Die Wettervorhersage für Orlando war katastrophal. Daher entschlossen wir uns Orlando einen Tag früher als geplant zu verlassen und uns ein Motel in Miami zu suchen, denn Gewittern konnte es über das Wochenende überall, in Orlando besonders schlimm. Wir haben daher das Zelt bei Sonnenschein abgebaut und sind ohne Frühstück in den Süden gefahren, denn es sollte schon zu Mittag zu Gewittern anfangen. Beim Abbauen sahen uns überraschend viele Tiere zu, der Babyhase hat offenbar mit uns unter dem Zelt übernachtet.

Bok Tower Gardens (ja, da war ich schon ein paar mal – für die Geschichte siehe die alten Berichte) waren schnell erreicht und mein TomTom und die Schilder waren sich sogar einig. Neu für mich war die gated community, die bis zum Eingang reicht. Die Stadt wächst offenbar schnell. Beim Visitor Center wurden wir gleich von einer Eidechse empfangen.

Neu ist die Demonstration, wie Pflanzen, die auf anderen Pflanzen wachsen (Epiphyten), leben können. Sehr nett mit Schnüren gemacht.

Auf der großen Rundung hinter dem Visitor Center blühen noch viele Blumen, die auch sehr viele, jedoch sehr nervöse, Schmetterlinge anzogen. Ich habe daher dieses mal keinen Schmetterling erwischt.

Im neuen Rundgang mit Sumpf finden sich einige nette und große Spinnen.

Der Weg durch den Wald war schnell zurückgelegt und damit kamen die ersten Aussichten auf den Glockenturm schnell auf. Der Glockenturm war btw heute stumm, weil sie einen totalen Stromausfall hatten.

Beim Turm gibt es einen kleinen Teich, in dem sich jede Menge Fische tummeln. Das hat ein Reiher gut erkannt und nutzt das zur Jagd. Menschen sind ihm dabei völlig egal.

Mann haben sie da Geld in den Garten und in den Turm gesteckt. Der Designer war btw der Sohn des absoluten Gartensuperdesigners Olmsted, der den Garten des weißen Hauses, der Niagarafälle und den Central Park designed hat. Nun stecken sie wieder viel Geld in die Anlage, da sie verhindern wollen, daß die umliegenden Hügelflächen von Häusern zersiedelt werden. Sie kaufen daher alles in der Umgebung auf.

Es war schon deutlich nach 12 und die Sonne schien immer noch nahezu ungetrübt vom Himmel. Bei 34°C. Also eigentlich Traumwetter.

Das im Schatten geparkte Auto stand jetzt in der Sonne und war entsprechend warm (Zur besseren Vorstellung: schwarzes Auto in Sonne bei 34°C im Schatten). In Avon Park machten wir daher bei Taco Bell Pause. Die haben kräftig aufgerüstet. Man kann sich jetzt jeden Taco anpassen und umbauen und das macht man auf den Bestellautomaten. Super! Die Preise sind immer noch annehmbar.
Damit blieb nur mehr der Weg nach Miami, wo wir in Homestead ein Motel für 3 Nächte genommen haben. Auf der Höhe von Lake Okeechobee fanden wir dann das erste Gewitter.

Beim Motel hat es wenigstens zu regnen aufgehört und wir konnten alles in Ruhe ausräumen. Der Tag war eigentlich voll super! Pollo Tropical zum Abendessen (übrigens genau das Restaurant, wo ich vor einigen Jahren zum ersten mal bei der Kette gegessen habe) hat es dann noch perfekt gemacht.