Die historische Old Mission Santa Barbara zeigt sich mit markanten weiß-rosa Fassaden, roten Ziegeldächern und Doppeltürmen hinter einem moosbewachsenen Brunnbecken mit Seerosen am asphaltierten Vorplatz, während im Hintergrund dunkle Wolken und grüne Berge aufragen

Santa Barbara und noch ein Stück US #1

Der Tag begann sonnig. Das ist für die Küste ungewöhnlich. Aber von sonnigen Dingen läßt man sich gerne überraschen. Ein Blick in den Süden machte dann aber doch besorgt: Wird sich das mit Santa Barbara ausgehen oder herrscht dort gnadenlos der Nebel des Grauens:

Ein sandiger Strand führt an das blaue Meer, während links im Vordergrund dunkle Palmenblätter in den strahlend blauen Himmel mit weissen Wolkenfeldern ragen

Wir haben uns aber dann doch für das Risiko entschieden und die Route zeigt, Risiko war schon dabei. In Santa Barbara war es bei der Ankunft mächtig neblig:


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Der Weg führte uns zunächst zum botanischen Garten, aber der war tief im Nebel versteckt. Wir hatten gehofft, daß der Nebel am Berg schon weg wäre, aber genau das Gegenteil war der Fall: Der Nebel staute sich am Berg an!

Am Weg ins Stadtzentrum fand sich dann diese nette Kirche. Bei Sonne sicher noch einmal so schön:

Die historische Trinity Episcopal Church in Riverside aus hellem Werkstein mit markantem Glockenturm, spitzbogigen Fenstern und schlanken Palmen am roten Gehsteig

Also weiter runter an den Strand, mit dem unbeweglichen Riesenkübel einparken geübt (denn da kann man sogar gratis parken) und einen Blick auf’s Meer gewagt. Soll immer schön sein und warm wie an der Riviera. Wohl eher Riviera bei Winter:

Eine graue Möwe fliegt über einen sandigen Strand im Vordergrund, während im trüben Dunst des Meeres zahlreiche weiße Segelboote und ein langer Holzsteg im Hintergrund liegen

Wenn wir schon einmal da waren, konnten wir auch auf das Santa  Barbara Pier gehen, da waren wir  noch nie. Der Weg nach draußen war frustrierend, denn im Norden war der Himmel völlig blau, nur über uns war es neblig. Doch mit jeder Minute schien sich die Sonne mehr durchzusetzen:

Ein hölzerner Kai auf stabilen Pfählen führt über das dunkle Wasser, während im Hintergrund weiße Gebäude mit bunten Flaggen unter bewölktem Himmel stehen

Wie wir wieder Richtung Strand unterwegs waren, hatte die Sonne obsiegt!

Das weite Panorama der Santa Barbara Bay zeigt im Vordergrund einen hellen Sandstrand mit aufgereihten Auslegerkanus und roten Kajaks, während links zahlreiche Segelboote vor Anker liegen und rechts Palmen sowie rot gedeckte Häuser säumen

Noch ein schneller Blick auf den Brunnen am Beginn des Piers geworfen (der soll am Abend schön beleuchtet sein, nur war ich noch nie da um das zu sehen):

Die bronzene Delphinskulptur in einem runden Brunnen bildet auf dem Gehsteig vor Palmen und dem Steinhag an der Küste den Mittelpunkt, während im Hintergrund eine rote Stopptafel und Passanten zu sehen sind

Am Strand wächst das gleiche seltsame Grünzeugs wie in Griechenland. Scheinbar gibt es nicht viel, das in salzigem Sand wächst. Hier blüht es aber auch noch hübsch:

Eine hellgelbe Hottentottenfeige blüht im grellen Sonnenlicht inmitten von saftig grünen, fleischigen Blättern, während im Hintergrund weitere sukkulente Triebe schattig aufragen

Da die Sonne nun doch gnädig war, wieder rauf zum botanischen Garten (der liegt in einem Canyon am Hügel). Der Nebel hält sich noch weiter oben am Berg, der Garten hat aber gerade schon Sonne:

Dichte Sträucher mit silbergrünen Blättern und roten Blüten im Vordergrund, eingebettet in eine hügelige Waldlandschaft mit dunklen Bäumen, unter einem wolkenverhangenen, grauen Himmel

Der botanische Garten war ein wenig enttäuschend und der Eintritt kann auch als Spende verstanden werden. Im Mai hat eines der verheerendsten Brände große Gebiete auf diesem Hügel verbrannt; leider auch Teile des botanischen Gartens. Sie richten gerade wieder viel her, aber die Natur braucht eben seine Zeit. Diese silbergrünen Pflanzen blühen aber unerschrocken:

Leuchtend rote, röhrenförmige Blüten der Texanischen Salbei erheben sich im Garten aus graugrünen Blättern, während im unscharfen Hintergrund weitere Blüten aufscheinen

Die Schildkröten im Teich wärmen sich in den ersten Sonnenstrahlen des Tages:

Drei Rotwangen-Schmuckschildkröten sonnen sich auf einem grauen Findling, der aus einem dunklen Teich ragt und sanfte Wellen wirft

Trotz Brand und Herbst einiges blüht schon sehr hübsch im Garten:

Zarte Blüten in leuchtendem Gelb und kräftigem Rotorange thronen auf einem schlanken Stängel mit grünen Blättern vor einem verschwommenen Hintergrund Strahlend gelbe Blütenkörbchen und grüne Blätter einer Strandaster gedeihen im sandigen Boden, durchsetzt mit vertrockneten Blütenständen und Knospen

Überraschend ist auch, daß ein verbrannter Baum noch lange nicht tot sein muß. Im botanischen Garten gibt es einige Beispiele von extremen Lebenswillen:

Ein einzelner Baum mit rotbraunem Blätterkleid und markanten Flecken aus leuchtend hellgrünen Blättern steht vor einem dichuen Geäst im Hintergrund, während am Boden saftiges Grün wächst

Die ganze Seite mit dem Aquädukt zur Mission ist verbrannt und gesperrt. Der Weg zum alten Damm ist zwar offen, die Bäume sind jedoch zum Teil ziemlich mitgenommen.

Ein geschwungener Gehweg aus hellen Pflastersteinen schlängelt sich durch ein waldiges Gebiet mit braun-rötlichem und grünem Laubwerk unter einem lichten Himmelsstreifen

Zum Abschluß noch ein Bild eines froh blühenden Strauches:

Zarte, rosa Blütenstände von Wildstauden ragen auf schlanken, grünen Stängeln empor, eingebettet in grüne Blattwerk und ergänzt durch kleine, leuchtend rote Farbtupfer im dichten Hintergrund

Die Mission Santa Barbara gilt nach eigenen Angaben als best erhaltendste Mission, da sie als einzige immer im Betrieb war. Auch die Mission war beim großen Feuer im Mai bedroht und die Bilder, die überall aushängen, sehen sehr bedrohlich aus. Jetzt ist davon nichts mehr zu sehen:

Die historische Old Mission Santa Barbara zeigt sich mit markanten weiß-rosa Fassaden, roten Ziegeldächern und Doppeltürmen hinter einem moosbewachsenen Brunnbecken mit Seerosen am asphaltierten Vorplatz, während im Hintergrund dunkle Wolken und grüne Berge aufragen

Im Inneren der Kirche der Mission konnte ich die neue Kamera einmal richtig testen. Kein Stativ mit und alle Fotos freihand geschossen. Ich würde sagen: Test bestanden:

Der Blick in das schlichte Kirchenschiff einer historischen Missionsstation offenbart blass verputzte Wände mit farbigen Malereien, schmiedeeiserne Luster an der Decke und hölzerne Bänke zu beiden Seiten des Mittelgangs. Der helle Altar im Hintergrund wird von warmem Licht beleuchtet, während schmale Fenster Tageslicht hereinlassen Eine graue, sandsteinfarbene Skulptur einer knienden Frau mit Gewand und Kopftuch auf einem Sockel, die den Blick nach oben richtet, flankiert von grünem Blattwerk und einer vertikal strukturierten Wand im Hintergrund

In die Mission selbst bin ich wieder nicht gegangen, da sie für einen Innenhof $6 sehen wollen. So spannend ist der Hof nun auch wieder nicht. Von außen sieht sie aber hübsch aus, das kann man nicht übersehen:

Die historische Old Mission Santa Barbara zeigt eine lange, weiße Fassade mit Ziegel-Dach und Arkadengang, flankiert von zwei markanten Kirchtürmen und einer breiten Stiege am asphaltierten Platz

Danach ging es weiter auf der US #1 in Richtung Norden. Weit war es nicht, da wir noch eine Nacht auf einem State Beach verbringen wollten. Dieses mal war es Pismo Beach. Dort wächst am Strand wieder das Grünzeug von Griechenland und Santa Barbara, es blüht aber lila:

Eine purpurrote Mittagsblume blüht inmitten von fleischigen, grün-rötlichen Laubblättern auf hellem Sand im Sonnenschein

Der Strand in Pismo Beach ist extrem breit. Sehr warm war es aber nicht, sodaß baden definitiv nicht in Frage kam.

Grüne Sukkulenten bewachsen sandige Dünen am breiten Strand von San Francisco, während im Hintergrund der blaue Pazifik und wolkenverhangene Küstenberge liegen

Der Meeresanblick und die Luft ist aber einen Abend am Strand immer wert. Wo hat man sonst so ein hübsches Panorama:

Das weite, helle Sanddünenlabyrinth am Océano Dunes State Vehicular Recreation Area erstreckt sich bis zum blauen Meer, während im Hintergrund sanfte Küstenhügel und heller Dunst das Panorama prägen

Die Möwen sind dort irgendwie wasserscheu. Sie laufen vor den Wellen hin und her, gehen aber nicht ins Wasser. Wenn der kräftige Wind von schwanzwärts bläst, zerzaust es einem ein wenig das Gefieder:

Eine graublaue Möwe mit leuchtend rotem Schnabel und dunklen Ständer schreitet über den nassen Sand am Ufer, während sich ihre Gestalt im seichten Wasser spiegelt und im Hintergrund weißer Schaumsaum einer sanften Welle ausläuft

Was gibt es am Meer am Abend noch, was man niemals nie versäumen darf? Richtig, den Sonnenuntergang:

Ein markanter, dunkel silhouettierter Baum mit weit verzweigtem Geäst rahmt auf einem sandigen Strand den leuchtenden Sonnenuntergang am Meer ein, während im Hintergrund der Horizont verschwimmt

Und kurz darauf war die Sonne weg. Da wurde es echt frisch, aber es war klar und nicht neblig. Alles kann man wohl nicht haben:

Eine orange leuchtende Abendsonne geht über dem dunklen Meer unter, während am feuchten Sandstrand ein einsamer Spaziergänger den weiten Horizont betrachtet

Am nächsten Tag ging es weiter die US#1 nach Norden. Spannend blieb weiterhin die Frage, ob sich der gute Bekannte, der Nebel des Grauens, weiter zurückhalten würde oder nicht.

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