Die Wettervorhersage war genial und eigentlich hätten wir einen Wasserpark machen wollen, aber das spezielle 1 day 3 parks Hopperticket vom KOA war an das Datum gebunden. Also auf ein großes Hoppen.
Der Wasserpark von Universal war für uns komplett neu. Also wollten wir mit dem beginnen, denn wenn der gut ist, kann man sich noch ein single Ticket für den Wasserpark holen. Wir sind also brav in die Park Garage gefahren, sind im Erdgeschoß geparkt worden, denn zum Wasserpark fährt man mit dem Bus. Dort rennt man noch ein wenig, bis man zum riesigen Tiki Hut der Eingangshalle kommt. Wir mußten ein paar Minuten warten, denn early access haben nur Hotelgäste, das waren wir nicht.

Punkt 10 (und keine Sekunde früher) durfte man seine Ticket scannen lassen, in unserem Fall 2 PDFs auf den Handies. Und schon waren wir drinnen. Wegweiser gibt es kaum, sodaß wir als Anfänger mal gesucht haben. Der Vulkan ist aber schon allgegenwärtig.

Wir haben auf die Kosten eines Kastls verzichtet, haben uns umgezogen und los ging es einmal ins große Wellenbecken zu Fuße des Vulkans.

Das Wasser ist wesentlich kühler als bei Disney. Ich habe also gequietscht. Richtig Schwimmen geht dort kaum, weil es überall seicht ist. Es gibt auch keine großen Wellen, nur so ein paar kleinere stehende Wellen. Also sind wir nach ein bißl Rumhüpfen los zur Erkundung. Der große Unterschied bei Universal ist, daß man eine Uhr verpflichtend bekommt, die an dem Tag der Schlüssel zu allen Eingängen ist. Ich gehe auch stark davon aus, daß Universal einen damit super orten kann. Der angepriesene Vorteil sind die virtuellen Warteschlangen. Man geht also zu einer Attraktion hin, scanned seine Uhr und bekommt eine Return-Uhrzeit. Das funktioniert quasi wie ein Fast-Pass bei Disney. Manche Attraktionen haben gerade keine Warteschlangen, da darf man nach dem Scannen der Uhr gleich rein. Das Problem ist bei Universal aber die Umsetzung. Denn wenn man zu einer angegebenen Uhrzeit zurückkommt, steht man erst recht in der Warteschlange. Mindestens 20 Minuten lang. Also ohne Warten ist das bei Weitem nicht. Man darf dabei auch nicht vergessen, daß manche virtuelle Warteschlangen schon mal bei 2 bis 3 Stunden anfangen. Bevor man in die echte Warteschlange kommt. Wir haben daher nicht so gar arg viele Attraktionen geschafft, denn das kostet dort echt Zeit. Für den ersten Erkundungstag wollten wir ja auch vorwiegend sehen, was dort so alles geht. Also zuerst in den lazy river.

Generell haben Sie dort ein eher normales Wasser-Action-Bad. Also wenig Styling, einfach Action. Der Vulkan ist eigentlich das einzige stylische Ding. Alles andere sind Rutsch-Attraktionen auf normalen Stahltürmen. Nett sind z.B. die Rafts. Da geht endlich was weiter. Astrid war da eher panisch. Sie wiegen dort aber alle Rutschgruppen, damit man in den Kurven mit mehr Gewicht nicht rausfliegt.

Oder die gemütlicheren Doppelfloats, die aber für Erwachsene eher Single-Floats sind (Gewichtslimit).

Sie haben auch zwei lazy river. Im zweiten darf man nur mit Schwimmwesten rein (die sind aber verpflichtend). Auch mal was anderes.

Nett wäre noch eine Boothochschaubahn gewesen, wo sie einen mit Linearmotoren Schwung geben und man so wieder einen Hügel hochziehen kann. Da war aber die virtuelle Schlange bei über 2 Stunden. Und es gab noch viele kranke Sachen mit freiem Fall und Co, aber das war dann doch ein bißl viel. Also gegen 1 Uhr nochmal ins große Becken und dann raus zum Universal Studio.

Insgesamt ist der Wasserpark eine Aneinanderreihung ziemlich verrückter Wasserattraktionen, wobei es insgesamt nicht so viel verschiedene sind, sie haben nur pro Attraktion meistens 4 parallele Bahnen. Für Action-Menschen cool (und ich würde da schon noch einiges finden), aber es ist sicher kein Erholungspark wie Typhoon Lagoon.
Also zurück mit dem Bus zum Auto, das Auto in der gleichen Garage auf die andere Seite geparkt und zu Fuß über den Universal Walk zum ersten Park gegangen.

Wir mußten mit dem ‘normalen’ Universal Park beginnen, denn auch Universal ist drauf gekommen, daß man einen Park 2x verkaufen kann. Einmal läßt man die Leute viel kürzer zum normalen Tarif rein, dann spert man den Park für 15 Minuten und läßt bis um Mitternacht die Halloween-Leute rein. Was also früher ein normaler Tag war, muß man jetzt 2x zum Vollpreis zahlen. Da wir keine Halloween Karten hatten, fingen wir mit dem Park an, damit wir später in den Adventure Park wechseln konnten, der länger (normal) offen hatte.
Im Universal Park hat sich seit dem letzten Besuch nicht so viel geändert. Man merkt nur auch hier, sparen ist angesagt: Die ganzen Straßenkünstler und –Musikanten sind einfach weg, alles an entbehrlichen Schmuckelementen wurde entfernt und Renovierungen haben auch hier nicht stattgefunden. Dafür waren die Warteschlangen bei vielen Attraktionen extrem kurz.

Fast & Furious gibt es immer noch und die Graphik wirkt wie aus einem Spiel kopiert. Aus heutiger Sicht vorwiegend peinlich. Hier sollten sie dringend aufrüsten.

Astrid hat sich besonders auf den Hogwarts Express gefreut, denn den darf man nur nutzen, wenn man einen Hopper-Paß hat. Und dieses mal hatten wir einen. Aber die Welt ist ungerecht: Der Hogwarts Express war wegen technischer Schwierigkeiten (obwohl erst im Juni generalsaniert) außer Betrieb. Ersatz: keiner. Also blieb nur die eine Attraktion und die sehr hübsch gebaute Kulisse (aber ohne jegliche Veränderung).

Nach dem ebenso unveränderten MiB (auch da sind die Jahre des Laufens erkennbar) kamen schon die Umzugswagen für das Halloween-Spezial und wir wurden gebeten zum Ausgang zu gehen (der Hogwarts Express zum direkten Hoppen war ja down).

Also ganz raus zum Walk, zu Fuß zum Adventure Park und dort wieder rein.

Langsam hat es da zum Rumziehen begonnen, aber da die Sonne ohnehin bald untergegangen ist, war uns das egal. In der Nacht sieht man keine Wolken. Im zweiten Teil der Harry Potter World war es echt voll und die eine Attraktion brauchte ein wenig Anstellen. Klar sind alle, die konnten auf den Adeventure Park gehopped.

Es hat dann zu donnern begonnen und wir sind zu Kong reingeflüchtet. Da war die Warteschlange ziemlich lange, weil die Idee auch viele andere hatten. Die Attraktion ist auch eine der besten des Adventure Parks UND läuft auch während eines Gewitters. Am Ausgang hat es sich dann ziemlich gestaut, weil es unendlich geschüttet hat und keiner raus wollte. Man durfte sich im Ausgangsgang an die Wand stellen. Das Wasser kam dann auch schon vom Eingang her rein. Am nächsten Tag hat unser Freund uns ein Video vom Gewitter über der nahen Disney World geschickt. Sieht fetzig aus.

Wir haben noch ein wenig abgewartet, sind dann doch raus, haben noch ein wenig rumgeschaut und sind dann ziemlich naß zum Auto gegangen.

Das Gewitter hat uns aber nicht wirklich besorgt, denn am Campingplatz war es trocken…