Denver Botanical Garden

Der zweite Tag in Denver sollte dem botanischen Garten gehören. Wieder gingen wir davon aus, daß wir früher zum Campingplatz kommen würden, weil der Garten sicher nicht groß ist. Und wie nicht anders zu erwarten, wieder ein Irrtum. Wir kamen (mit Einkauf) keine Minute früher zum Platz als beim Vortag.

Der botanische Garten in Denver ist – wie fast jeder botanische Garten – in verschiedene Einzelgärten gegliedert. Die Grenzen sind aber nicht streng gezogen, sondern sehr verlaufend. Wir haben mit dem Glashaus begonnen, das erstens architektonisch anders ist und zweitens auch innen viel zu bieten hat. Gleich nach dem Eingang wird man vom Grünzeugs gefressen: 

Trotz der urigen Innenwelt mit Treppen in 3 Ebenen ist das ganze rollstuhltauglich gebaut; ein künstlicher Baum in der Mitte versteckt einen Aufzug. Durch die rautenförmigen Fenster strahlt Licht die einzelnen Blüten an:

Manche Pflanzen kann man von den unterschiedlichsten Perspektiven sehen, da man über die 3 Ebenen den Blickwinkel wählen kann. Die Anzahl der Blumen, Sträucher und Bäume im Haus ist umwerfend:

Ich als botanisch Ahnungsloser habe natürlich keinen blassen Dunst wie diese Blumen heißen, schön sind sie aber alle mal:

Irgendwie ist es durch die Konstruktion hervorragend geglückt, daß das Licht die verschiedensten Blüten voll zur Geltung bringt. Zu jeder Tageszeit natürlich andere, aber immer sehr viele.

In einer dunklen Ecke steht auch ein Terrarium mit Pfeilgiftfröschen, so wie dieser hier:

Draußen war extrem viel in voller Blüte. Ich kann mir nicht annähernd vorstelleen, wie das im Frühjahr aussehen mag, wenn jetzt im Herbst schon fast alles blüht. Die Bienen schossen herum, als hätten sie noch vor kurzem im Winterschlaf gelegen; überall summte und brummte es zwischen den Blumen:

Am späteren Nachmittag habe ich dann auch den Nachteil der Brummer kennengelernt: Ich habe eine auf meiner Hose surfende Biene begrapscht, was mir ein hässlich großes Loch in der Hand eingebracht hat; noch Tage später war die Hand kräftig geschwollen. Nett anzusehen sind die Bienen aber trotzdem:

Ich habe es ja nicht so sehr mit Gras und Bambus wenn es blüht (blöde Allergie), aber das Aussehen der Fächer ist schon genial: 

Blumen über all und soviele hübsche Namen, die ich mir nicht gemerkt habe.

Eine Riesenheuschrecke hat sich das winzige Grünzeugs zwischen zwei Bodenziegeln zum Eierlegen ausgesucht. Sehr seltsam wenn man bedenkt, wieviele grüne Möglichkeiten es  in dem Garten gab:

Wasser in Bächen und Becken ist auch in diesem Garten überall präsent. An manchen Stellen wird das durch Kunstwerke verschönt:

Auf den Teichen laufen Wasserläufer mit ziemlich hektischen Bewegungen herum. Ich habe trotzdem einen Fotographieren können:

Auch der Japanische Garten darf nicht fehlen:

Überall finden sich Sessel oder Bänke, die zum ruhigen Verweilen einladen. Nur selten lugt ein Haus über das Grünzeugs, obwohl man ziemlich im Stadtzentrum ist. Der Garten wirbt nun mit gratis WLAN im ganzen Bereich. So kann man – sagt zumindest die Werbung – Arbeit mit angenehmer Gartenruhe verbinden.

Klar sind auch Hochzeiten in dem Garten beliebt. Ich habe dort auch eine gesehen und mußte eine ganze Weile warten, bis das Foto ohne Partygast zu machen war:

Es ist dort ziemlich schwer ein Foto zu machen, auf dem nur eine Blume zu sehen ist. Fast immer schleicht sich im Hintergrund eine andere ein; so wie hier:

Libellen sind natürlich vom Wasser und den vielen Pflanzen begeistert. Das im Herbst Paarungszeit der Libellen ist, habe ich auch erst in dem Garten gesehen. Diese Libelle wartet wohl noch auf den oder die richtige:

Diese Riesenbrummer sind in manchen Gartenteilen fast so gut vertreten wie die Bienen:

Der große Teich wird von zwei Springbrunnen geziert:

Alles in allem ein wunderbarer Tag und ich kann es gut verstehen, daß man dort als Ortsansässiger eine Jahreskarte hat.

Am nächsten Tag ging es dann auf Meilenjagt, aber davon später mehr.

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