, warum das die Gegend der Reichen und Schönen sein soll wie bei den vorhergehenden Besuchen. Z.B. Palos Verdes ist deutlich hübscher. So etwas kann aber wohl nur ein armer Schlucker wie ich sagen.

Eine mehrspurige Autobahn führt unter einer bogenförmigen Brücke hindurch, begleitet von einer Häuserzeile mit bunten Fassaden links und einer steilen, von Palmen bewachsenen Böschung rechts unter strahlend blauem Himmel

In Malibu konnte ich wenigstens die größte private Toilettenkette der Welt besuchen: McDonalds. Ein iced Café Latte war auch noch gut bei dem Wetter und eine Apfeltasche um 50 Cent sollte man auch nicht verschmähen.

Nach ein paar kurzen Freewaystrecken läuft die Straße immer öfter direkt entlang des Meeres:

Eine Fahrt auf einer Küstenstrasse in Kalifornien bei blauem Himmel, während mehrere Autos auf dem Asphalt vor uns herfahren und rechts hölzerne Telegrafenmasten den Fahrweg säumen

Mein alter Bekannter, der Nebel des Grauens, war natürlich auch mit von der Partie. In LA war es dieses Jahr überraschend sonnig (von der Früh weg), nur die letzten zwei Tage hat es bis ca. 10 Uhr gedauert, bis die Sonne den Nebel gefressen hat. Auch heute war ein zäher Nebel am Werken, der erst gegen Mittag völlig verschwunden war. Hier im Norden hat er aber wieder über den Berg geschaut:

Eine asphaltierte Küstenstraße mit gelber Bodenmarkierung führt an einer rauen, felsigen Steilküste und dem blauen Meer entlang unter einem weiten, wolkigen Himmel

Interessant sind Strandabschnitte, wo man anscheinend mit dem Wohnwagen stehen darf. Ich hab weit und breit keinen Statepark gesehen, aber die Wohnwagenreihen können wohl nicht alle irren:

Eine lange Kolonne weißer Wohnmobile und Caravans steht auf dem Pannenstreifen einer Küstenstraße unter trübem, wolkenverhangenem Himmel, während rechts sanfte, bewaldete Hügel ansteigen

Mein heutiges Besichtigungsziel sollte Santa Barbara sein. Nun kamen wir aber doch deutlich später weg als erhofft und die Vorhersage meines Freundes hat nicht zugetroffen: Er meinte, auch wenn es in LA wolkig/neblig ist, in Santa Barbara ist immer schönes Wetter. Heute war es aber umgekehrt, denn das sonnige Wetter hat gerade in Santa Barbara ausgelassen. Wir sind daher durchgefahren und im nahe gelegenen Refugio State Beach auf den Campingplatz gegangen. Kurz vorher hatten wir noch das überirdische Vergnügen einen privaten Campingplatz zu finden (auf der Suche nach einem Statepark). Die wollten dort schlappe $50 für eine Nacht!

Egal, am Refugio State Beach hat jedenfalls die Sonne geschienen und ein sehr netter Platz war schnell gefunden:

Ein petrolblaues Igluzelt steht auf schattigem Waldboden im Vordergrund, flankiert von hölzernen Tischen und Bänken unter knorrigen Bäumen auf einem naturbelassenen Campingplatz

Wie schon erwähnt ist das diesjährige Auto dunkelblau (eigentlich dunkelblau metallisé). Solange es das auch noch ist, und bei der trockenen Gegend glaube ich nicht so sehr daran, ein Foto:

Dunkelblauer Chevrolet Impala auf einem Schotterplatz vor dichtem Buschwerk, im Hintergrund ein Strommast und sanfte grüne Hügel

Der Strand ist hier wirklich hübsch und die Möwen tummeln sich in verschiedensten Sorten. Einmal alleine…

Eine graubraune Möwe mit gesprenkeltem Gefieder und rötlichen Beinen steht auf sandigem Gehsteig am Strand und blickt aufmerksam nach rechts

… manchmal gleich zu dritt …

Drei graue Vögel mit markanten roten Schnäbeln stehen auf sandigem Untergrund am Gehsteigufer, umgeben von trockenem Seegras und angeschwemmtem Treibgut

… oder überhaupt in ganzen Scharen:

Eine steile, von Büschen und einer Palme bewachsene Sandsteinküste erstreckt sich im Hintergrund, während zahlreiche Möwen auf dem sandigen Ufer zwischen angeschwemmtem Seetang rasten

Der Campingplatz liegt an einem Creek, der gerade wenig Wasser hat. Trotzdem (oder gerade deswegen?) läßt es sich als Möwe gut darin plantschen:

Eine grauweisse Möwe mit kräftigem gelbem Schnabel steht im flachen Wasser am sumpfigen Ufer, während im sanft gekräuselten See eine einzelne Feder treibt

Der Strand ist aber auf jeden Fall schön anzusehen. Mit den Palmen wirkt er fast schon tropisch:

Der weitläufige Küstenabschnitt von Refugio State Beach in Kalifornien mit dunklem Sand, angespültem Kelp und einer markanten Reihe hoher Palmen entlang des Gehsteigs, während im Hintergrund sanfte Hügel und das blaue Meer zu sehen sind

Die Sonne geht zwar nicht über dem Meer unter, macht aber auch so einen hübschen Eindruck:

Ein sanfter Sandstrand verläuft im hellen Gegenlicht des Sonnenscheins am dunklen Meer, während im Hintergrund eine bewaldete Landzunge in das glitzernde Wasser ragt

Abhängig vom Nebel des Grauens geht es morgen entweder nach Santa Barbara zurück oder weiter die US #1 nach Norden. Mal sehen.

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