Blick auf die historische Steinbogenbrücke Pont Vieux in Béziers, die sich im ruhigen, blauen Wasser des Flusses Orb spiegelt, mit der markanten Kathedrale Saint-Nazaire und der Altstadt im sonnigen Hintergrund unter klarem Himmel

Canal du Midi Teil 2 oder der Rollertag – Tag 14

Heute haben wir uns keinen Meter mit dem Camper bewegt, heute waren wir nur mit den Rollern unterwegs. In Summe waren es um die 60km, die wir am Canal du Midi entlanggerollert sind.

Also wie immer ohne Frühstück hergerichtet und auf die Roller geschwungen. Rund um unseren Campingplatz haben sie den Radweg in top Zustand gebracht und es macht Spaß darauf zu rollern. Ich habe auch wieder ein Hyperlaps Video gedreht, aber das muß wieder auf die bessere Internetverbindung warten. Die Fotos sind daher wie immer aus den Handies bzw. einige Shots aus dem Video. Solange es jedenfalls über den asphaltierten Teil geht, sind wir sowas von viel schneller als die Boote. Das hier, wird aber ohnehin nur noch nach unten gehen.

Ein asphaltierter Radweg verläuft entlang eines ruhigen, leicht grünlich schimmernden Flusses, dessen Ufer von herbstlich verfärbten Sträuchern und Bäumen gesäumt ist, während am blauen Himmel feine, weiße Streifenwolken ziehen Ein verrostetes Lastschiff liegt im ruhigen Wasser eines Kanals, flankiert von einem asphaltierten Uferweg mit zwei grossen Steinen im Vordergrund und einem gelben Industriegebäude sowie parkenden Autos im Hintergrund unter blauem Himmel mit zarten Wolkenfeldern

Andere sind als Restaurant, Partyboot oder Boot zum drauf Leben hergerichtet.

Ein farbenfroh bemalter Lastkahn mit buntem Aufbau liegt auf einem ruhigen Kanal, gesäumt von grünem Ufergestrüpp und Industriegebäuden im Hintergrund unter blauem Himmel

Überraschend schnell waren wir im Hafen von Bezier. Für Hausbootfahrer ist das eine besonders spannende Stelle, denn nun ist Action angesagt. Die Schleuse am Ende des Hafens ist eine der ganz hohen (daher andere Seilnutzung), danach geht es über die Brücke und dann quasi sofort in die Schleusentreppe, weil der Keil schon lange wieder außer Betrieb ist. Das ganze wird mit der Durchfahrt eines Tunnels gekrönt. Details aus der Fahrersicht könnt ihr in meinem Blog 2020 oder auf meiner Homepage (Jahr 1993) nachlesen.

Hier einmal der Hafen vor der hohen Schleuse, Die Brücke, den Blick auf den Fluß und die Sicht auf die Brücke.

Ein breiter Kanal mit leicht gekrümmter Steinmauer im Vordergrund, auf dem ruhigen Wasser liegen weiss-grüne Hausboote, am grünen Ufer stehen Bäume und Gebäude, darüber spannt sich ein blauer Himmel mit markanten, wellenförmigen Wolkenmustern Eine Frau mit rötlichen Haaren blickt von der steinernen Brüstung der historischen Brücke von Béziers auf den Fluss Orb, während sich über dem blauen Himmel feine Wolkenmuster erstrecken Ruhiger Flusslauf mit spiegelglatter Wasseroberfläche, in der sich ein dramatischer, weiß gewölkter Himmel und dichte, grün-bräunliche Uferwälder perfekt widerspiegeln Pont Canal de Riquet in Béziers mit einem grauen Steinpflasterweg am ruhigen Kanalwasser, im Hintergrund grüne Bäume und ein leuchtend blauer Himmel mit wellenförmigen Wolken

Wir hatten heute die Zuschauerrolle beim Bewältigen der Schleusentreppe. Die Dummies von gestern waren wieder live dabei und wir können nur ahnen wie lange sie gebraucht haben, weil die erste Schleuse war schon sehr spannend zum Zusehen.

Ein weisses Hausboot mit blauen Fenderbalken liegt in einer historischen Steinschleuse, während Besatzungsmitglieder Taue an Poller binden; im Hintergrund erheben sich schlanke Zypressen und ein Gebäude unter hellem Wolkenhimmel

Der Wasserkeil ist schon längst außer Betrieb. Viel Geld in den Bau gesteckt, dann kaum verwendet und gleich wieder verwaist. Das kann nur Zwentendorf toppen, daß sie garnicht verwendet haben. Ist aber lustig in Wikipedia nachzulesen.

Ein geradliniger Betonkanal mit trübem, fliessendem Wasser verläuft zentral durch eine begrünte Uferlandschaft mit Bäumen und Büschen, überspannt von einer Strassenbrücke unter einem hellblauen Himmel mit markanten, wellenförmigen Wolkenmustern Gerader, in Beton eingefasster Schifffahrtskanal, der sich durch eine grüne Hügellandschaft mit dichten Baumbeständen, schlanken Zypressen und herbstlich gefärbtem Buschwerk zieht, übertönt von einem weiten, hellblauen Wolkenhimmel

Da wir so unerwartet schnell waren, sind wir gleich zum nächsten Ort (Capestang) gerollert. Das ist eine ziemliche Schotterpiste und man hat echt was beim Fahren zu tun. Man kann auch dem Akku beim Leerwerden zusehen. Also haben wir beschlossen, wir nutzen die eingezeichnete Ladestation. War aber nix. Die Ladestation ist für Autos und war vom lokalen Markt zugeparkt und die für Fahrräder haben sie schon kaputt gemacht. Was nun?

Zwei schwarze E-Scooter mit roten Akzenten stehen auf einem hellen Platz vor dem Port de Colombiers, im Hintergrund liegen zahlreiche Hausboote an einem Steg unter herbstlich verfärbten Bäumen und blauem Himmel mit leichten Wolken

Wir sind dann zum Tourismus-Büro gerollert, haben gefragt und die extrem nette Dame hat angeboten, wir können gleich bei Ihr laden. Haben wir natürlich angenommen. Und da Laden ein wenig Zeit braucht, es schon deutlich nach Mittag war und wir bis dahin noch nichts gegessen haben, sind wir ins lokale Restaurant gegangen. Die Tagesgerichte wollten wir jetzt nicht so wirklich: Tintenfischpaste als Vorspeise und Beef Tartar als Hauptspeise. Aber es gibt auch wirklich gute Alternativen. Ein Salat für Astrid (nicht von dem Namen verwirren lassen) und einen Enten-Burger für Christian.

Eine brünette Frau mit Brille sitzt in einem Restaurant an einem Tisch und hält in ihrem grauen T-Shirt mit kupferfarbenem Micky-Maus-Paillettenmotiv einen großen, bunten Salat mit panierten Hähnchenstreifen, Tomaten und Ei vor sich Ein herzhafter Burger mit goldbraunen Pommes frites und einem frischen grünen Salat mit Tomatenstück auf einem schwarzen Teller, serviert auf einem Holztisch mit einer blauen Speisekarte im Hintergrund

Der Salat hatte noch Eier (gingen an mich, da Astrid eine neue Unverträglichkeit zu Hühnereiweiß hat), gebackenes Huhn und leckere Tomaten (gingen ebenfalls an mich). Mein Burger hatte aber kein faschiertes Entenlaibchen, nein das waren gegrillte Entenfiletstücke! Und das noch mit Camembert-artigem Käse. Den Großteil der Pommes habe ich für die Tomaten und das Ei eingetauscht. Das Bezahlen ist dort auch eigen. Man zahlt nicht am Tisch, man zahlt an der Bar. Nur was? Wenn man es weiß (und wir wußten es nicht) sieht man gegenüber der Bar ein Brett mit Nägeln. Da hängen die Kellnerinnen die Bestellung auf. Man sollte also dort nach seiner Bestellung suchen und damit zur Bar gehen. Dem blöden Ausländer (mir) haben sie das abgenommen…

Wir saßen noch ein wenig am Hafen in der Sonne (heute kamen wir auf gute 25°C), holten dann die Roller ab und starteten weiter in den Westen zum Tunnel von Malpas.

Ein schmaler, heller Schotterweg verläuft im Sonnenschein entlang eines ruhigen, bräunlichen Kanals, eingerahmt von üppig grünen Bäumen und Sträuchern unter einem blau-weißen Himmel Ein schmaler, von sattem Grün und hohen Bäumen gesäumter Kanal fließt ruhig durch eine sonnige Landschaft unter klarem blauem Himmel, während rechts ein kleiner Wanderweg im Gras verläuft Ein weisses Hausboot fährt auf einem schmalen, grünlichen Kanal in Richtung eines dunklen, gewölbten Tunnelportals, das von steilen, bewaldeten Uferböschungen und mediterraner Vegetation eingerahmt wird

Ich bin dann noch zum Aussichtsplatz des Etang de Montady gefahren, Astrid wollte lieber Akku sparen und blieb weiter unten. Etang ist eigentlich ein falscher Name, denn bereits 1250 haben sie sich entschlossen, den See trockenzulegen (da war angeb,lich so viel Insektenzeugs in der Gegend, daß es quasi tödlich war). 20 Jahre haben die örtlichen Mönche die Entwässerungskanäle geschaufelt. Das Wasser sollte in die umliegenden Etangs geleitet werden. Da Wasser aber nur bergab fließt, mußten sie auch noch einen 1300m Langen Tunnel graben, damit das Wasser fließen kann. In dem Berg sind daher der Entwässerungstunnel, der Tunnel des Canal du Midi und auch noch ein Eisenbahntunnel gegraben worden. Aber 1270 einen 1300m langen Tunnel schaufeln, das hat was! Das Entwässerungssystem funktioniert btw heute noch, nur verwenden sie es zu BEwässerung. Wie die Reblaus aus den USA eingeschleppt wurde, hatten sie damit auch eine Lösung: Einfach das Feld überfluten und weg war die Laus.

Damit das Foto ein wenig spannender wird, habe ich 3 technische Varianten probiert. Zunächst einfach mit Weitwinkel des Handies.

Blick von einer Anhöhe durch dunkelgrüne Pinienzweige auf die weitläufige, sternförmig parzellierte Ebene von Enserune mit ockerfarbenen Feldern unter blauem Himmel mit zarten Wolken

Dann mit einem externen Stitching-Programm aus mehreren Fotos des Handies ein Panorama zusammengebaut.

Blick von einem erhöhten Aussichtspunkt im Grünen auf eine weitläufige, kreisrunde Agrarlandschaft mit strahlenförmig angelegten Feldern und hellbrauner Erde, umgeben von Bäumen unter einem leicht bewölkten blauen Himmel

Und  schlußendlich mit der Panoramafunktion des Handies noch einmal.

Weitläufige Agrarlandschaft aus der Vogelperspektive mit strahlenförmig von einem zentralen Punkt auslaufenden Feldern in beige-braunen Erdtönen, eingerahmt von sattem Waldgrün und markanten Zypressen im Vordergrund unter einem weiten, hellblauen Himmel mit feinen, weißen Wolkenbändern

Was gefällt dabei am besten?

Der Aussichtspunkt hat auch einen echten Beamtenjob. Man hat alte keltische Siedlungsreste oben am Hügel gefunden. Da gibt es ein Ausstellungsgebäude und man kann Eintritt für die Ausgrabungen zahlen. Das ist 7 Tage die Woche besetzt (außer an Feiertagen). Ich habe keinen gesehen, der sich dem haus auch nur genähert hätte. Na jedenfalls gab es dort oben auch noch einen Turm. Der Maux Turm. Benannt nach seinem Auftraggeber Joseph Maux (1911). Der wollte wie die alten Kelten dort oben wohnen, hat 2.5ha Land erworben und damit es nicht so fad ist 3000 Bäume setzen lassen. Und weil so viel Grünzeug Wasser braucht, kam der Turm mit Zisterne ins Spiel. Damit es nicht fad wurde, hatten sie mal 8 von den Dingern, aber irgendwie haben sie nicht so toll gehalten.

Antike Steinruine mit einer massiven Steintreppe, umgeben von jungen Nadelbäumen, niedrigen Büschen und einem rustichel Holzzaun, unter einem strahlend blauen Sommerhimmel im Freien

Wir sind damit wieder umgekehrt und in Richtung unseres Camper gerollert, denn so lange haben wir auch wieder nicht laden können.

Ein schotternder Treidelpfad verläuft entlang eines ruhigen Kanals mit grünlich-braunem Wasser, gesäumt von dichten Schilfhalmen im Vordergrund und sattem Ufergehölz, im Hintergrund eine Brücke unter blauem Himmel mit leichten Wolken Historische Steinbogenbrücke über ein Gewässer mit trockenem Schilf im Vordergrund, flankiert von markanten Zypressen und dem massiven Gebäude einer alten Burg im Hintergrund unter klarem, blauem Himmel Ein Schotterweg verläuft entlang eines ruhigen Kanals unter hellblauem Himmel mit zarten Wolken, während am linken Rand große Laubbäume Schatten werfen und eine Person mit einem Roller den Weg säumt

Schnell waren wir wieder bei der Schleusentreppe mit gutem Blick auf Bezier.

Blick auf die Kathedrale Saint-Nazaire der historischen Altstadt von Béziers im Süden Frankreichs, eingerahmt von hohem grünen Schilf im Vordergrund unter einem leicht bewölkten blauen Himmel Historische Schleusenanlage am Canal du Midi mit dunklen Metallkonstruktionen und hölzernen Stegen im Vordergrund, umgeben von grünem Uferbewuchs und klarem blauem Himmel

Bezier selbst haben wir zunächst nicht besucht, denn Astrid hatte nicht mehr so gar arg viel Akku.

Historische Stahl-Hubbrücke in grauer Gitterkonstruktion über einem ruhigen Kanal, flankiert von einem asphaltierten Uferweg, hohem Schilf und einem mächtigen herbstlichen Laubbaum mit goldgelben Blättern unter blauem Himmel mit zarten Wolken Ein heller, geschotterter Gehweg verläuft zentral durch eine grüne Parkanlage, flankiert von jungen Sträuchern zur Linken und einer Wiese sowie einem ruhigen Gewässer mit einer hellen Wehranlage zur Rechten, eingerahmt von schlanken Zypressen und blauem Wolkenhimmel Ein heller Schotterweg verläuft geradlinig entlang eines ruhigen, spiegelnden Kanals mit trübem Wasser, flankiert von saftig grünem Uferbewuchs, hohen Sträuchern und trockenem Gras unter einem weiten, hellblauen Sommerhimmel mit leichten Wolkenformationen

Die Schleusentreppe war an dem Nachmittag verlassen und leer.

Gerader Asphaltweg mit Metallgeländer entlang einer historischen Schleuse am Canal du Midi in Frankreich, flankiert von schlanken, dunkelgrünen Zypressen und historischen Gebäuden unter tiefblauem Himmel

Also zurück zum Camper und dort geladen. Ich wurde aber recht rasch zum nahen Carrefour geschickt. Da bin ich jetzt schon wie ein Einheimischer hingefahren und ich konnte unser neues Sicherungsseil nutzen. Wir haben zwar genug davon zuhause, aber wenn es keiner mitnimmt, hilft das wenig.

Schwarzer E-Scooter mit schmutzigen Reifen und Trittbrett steht in einem hellen Eingangsbereich auf hellen Bodenfliesen und ist mit einem Kabelschloss an einer weißen Säule gesichert

Da das Wetter so schön sonnig und warm war, sind wir nach einer kurzen Ladepause wieder die 8km nach Bezier gerollert und haben eine kleine Runde am Fluß gedreht. Dabei hatten wir schöne Ausblicke auf die Altstadt, die alte Brücke und die Schiffsbrücke.

Historische Steinbogenbrücke mit hellen Sandsteinbögen über einen breiten, spiegelnden Fluss im sanften Gegenlicht der Sonne, eingerahmt von herbstlich goldenem Laub und einem hölzernen Ufergeländer Blick auf die Kathedrale Saint-Nazaire von Béziers, die erhaben auf einem Hügel über dem dunkelblauen Fluss Orb thront, gesäumt von grünem Ufergestrüpp und historischen Häusern mit Ziegeldächern unter klarem, blauem Himmel Die historische Pont Saint-Bénézet spannt sich mit ihren massiven, ockerfarbenen Steinbögen über die tiefblauen Fluten der Rhône, während im sonnigen Hintergrund die malerische Altstadt von Avignon und der Papstpalast aufragen

Wir sind auf die andere Flußseite gerollert und haben noch weitere Abendbilder bekommen.

Blick auf die historische Steinbogenbrücke Pont Vieux in Béziers, die sich im ruhigen, blauen Wasser des Flusses Orb spiegelt, mit der markanten Kathedrale Saint-Nazaire und der Altstadt im sonnigen Hintergrund unter klarem Himmel Die steinerne Bogenbrücke Pont Saint-Bénézet führt über die spiegelglatte Rhône, gesäumt von grünem Uferbewuchs und dichten Baumreihen unter klarem, blauem Himmel

Dann war aber mein Akku ziemlich leer und wir sind zum Camper zurück. Ich kam dort mit 2 Strichen an, es war Zeit zum Volladen.