Der ockergelbe Hoodoo im Bryce Canyon National Park ragt aus einem dichten Nadelwald empor, während im Hintergrund weitere steile Felswände und bläuliche Bergrücken den Horizont bilden

Vom Bryce NP zum Capitol Reef NP

Nach der frischen Nacht ging es zu einem Frühstück in der Sonne zum Auftauen. Und dann nichts wie los, denn der Tag war sehr gut gefüllt. Wie immer kommt man vor dem Bryce NP durch den Red Rock SP. Nach einem kurzen Halt beim Visitor Center (und dem obligatorischen Kauf von Kalendern) kommt man zu dieser Aussicht. Ach ja, die Felsen sind wirklich so rot (und auch die nachfolgenden), da braucht man keine Farbfilter.

Leuchtend rote Sandsteinformationen des Bryce Canyon Nationalparks in Utah mit buschiger grüner Vegetation im Vordergrund und strahlend blauem Himmel im Hintergrund

Beim Eingang vom Bryce NP waren wieder ein paar Wolken, aber am Scenic Drive waren sie bald wieder verschwunden. Im Prinzip gibt es nicht viel Neues; man fährt von Aussichtspunkt zu Aussichtspunkt und wundert sich, was die Natur nicht alles erschaffen kann. Im folgenden die Natural Bridge:

Der markante Felsbogen Natural Bridge im Bryce Canyon National Park in Utah aus rötlichem Gestein rahmt einen dichten Nadelwald im Hintergrund ein

Oder Thor’s Hammer:

Der ockergelbe Hoodoo im Bryce Canyon National Park ragt aus einem dichten Nadelwald empor, während im Hintergrund weitere steile Felswände und bläuliche Bergrücken den Horizont bilden

Manche stellen sich auch einfach Mänchen vor. So wie diesen Trutzkopf:

Im Bryce Canyon National Park ragt eine ockerfarbene Gesteinssäule, ein markanter Hoodoo, vor einer rautenförmigen Felswand empor, während im Hintergrund ein dichter Nadelwald auf dem Bergrücken steht

Bryce besteht aus einer sehr langen Klippe, wo die wunderschönen roten und weißen Felsen ausgewaschen wurden. Hier ein Blick entlang der Klippe:

Blick in den Bryce Canyon mit ockerfarbenen Felstürmen und Nadeln aus Sandstein, die steil in den schattigen Talgrund ragen, umgeben von dichten Nadelwäldern unter dunklem Wolkenhimmel

Man ist von den Felsen fast umgeben. Wer viel Zeit (und etwas Kondition hat), kan auch ins Tal runterwandern und wirklich inmitten der Felsen stehen. Ich hatte bei meinem Besuch leider nicht so viel Zeit; drum hier nur ein weiteres Bild von oben.

Der Bryce Canyon in Utah besticht durch ockerfarbene Gesteinsformationen und Hoodoos, die von dunkelgrünen Nadelbäumen durchsetzt und im Hintergrund von sanften Bergrücken unter blassblauem Himmel umrahmt werden

Ich dachte schon, man hätte diese Schauspieler und Wegelagerer vertrieben. Aber nein, an einem Aussichtspunkt sind sie noch fröhlich zu Gange. Für Futter werden verschiedene Posen zur Schau gestellt, die auch mit Gesang untermalt werden. Raben eben…

Ein pechschwarzer Kolkrabe mit glänzendem Gefieder und massivem Schnabel sitzt auf einem ockerfarbenen Fsimerl vor einer verschwommenen Berglandschaft unter einem hellen Wolkenhimmel

Den Blick ins große Amphitheater sollte man sich für den Schluß aufheben. Einfach unübertroffen.

Weitläufiger Panoramablick über den Bryce Canyon in Utah mit rot-goldenen Gesteinssäulen und Felsformationen, durchsetzt mit grünen Nadelbäumen im Talgrund, unter einem dramatischen, teilbewölkten Himmel

Weiter ging es auf dem Scenic Byway zum Capitol Reef NP. Zunächst kommt man an ähnlichen Formationen wie in Bryce vorbei:

Rötlich-orangefarbene Felspyramiden und Hoodoos im Bryce Canyon National Park, eingebettet in graubraune Hänge mit sattgrünen Nadelbäumen im Vordergrund unter einem tiefblauen Himmel mit vereinzelten Wolken

Dann wird die Straße gebirgig. Man sollte schon mit genügend Zeit für die Strecke rechnen, denn man kommt auf 9600ft (knapp 3000m) Höhe und windet sich gar sehr. Nur manchmal kommt die USA-Bauweise zum Tragen: Schnurgerade rauf/runter:

Eine asphaltierte Landstraße führt über hügeliges Terrain mit karger Wüstenvegetation in eine weite Berglandschaft unter einem wolkigen Himmel

Die Straße führt einmal über einen Gipfel, dann entlang eines Kamms (ein paar Hundert Meter links und rechts der Straße auf direktem Wege nach unten) und entlang von Flüssen in Canyons, wie hier:

Weitläufige rötliche Sandsteinformationen des Capitol Reef National Parks mit einer schmalen Straße und sattem Grün im Talgrund unter bewölktem Himmel

Nach langer Fahrt ist dann der Capitol Reef NP das Ziel. Bei Abendlicht wirkt alles noch einmal so schön: 

Leuchtend gelb blühende Sträucher im Vordergrund, roter Sandboden und markante rote Felsformationen des Capitol Reef Nationalparks unter einem blauen Himmel mit feinen Wolken

Hier eine Formation, die Castle genannt wird:

Die markanten Sandsteinformationen des Capitol Reef National Park in Utah zeigen eine charakteristische Schichtung aus hellgrauen, ockerfarbenen und rostbraunen Erdschichten unter einem tiefblauen Himmel mit zarten Schleierwolken

Die blöde Überraschung kam dann am Campingplatz. Capitol Reef hat nur einen Campingplatz und den kann man nicht vorbestellen: first-come-first-serve. Und ich kam  nicht first, ich kamm garnicht mehr dran. Obwohl z.B. die Zeltwiese so groß wie ein Fußballfeld ist, dürfen dort nur 4 Zelte stehen. So sagt es das Gesetz. Daher haben sich dort 4 Zelte verirrt, ich durfte aber nicht auf den Campingplatz. Ich wurde auf ein public land in 10mi Entfernung verwiesen, mehr wäre da nicht. Ich könnte aber in der Früh des nächsten Tages kommen, da wären wohl wieder ein/zwei Plätze frei (nur da brauchte ich keinen mehr).

Am Weg zur Hauptstraße kam eine kleine Herde an Rehen den Berg herunter. Sehr hübsch im Abendlicht:

Imposanter Hirsch mit großem Geweih im dunklen Profil auf einer ansteigenden Geländekante vor einem dramatischen, wolkenverhangenen Abendhimmel mit hellem Lichtschein

Am Public Land standen schon zwei RV, die auch nicht auf den Ca,mpingplatz durften. Ich habe mich weiter rauf auf den Hügel gewagt (die ‚Straße‘ zeige ich nicht der Autovermietung), denn dort waren die einzigen halbwegs ebenen Flächen. Und so kam ich zu einem Gratisplatz im Nix. Sehr idyllisch, aber kein Wasser und kein Klo…

Ein roter PKW mit geöffnetem Kofferraum steht auf rotem Schotterboden im Schatten eines großen Baumes, daneben ein blaues Kuppelzelt in einer kargen Landschaft mit rotbraunen Felsen im Hintergrund und hellem Himmel mit leichten Wolken

Da ich den Bericht schreibe, kann sich jeder denken, daß ich die Nacht überlebt habe. Details dazu im nächsten Bericht.

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