Heute haben wir wieder das Paradebeispiel von es kommt immer anders…
Gestern mußten wir feststellen, daß sie uns den NP Campingplatz vor der Nase vollgebucht haben. Wir haben dann keinen Campingplatz gefunden und haben daher den Daintree NP abgeschrieben; laut NP Info ist auch der schönste Boardwalk gerade wegen Renovierung zu. Also wollten wir nur rauf bis Port Douglas und dann zurück in den Süden und den botanischen Garten von Cains besuchen.

Nur irgendwie ist Australien echt klein. Wir waren trotz der Fotostopps sehr bald in Port Douglas.

Der dortige Coles ist nett, aber hat nur street parking. Tapfer habe ich mein kleines Monster parallel parked. Unseren neuen Lieblingsfruchtsaft hatten sie gerade nicht, dafür haben sich Lamb Burger Patties gefunden! Und weil es noch so gar arg früh war, wollten wir zum nahen Mossman George schauen. Aber am Weg finde ich noch das Schild zum Aussichtspunkt in Port Douglas, also rauf. Das war nicht lange aber ur steil. Wir waren uns nicht völlig sicher, ob das unser Kastenwagen schaffen würde. Astrid sah nicht so aus, als wollte sie anschieben. ![]()
Die Aussicht ist jedenfalls echt nett und man lernt etwas über die Stadt. Gegründet wurde sie als Hafen für die nahen Goldminen, jetzt scheint es der Luxusort für Überwinterer zu sein. Man sieht auch, daß es nicht mehr so lange nach Hawaii ist und das Los Angeles und Frankfurt ungefähr gleich weit sind.

Aber jetzt wirklich zum Gorge. Entlang von Feldern und wie hier üblich Zuckerrohr.

Zuckerrohr wird btw. mit Minieisenbahnen aus dem Feld transportiert. Daher gibt es hier überall ganz schmale Liliputtracks.

Mossman Gorge kann man nur per Shuttle Bus erreichen und den lassen sie sich königlich bezahlen. Der Nationalpark ist natürlich gratis, aber nicht das Shuttle. Und am Ende des Shuttles ist ein kleiner Aussichtspunkt auf den Fluß. Um den echten Aussichtspunkt zu erreichen sind dann schon 2-3 flotte Wanderstunden einzuplanen. Ja…. das wollten wir nicht so sehr. Also haben wir bei einem Fruchtsmoothie (machen die aus reifen Früchten vor Deinen Augen) nachgedacht.

Und dann fällt mir auf, eigentlich ist das hier schon der Daintree NP. Gibt es nicht doch noch andere Campingplätze im Norden? Und siehe da, man findet einen Campingplatz zu einem annehmbaren Preis mit Strom. Also den schon gebuchten Campingplatz in Cairns verschieben und ab in den Norden. Also doch über die teure Fähre. Auch da ist der NP gratis, aber man muß über einen Fluß und da kann man echt kräftig kassieren. Und vielleicht noch vorher tanken, denn wer weiß, was es da später noch gibt. Tanken war natürlich lustig, weil natürlich sind die kleinen Landtankstellen kompliziert, weil sie die Dieseltankstellen von denen mit Benzin trennen. Und ja, der eine oder andere Strandstopp war auch noch dabei. Inzwischen werde ich mit dem Kastenwagen schon sicherer und daher spontaner.

Die Straße im NP ist für LKWs gesperrt und ist eigentlich nur für Besucher gedacht. Und alleine die Straße ist den Besuch schon wert.

Es gibt aber auch einige Boardwalks, wo man in den Regenwald reinkommt. Man sollte nur nicht so blöd wie wir sein. Weil der große Boardwalk zu ist, sind wir zum kommerziellen Discovery Center gefahren. Die haben einen Aussichtsturm und wir haben uns von dem und dem Tree-Top-Weg einiges versprochen. Kaum den Eintritt bezahlt, schon bereut. Der Tree-Top-Weg ist echt kurz, der Turm ist da, steht aber voll im Wald mit wenig Aussicht, der Schlangenzoo hat ganze 2 Schlangen und die Bugs sind in ganzen 3 Miniglasdingern zu sehen. Der Casowary Walk geht einmal um den Turm rum und das war es dann auch schon.

Wir sind zum bekannten Boardwalk nebenan gefahren, der trotz Renovierung noch 250m begehbaren Boardswalk hat und darauf mehr zeigt, als das ganze Discovery Center zusammen.

Weiter nach Norden und weitere super schöne Straße. Manchmal ist ihnen die Straße ein wenig den Hang runter gerutscht, aber die Gegend ist echt hübsch.

Und damit ist man beim Boardwalk der Botanik, der bis zu den Mangroven führt. Spannend ist, daß es auch hier nur so 20 Parkplätze für einen Boardwalk gibt, das aber locker ausreicht.

Das war auch wieder das erste mal, daß ich zwei geführte Touristengruppen gesehen habe. Je 6-8 Personen. Hier hat man wenigstens nicht den Stress eines US NPs.

Wieder ein Stück Straße…

… und schon war das Ziel fast erreicht: der vorletzte Boardswalk 2km vor dem Ende der asphaltierten Straße.


Der letzte Boardwalk ist nett, hat aber ein klitzekleines Problem: Er endet nur wenige Meter vor der Aussichtsplattform, die es ihnen weggerissen hat. Also hatscht man hin (ohne Hinweis) und findet es selbst raus.

Auch der Strand ist super schön und auch dort sollte man nicht ins Wasser. Fup und weg… Im ganzen Daintree NP gibt es bei einem Cafe ein Water-Hole, wo man im Süßwasser schwimmen darf. Sonst nirgends.

Damit sind wir umgekehrt und zu unserem Campingplatz gefahren. Das ist der schönste bisher, weil die Plätze amerikanisch groß sind und man tatsächlich in der Natur ist. Alle bisherigen zwei Campingplätze sind europäisch ur gedrängt und nicht wirklich toll. Der Baum neben unserem Platz hat eine ganze Gruppe (wie heißt ein Haufen) Flughunde. Die sind cool!

WLAN gibt es hier halt nicht. Die Rezeption schreibt am Schild: Consider it the old days.