Ein Schwenk an die Küste und an der Küste in Richtung Sydney.
Es wäre fast einfach gewesen, denn unser Campingplatz lag schon an der richtigen Ausfahrtsstraße. Astrid wollte aber noch ein Mitbringsel kaufen, also sind wir doch noch zum Flughafen gefahren (wo wir schon 2x waren) und haben geshopped. Am Weg dorthin ist uns auch ein HJ zum Frühstücken quasi ins Auto gesprungen. Ich düse nun schon spontan mit dem Ding in kleine Parkplätze. HJ hat sich hier in Australien als Coffeeshop platziert und hat nun die passenden Donoughts dazu:

Preislich sind sie hier irre: Sie wollen A$3 pro Stück (und in den USA ist das Angebot meistens $9.99 für das Dutzend). Aber kosten mußten wir sie und sie sind schon auch hier gut (wenngleich nicht vor Ort gemacht)
Dann wieder alles zurück zur Ausfahrtsstraße und wir mußten den TomTom echt oft ignorieren, denn wir wollten eine Ecke über die Küste fahren, er wollte Zeit sparen. Die Straße ist überraschend breit und gut ausgebaut. Die Fotos haben heute leider unter einem Massensuizid von Insekten gelitten.

Plötzlich ein 70er Schild und es geht dramatisch bergab. Quasi eine Alpenstraße tat sich auf. Das ist ganz übel hier in Australien, denn sie fahren unendlich langsam und wenn eine Kurve am Horizont auftaucht, bleiben sie quasi stehen. Da habe ich schon einige PKWs mit dem schwachen Hochdach geschnupft.

Unten an der Küste angekommen war es gleich wesentlich wärmer. Dafür ziehen sich mehrere Flüsse entlang. Sehr hübsch. Und ja, ich war über die Wärme froh. Ich schon.

Man macht sich ja nicht über lokale Namen lustig, aber heute war es tatsächlich schwer, mit neutralem Gesicht die Ortsnamen auszusprechen. Z.B. Das Warden Lighthouse in Ulladulla. Ulladulla ist ein Aborigine Wort, wo der Sinn jedoch abhanden geraten ist. Man findet Aufzeichnungen wie sicherer Hafen, nur kannten die Aborigine keine Häfen, daher das wohl nicht. Unser Ziel (zumindest als Hauptort) war heute Wollongong (da kann es eines der folgenden Bedeutungen sein: 5 Wolken, 5 Inseln, Ort neben dem Wasser, Geräusch des Meeres), aber es gibt auch noch Curragong und Gerrigong. Und meistens weiß man eh nicht mehr, was das bedeutet. Für uns klingen die Namen halt gewöhnungsbedürftig.

Der Princess Hwy hat uns heute doch enttäuscht, denn er geht nur durch den Wald. Schon schöner Wald, aber man sieht nix vom Meer. Wenn man was vom Meer sehen will, muß man den Hwy verlassen und eine Stichstraße raus- und wieder reinfahren. Also nahe am Wasser, aber doch weit weg.

Wir sind dann auf den Pacific Way ausgewichen, der ein wenig mehr ans Wasser geht.

Das Meer sieht man aber auch da nur, wenn man durch den Wald kurz rausfährt. Wie hier am 7 mile beach. Da war es heute fast gesteckt voll. Wir konnten 5 Leute am Strand in der Entfernung erkennen und einer war surfen.

Astrid hat die Wassertemperatur getestet und ist quietschend wieder raus gehüpft.

Also nur zum Anschauen. Ist aber echt schön.

Am Lookout von Gerroa (nördliches Ende des Strandes) sieht man noch einmal schön zurück. Die nadelbäume hätte btw Astrid gerne bei uns. Sind aber laut Google auch Wärmeliebhaber.

In Kiama haben wir lange auf den Stein gestarrt. So wie ein paar Asiaten auch. Da einmal ein Inline Quiz: Warum???

Ich gehe mal davon aus, es errät eh keiner, daher hier gleich die Antwort. Wir standen am little blowhole.

Weiter ging es zum Kiama blowhole. Aber wie haben es 4 Mädls, die sich über den Namen zerkugelt haben, so schön ausgedrückt? Da hat wohl jemand Kopfweh. Da hat niemand geblowed…

Also sind wir zum Farmers Market gegangen und haben uns einmal mehr gewundert, wie teuer Obst und Gemüse hier ist. Pfirsiche sind in Season. Ein kleiner Weingartenpfirsich kostet nur A$2. Das Stück.

Damit blieb uns nur mehr der Weg zum Campingplatz, der wirklich direkt am Meer liegt. Viel näher geht dann nun nicht mehr.

Morgen erreichen wir dann Sydney, den Abflugpunkt.