Und nun zum eigentlich gewollten Combo-Angebot.
red cat ist bestens organisiert. Die haben am Treffpunkt einen Stand mit mehreren Leuten die einem sagen was man braucht und alles läuft wie am Schnürchen. Schon war ich am Katamaran und wir düsten zum Inlet Hill Lookout.

Die Katamarane sind mit den 600PS ein wenig langsamer als das Jet Boat, dafür ist das Aussteigen in quasi Nullzeit erledigt. Ranfahren alle gehen über die Leiter, gut ist es. In dem Zeitrahmen hat die Viper gerade mal das Dingi ins Wasser gebracht.

Die Aussicht ist von gestern gleich geblieben, aber immer noch genial. Nur heute waren zwei Idioten mit Drohne dort, die es einem vor die Nase fliegen ließen. Ich kann jetzt verstehen, warum das verboten ist. Wie immer: Idioten.

Dafür weiß ich jetzt mehr über die Gegend. Der weiße Sand ist zu 98% Silikat, also nix mit Muscheln und Korallen. Man vermutet in der Mitte des Beckens hat ein Vulkan gespuckt und das wurde mit der Zeit zu dem weißen Sand. Man sollte den btw nicht als Souvenir mitnehmen. Da es ein NP ist, kostet das beim Erwischtwerden bis zu A$10000.
Ich weiß auch, daß hier mehrere Filme gedreht wurden: Fool’s Gold, Ticket to Paradise (ja, es war nicht Bali) und Fluch der Karibik 5. Da haben es aber nur 5 Sekunden in den Film geschafft, da angeblich Johnny Depp seinen Hund unbedingt mitnehmen wollte, daß im NP verboten ist und er daraufhin verbannt wurde. War ein teures Lehrgeld.
Dann aber die erste Änderung. Wir sind nicht zeitaufwändig zum Strand gegenüber gefahren, sondern hatten 2 Stunden für das ganze Manöver frei zur Verfügung und man konnte auf den Betty Beach gehen. Am Weg dorthin fand ich (einfache australische Namen) eine grüne Baumschlange, die sich aufgestellt und gewackelt hat.

Dort war gerade alles recht trocken, da die Mega-Ebbe zugeschlagen hat. Man konnte so durch die Mangroven gehen.

Aktuell ist Vollmond und daher ist der Unterschied Flut und Ebbe 3m! Am Abend habe ich den Täter mit meiner echten Kamera freihändig erwischt.

Die Zeit ist im Gegensatz zum langweiligen Strand wie im Flug vergangen. In den Mangroven haben sie auch einen Babyhai entdeckt. Dem wollte ich aber Ruhe geben, er wurde schon von vielen Touristen gejagt.

Wir wurden pünktlich vom Strand abgeholt (die beiden Südamerikaner kamen zu spät, was die nette Dame vom Boot mit ‘die kommen immer zu spät’ kommentierte) und es gab Lunch (der auch wesentlich besser als auf der Viper war). Damit wurde es spannend, denn wir sind zur gleichen Bucht wie die Viper gefahren. Nur dort durften wir 40 Minuten frei schwimmen. Einziger Unterschied: keine Flossen zum Schutz der Korallen und Quallenschutzanzug verpflichtend. Hier nur ein paar ganz wenige Fotos, denn da muß ich aus den extrem vielen noch besser aussuchen.

Die Sicht war jedenfalls besser.

Die Bucht hat btw sehr unter Zyklon Debbie gelitten. Das war ein Klasse 5 Zyklon, der 3 Tage dort hängen blieb. Die Bucht hatte also 3 Tage Wellen zwischen 10 und 12m. Von den ursprünglich 90% Korallenbedeckung ging das in den drei Tagen auf 10% runter. Das mußte wieder aufgebaut werden. Auch die drei Damen des Bootes (Meeresbiologinnen) haben mitgemacht. Inzwischen schaut es schon viel besser aus, nur sind die Korallen halt nicht allzugroß. Mehr als 15cm wachsen die Weichkorallen nicht im Jahr, die harten nicht mal einen Zentimeter.

Nach den 40 Minuten wurden wir in die nächste Bucht Gefahren, wo wir wieder 40 Minuten frei schwimmen konnten. Also das ist dann eine echte Schnorcheltour.

Damit blieb nur mehr die Heimfahrt zur Marina.

Daher zusammenfassend: redcat ist wesentlich billiger als Viper, dafür aber in jedem Detail besser. Daher merke: Vergiß Viper, nimm die rote Katze.
Astrid hat btw heute ein Harry Potter angehauchtes Café entdeckt und dort gebrunched.

Damit müssen wir doch wieder in Richtung Süden ziehen, man kann hier nicht ewig bleiben. Ist wie auf den Keys nur weniger schwül.
Cape Hillsborough mit den Kängurus lassen wir aus, denn da müßten wir um 5 Uhr in der Früh am Strand stehen. Nope.