Canberra

Einen Tag Australische Hauptstadt.

Was war denn jetzt los? Wir standen auf und an Stelle des wolkenlosen Wetter gab es eine Menge an Wolken. Das hat mich mal wieder unhappy gemacht. Der Wetterbericht war aber überzeugt, das wird schon. Also sind wir nicht gleich in den Zoo gefahren, sondern haben einen Abstecher zur Flughafen-Mall gemacht. Da sollte es ein großes Zoo-Fachgeschäft geben. Das haben wir schnell gefunden, aber die Preise waren nicht von dieser Welt. Kein Wunder, daß sich hier keiner eine Katze oder so leisten kann. Also sind wir dann doch einfach zum National Zoo gefahren. Das Reinfahren war spannend, denn man fährt quasi an jede Menge Gates vorbei, die aber alle geschlossen waren. Also haben wir fast den halben Zoo umrundet. Lustig war zu sehen, wie zwei Zoo-Wärterinnen mit den Dingos an der Leine über den Parkplatz gelaufen sind. Wo führst Du Dein Zoo-Tier Gassi? In dem Zoo kann man auch mit Geparden kuscheln. Die haben mehrere Gehege und werden auch einfach an der Leine dazwischen rumgeführt. Also nicht wundern…

Am Eingang war vor uns niemand (haben wohl alle noch nach dem offenen Gate gesucht Winking smile ) und schon waren wir drinnen. Was macht den Zoo anders? Sie haben sehr an Kinder gedacht, sodaß neben dem üblichen Futterplatz ein großer Kinderspielplatz liegt und auch der Rundweg spannende Kinderwege mit Brücken und Pfaden hat. Da war Astrid gleich begeistert davon. Vor dem Zoo haben wir uns schon ein wenig gefürchtet, denn kann ein Zoo in der Stadt  mit den anderen großflächigen Zoos mithalten? Nun, Canberra ist keine normale Stadt. Sie haben dort einfach echt viel Platz zu verbauen. Da kam ihnen der Zoo gerade recht und daher sind die Gehege für einen ‘normalen’ Zoo riesig. Gleich am Anfang eine nette Auswahl.

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Und weil ich vorher das Wetter erwähnt habe. Kaum im Zoo verzog sich der Overcast und strahlende Sonne war da. Schon war auch ich befriedet. Durch den Zoo zieht sich auch Holzkunst. Einer der bekanntesten Kettensägenschnitzer hat sich dort ausgetobt und wirklich viele Skulpturen hinterlassen. Extrem hübsch.

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Sonst scheint es den Tieren gut zu gehen und sie hängen sehr gemütlich rum. Und natürlich schleichen sich heimische Tiere auch rein.

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In manche Gehege darf man zum Streicheln rein, aber nur wenn die Tiere wollen. Wir haben aber weder bei den Roos noch bei den Hirschen wirklich Anklang gefunden.

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Die Großkatzen haben mehrere Gehege, damit es ihnen nicht fad wird. Da können sie entweder selbst wechseln oder sie werden herumgeführt. Man kann auch gegen Geld Tiere streicheln oder füttern. Kommt halt drauf an. Erdmännchen bekommt man auf den Schoß gesetzt, Bären kann man nur durch ein winziges Loch per Zange füttern. Aber sicher auch nett. Astrid wollte unbedingt Geparden streicheln, aber das war schon ausgebucht (und ziemlich teuer).

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Die Otter haben auch genug Platz und jedes mal wenn eine Wärterin in Sicht kommt, rennen sie fiepend hin. Da erwarten sie sich echt was.

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Am ‘anderen Ende’ der Runde ist das Aquarium. Das sollten sie am besten abreißen und entweder weglassen oder völlig neu machen. Der Architekt hat sich bemüht, aber es wird einfach nicht besser. Arme Tiere.

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Nett ist zu lesen, daß der Zoo keine hochnäsigen Zoologen hat, sondern Wärter, die Tieren helfen. Daher haben dort viele Tiere aus privaten Plätzen und Zirkussen ihre Heimat gefunden (auch wenn sie geächtete Mischlinge sind). Sie haben jede Menge Tafel aufgestellt, wo man nachlesen kann, warum manche Tiere immer einzeln bleiben müssen, oder wo Tiere im Zoo eine super Pension mit Nachwuchs erleben durften. Das macht echt Freude zu lesen.

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Der vorgeschlagene Rundgang macht Freude, man geht ein wenig rauf und runter und man sieht, wie sie sich dort bemühen. Sie sind auch noch nicht fertig, denn sie bauen gerade ein ganzes Stück an. Auch die afrikanischen Tiere haben Platz und obwohl das sicher kein weltberühmter Zoo ist, zeigt er doch, daß man auch dort super Lebensräume bauen kann.

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Gerade bei der Fotoauswahl zeigt sich, daß eine ‘echte’ Kamera mit ‘echtem Zoom’ noch ihre Daseinsberechtigung hat. Das dauert wohl noch ein wenig, bis solche Fotos aus einem Handy kommen.

Die Runde war wirklich schön aber bei unserem Tempo auch in endlicher Zeit schaffbar. Also wieder ins RV geschwungen und zu unserem nächsten Ziel gefahren. Am Weg haben wir wieder wenig Stadt und viel Fläche gesehen. Die Lebensräume sind sehr gut von den Straßen getrennt. Es dürfte aber toll dort wohnen sein, denn sie bauen ganze Flächen neu dazu. Einmal die halbe Stadt umrundet und schon waren wir beim Cockington Green Garden. Die Kurzbeschreibung ist: Minimundus von ursprünglich Großbritannien und jetzt weltweit. Da es aber nun schon wärmer wurde, bestand Astrid auf einen kalten Kaffee (und natürlich paßt ein Kuchen dazu). Und hektisch hatten wir es an dem Tag ja ohnehin nicht.

Aber nun zur ausführlicheren Geschichte. Ein Ehepaar fährt 1972 nach Großbritannien und findet dort Gefallen an Miniaturdörfern. Sie kehren zurück nach Australien, denken 18 Monate nach, wie sie das in Australien bauen können, und beginnen mit Hilfe anderer Familienmitglieder ihr Werk. Im Frühling 1979 (November!) eröffnen sie den Park und seitdem bauen sie wie wild weiter. 1998 sind ihnen die britischen Dinge ausgegangen und sie haben sich an internationalen Dingen versucht. Der Garten ist immer noch in reinem Familienbesitz und das Ehepaar ist immer noch die Leitung. Aber jetzt zum Eingang und der Aussicht vom Eiskaffee aus.

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Sie haben aber nicht nur die Gebäude maßstabsgerecht gebaut, sie haben sich auch mit dem Gras und den Büschen bemüht.

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Das Gras ist ein speziell feines, das sie mit einem kleinen Rasenmäher mähen. Sehr häufig. Und offenbar haben sie da ein kleines Selbstportrait hinterlassen.

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Manchmal hat man auch den Eindruck, wenn sie ein Modellauto gefunden haben war die Frage: Was bauen wir drumrum?

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Das ist z.B. nicht ein einfaches Fußballstadion, es erzählt die Geschichte eines bekannten Flitzers. Schau genau!

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Dann haben sie natürlich auch mit Wasser gespielt. Schaut mit Spiegelungen gleich noch mal so gut aus.

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Oder man kann Muster in den Rasen schaufeln…

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Unter der derzeit in Renovierung befindlichen Dampfeisenbahn (für echte Menschen) durch kommt man zum internationalen Teil.

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Sie waren zu dem Zeitpunkt schon so bekannt, daß die Länder einige Sachen gesponsort haben.

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Der Garten ist super schön aber auch nicht tagesfüllend. Der nebenan liegende Reptilien Zoo (man glaubt man ist in Kärnten) ist winzig, also ab zur Stadtbesichtigung. Dazu fahre man am besten auf den Mount Ainslie Lookout rauf. Angeblich genau dort Stand der Erbauer der Stadt. Erbauer? Korrekt, Canberra ist eine reine Kunststadt, die ein Architekt erdacht hat.

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Von dem Aussichtspunkt hat Walter Burley Griffin sich 1910 das alles als großes Gartenprojekt überlegt. 1914 ist er nach Australien übersiedelt und wurde Chef der Bauten. Natürlich wollten viele andere alles anders und haben ihm das Leben nicht einfach gemacht und haben jede Menge Änderungen durchgesetzt. Bereit 1916 war die erste Überprüfung, ob er das überhaupt packt, 1920 haben sie ihn dann ganz abgesägt.Damit stand dann mal alles still und erst in den späten 1950er Jahren ging es weiter. Sie haben Substädte gegründet und die ganzen Aufgaben auf die Substädte verteilt. Sie bauen aber auch heute noch wie die wilden, also hektisch ist so ein Großprojekt nicht.

Jedenfalls im Vordergrund sieht man das große Kriegs Denkmal, dahinter Anzac Parade und hinter dem Wasser das Parlament.

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An dem Punkt haben wir es dann aber auch schon gesehen und wir haben uns das aus dem RV angesehen. Da ist die Parade schon nicht mehr so toll und auch die Stadt hat außer Wohnhäusern und Shopping Malls nicht allzuviel zu bieten. Sie haben aber immerhin eine Straßenbahn.

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Wir sind weiter in Richtung Flughafen Shopping Mall gefahren, damit Astrid noch ein paar Sachen kaufen konnte. Von da ging es zur Erholung zum Campingplatz und danach noch einmal zum Wokitup, damit ich mein ursprünglich bestelltes Essen auch wirklich selbst essen konnte.