Ein idyllischer Teich mit dunklem Wasser liegt inmitten einer grünen Parkanlage, umgeben von dichtem Schilf und Sträuchern. Auf einer runden Holzplattform am Ufer steht eine hölzerne Bank. Im Hintergrund ragen hohe Laubbäume sowie ein modernes, weißes Hochhaus in den blauen Himmel

Denver Botanical Garden

Der zweite Tag in Denver sollte dem botanischen Garten gehören. Wieder gingen wir davon aus, daß wir früher zum Campingplatz kommen würden, weil der Garten sicher nicht groß ist. Und wie nicht anders zu erwarten, wieder ein Irrtum. Wir kamen (mit Einkauf) keine Minute früher zum Platz als beim Vortag.

Der botanische Garten in Denver ist – wie fast jeder botanische Garten – in verschiedene Einzelgärten gegliedert. Die Grenzen sind aber nicht streng gezogen, sondern sehr verlaufend. Wir haben mit dem Glashaus begonnen, das erstens architektonisch anders ist und zweitens auch innen viel zu bieten hat. Gleich nach dem Eingang wird man vom Grünzeugs gefressen: 

Ein heller Gang führt durch ein tropisches Glashaus mit üppigen Palmen, satten Farnen und leuchtend violetten Blüten am Wegrand, während Sonnenlicht durch die gläserne Dachkonstruktion fällt

Trotz der urigen Innenwelt mit Treppen in 3 Ebenen ist das ganze rollstuhltauglich gebaut; ein künstlicher Baum in der Mitte versteckt einen Aufzug. Durch die rautenförmigen Fenster strahlt Licht die einzelnen Blüten an:

Leuchtend rote Blüte mit feinen, nadelförmigen Staubblättern, eingebettet in sattgrüne Blätter vor einem dunklen, verschwommenen Hintergrund

Manche Pflanzen kann man von den unterschiedlichsten Perspektiven sehen, da man über die 3 Ebenen den Blickwinkel wählen kann. Die Anzahl der Blumen, Sträucher und Bäume im Haus ist umwerfend:

Blühende violette Thunbergia grandiflora mit leuchtend gelbem Schlund, grünen Blättern und einer geschlossenen Knospe vor tiefschwarzem Hintergrund

Ich als botanisch Ahnungsloser habe natürlich keinen blassen Dunst wie diese Blumen heißen, schön sind sie aber alle mal:

Leuchtend rote Blütenstände einer Tropenpflanze ragen zwischen saftig grünen, stark geaderten Blättern hervor, umgeben von dichtem, schattigem Dschungelgrün im Hintergrund

Irgendwie ist es durch die Konstruktion hervorragend geglückt, daß das Licht die verschiedensten Blüten voll zur Geltung bringt. Zu jeder Tageszeit natürlich andere, aber immer sehr viele.

Leuchtend gelbe Blütendln einer Randbecherin ragen im Sonnenlicht aus tiefgrünen, glänzenden Blättern empor, während der dunkle Hintergrund die exotische Pflanze scharf akzentuiert

In einer dunklen Ecke steht auch ein Terrarium mit Pfeilgiftfröschen, so wie dieser hier:

Ein schwarz-gelber Färberfrosch sitzt auf einem groben Ast vor einer vertikal strukturierten, erdtonfarbenen Holzwand im diffusen Licht

Draußen war extrem viel in voller Blüte. Ich kann mir nicht annähernd vorstelleen, wie das im Frühjahr aussehen mag, wenn jetzt im Herbst schon fast alles blüht. Die Bienen schossen herum, als hätten sie noch vor kurzem im Winterschlaf gelegen; überall summte und brummte es zwischen den Blumen:

Eine fleißige Honigbiene fliegt im herrlich sonnigen Licht knapp über zwei leuchtend orangefarbene Kalifornische Mohnblüten, die inmitten von saftig grünem Gras und feingliedrigem Kraut wachsen

Am späteren Nachmittag habe ich dann auch den Nachteil der Brummer kennengelernt: Ich habe eine auf meiner Hose surfende Biene begrapscht, was mir ein hässlich großes Loch in der Hand eingebracht hat; noch Tage später war die Hand kräftig geschwollen. Nett anzusehen sind die Bienen aber trotzdem:

Zwei fleißige Bienen sammeln im goldgelben Staubgefäß einer kräftig pinkfarbenen Dahlie mit acht großen Blütenblättern Nektar, eingebettet in unscharfes Grün im Hintergrund

Ich habe es ja nicht so sehr mit Gras und Bambus wenn es blüht (blöde Allergie), aber das Aussehen der Fächer ist schon genial: 

Üppiges Lampenputzgras mit silbrig-weichen Blütenständen und feinen grünen Halmen ragt vor einer dunkelgrünen Hecke auf, während links hellgelbe Blattschmuckstauden und rechts ein gepflasterter Weg zu sehen sind

Blumen über all und soviele hübsche Namen, die ich mir nicht gemerkt habe.

Eine nahaufnahme zeigt eine leuchtend gelb-rote Rose mit zartem Farbverlauf auf den Blütenblättern, im schattigen Hintergrund sind unscharfe grün-rote Blätter und weitere Knospen zu erkennen

Eine Riesenheuschrecke hat sich das winzige Grünzeugs zwischen zwei Bodenziegeln zum Eierlegen ausgesucht. Sehr seltsam wenn man bedenkt, wieviele grüne Möglichkeiten es  in dem Garten gab:

Ein grüngelber Heuschrecken sitzt auf einem rötlichen Pflaster aus Ziegel und ragt mit seinen langen Fühlern über eine breite Fuge, in der winzige grüne Kräuter wachsen

Wasser in Bächen und Becken ist auch in diesem Garten überall präsent. An manchen Stellen wird das durch Kunstwerke verschönt:

Eine geschwungene Skulptur aus hellem Stein steht in einem ruhigen Wasserbecken, das die Formation spiegelt, umgeben von gepflegten Grünanlagen, dunklen Blumenkübeln und blühenden Beeten im Hintergrund

Auf den Teichen laufen Wasserläufer mit ziemlich hektischen Bewegungen herum. Ich habe trotzdem einen Fotographieren können:

Ein brauner Wasserläufer steht auf der ruhigen, dunkelblauen Wasseroberfläche eines Teiches und wirft kleine Ringe sowie dunkle Schatten

Auch der Japanische Garten darf nicht fehlen:

Dunkelgrüner Japanischer Garten mit einem ruhigen Teich, in dem sich künstliche Felsen, formgeschnittene Nadelbäume und eine steinerne Laterne spiegeln, umgeben von einer dichten Baumreihe im Hintergrund

Überall finden sich Sessel oder Bänke, die zum ruhigen Verweilen einladen. Nur selten lugt ein Haus über das Grünzeugs, obwohl man ziemlich im Stadtzentrum ist. Der Garten wirbt nun mit gratis WLAN im ganzen Bereich. So kann man – sagt zumindest die Werbung – Arbeit mit angenehmer Gartenruhe verbinden.

Ein idyllischer Teich mit dunklem Wasser liegt inmitten einer grünen Parkanlage, umgeben von dichtem Schilf und Sträuchern. Auf einer runden Holzplattform am Ufer steht eine hölzerne Bank. Im Hintergrund ragen hohe Laubbäume sowie ein modernes, weißes Hochhaus in den blauen Himmel

Klar sind auch Hochzeiten in dem Garten beliebt. Ich habe dort auch eine gesehen und mußte eine ganze Weile warten, bis das Foto ohne Partygast zu machen war:

Farbenprächtiger Staudengarten mit leuchtend pinken Astern im Vordergrund, hohen gelben Königskerzen und einem herbstlich rot gefärbten Laubbaum im Hintergrund unter blauem Wolkenhimmel

Es ist dort ziemlich schwer ein Foto zu machen, auf dem nur eine Blume zu sehen ist. Fast immer schleicht sich im Hintergrund eine andere ein; so wie hier:

Drei rot-gelbe Fackelblumen ragen auf langen Stängeln empor, im unscharfen Hintergrund leuchten violette Sommerflieder

Libellen sind natürlich vom Wasser und den vielen Pflanzen begeistert. Das im Herbst Paarungszeit der Libellen ist, habe ich auch erst in dem Garten gesehen. Diese Libelle wartet wohl noch auf den oder die richtige:

Eine graue Libelle sitzt auf einem senkrechten Stab aus hellem Bambus vor einem unscharfen grünen Garten mit leuchtend orangen Blumen im Hintergrund

Diese Riesenbrummer sind in manchen Gartenteilen fast so gut vertreten wie die Bienen:

Eine schlanke, dunkle Libelle mit leuchtend blauen Facettenaugen sitzt auf einer braunen, vertrockneten Blüte im Garten, während rosa Sommerblumen im weich gezeichneten Hintergrund prangen

Der große Teich wird von zwei Springbrunnen geziert:

Zwei weithin sprühende Wasserspiele mitten in einem dunklen Teich, der mit Seerosen und rötlichen Schwimmblättern bedeckt ist, vor einer grünen Baumzeile unter blauem Himmel mit weißen Quellwolken

Alles in allem ein wunderbarer Tag und ich kann es gut verstehen, daß man dort als Ortsansässiger eine Jahreskarte hat.

Am nächsten Tag ging es dann auf Meilenjagt, aber davon später mehr.

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