Canal du Midi Teil 2 oder der Rollertag – Tag 14

Heute haben wir uns keinen Meter mit dem Camper bewegt, heute waren wir nur mit den Rollern unterwegs. In Summe waren es um die 60km, die wir am Canal du Midi entlanggerollert sind.

Also wie immer ohne Frühstück hergerichtet und auf die Roller geschwungen. Rund um unseren Campingplatz haben sie den Radweg in top Zustand gebracht und es macht Spaß darauf zu rollern. Ich habe auch wieder ein Hyperlaps Video gedreht, aber das muß wieder auf die bessere Internetverbindung warten. Die Fotos sind daher wie immer aus den Handies bzw. einige Shots aus dem Video. Solange es jedenfalls über den asphaltierten Teil geht, sind wir sowas von viel schneller als die Boote. Das hier, wird aber ohnehin nur noch nach unten gehen.

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Andere sind als Restaurant, Partyboot oder Boot zum drauf Leben hergerichtet.

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Überraschend schnell waren wir im Hafen von Bezier. Für Hausbootfahrer ist das eine besonders spannende Stelle, denn nun ist Action angesagt. Die Schleuse am Ende des Hafens ist eine der ganz hohen (daher andere Seilnutzung), danach geht es über die Brücke und dann quasi sofort in die Schleusentreppe, weil der Keil schon lange wieder außer Betrieb ist. Das ganze wird mit der Durchfahrt eines Tunnels gekrönt. Details aus der Fahrersicht könnt ihr in meinem Blog 2020 oder auf meiner Homepage (Jahr 1993) nachlesen.

Hier einmal der Hafen vor der hohen Schleuse, Die Brücke, den Blick auf den Fluß und die Sicht auf die Brücke.

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Wir hatten heute die Zuschauerrolle beim Bewältigen der Schleusentreppe. Die Dummies von gestern waren wieder live dabei und wir können nur ahnen wie lange sie gebraucht haben, weil die erste Schleuse war schon sehr spannend zum Zusehen.

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Der Wasserkeil ist schon längst außer Betrieb. Viel Geld in den Bau gesteckt, dann kaum verwendet und gleich wieder verwaist. Das kann nur Zwentendorf toppen, daß sie garnicht verwendet haben. Ist aber lustig in Wikipedia nachzulesen.

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Da wir so unerwartet schnell waren, sind wir gleich zum nächsten Ort (Capestang) gerollert. Das ist eine ziemliche Schotterpiste und man hat echt was beim Fahren zu tun. Man kann auch dem Akku beim Leerwerden zusehen. Also haben wir beschlossen, wir nutzen die eingezeichnete Ladestation. War aber nix. Die Ladestation ist für Autos und war vom lokalen Markt zugeparkt und die für Fahrräder haben sie schon kaputt gemacht. Was nun?

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Wir sind dann zum Tourismus-Büro gerollert, haben gefragt und die extrem nette Dame hat angeboten, wir können gleich bei Ihr laden. Haben wir natürlich angenommen. Und da Laden ein wenig Zeit braucht, es schon deutlich nach Mittag war und wir bis dahin noch nichts gegessen haben, sind wir ins lokale Restaurant gegangen. Die Tagesgerichte wollten wir jetzt nicht so wirklich: Tintenfischpaste als Vorspeise und Beef Tartar als Hauptspeise. Aber es gibt auch wirklich gute Alternativen. Ein Salat für Astrid (nicht von dem Namen verwirren lassen) und einen Enten-Burger für Christian.

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Der Salat hatte noch Eier (gingen an mich, da Astrid eine neue Unverträglichkeit zu Hühnereiweiß hat), gebackenes Huhn und leckere Tomaten (gingen ebenfalls an mich). Mein Burger hatte aber kein faschiertes Entenlaibchen, nein das waren gegrillte Entenfiletstücke! Und das noch mit Camembert-artigem Käse. Den Großteil der Pommes habe ich für die Tomaten und das Ei eingetauscht. Das Bezahlen ist dort auch eigen. Man zahlt nicht am Tisch, man zahlt an der Bar. Nur was? Wenn man es weiß (und wir wußten es nicht) sieht man gegenüber der Bar ein Brett mit Nägeln. Da hängen die Kellnerinnen die Bestellung auf. Man sollte also dort nach seiner Bestellung suchen und damit zur Bar gehen. Dem blöden Ausländer (mir) haben sie das abgenommen…

Wir saßen noch ein wenig am Hafen in der Sonne (heute kamen wir auf gute 25°C), holten dann die Roller ab und starteten weiter in den Westen zum Tunnel von Malpas.

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Ich bin dann noch zum Aussichtsplatz des Etang de Montady gefahren, Astrid wollte lieber Akku sparen und blieb weiter unten. Etang ist eigentlich ein falscher Name, denn bereits 1250 haben sie sich entschlossen, den See trockenzulegen (da war angeb,lich so viel Insektenzeugs in der Gegend, daß es quasi tödlich war). 20 Jahre haben die örtlichen Mönche die Entwässerungskanäle geschaufelt. Das Wasser sollte in die umliegenden Etangs geleitet werden. Da Wasser aber nur bergab fließt, mußten sie auch noch einen 1300m Langen Tunnel graben, damit das Wasser fließen kann. In dem Berg sind daher der Entwässerungstunnel, der Tunnel des Canal du Midi und auch noch ein Eisenbahntunnel gegraben worden. Aber 1270 einen 1300m langen Tunnel schaufeln, das hat was! Das Entwässerungssystem funktioniert btw heute noch, nur verwenden sie es zu BEwässerung. Wie die Reblaus aus den USA eingeschleppt wurde, hatten sie damit auch eine Lösung: Einfach das Feld überfluten und weg war die Laus.

Damit das Foto ein wenig spannender wird, habe ich 3 technische Varianten probiert. Zunächst einfach mit Weitwinkel des Handies.

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Dann mit einem externen Stitching-Programm aus mehreren Fotos des Handies ein Panorama zusammengebaut.

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Und  schlußendlich mit der Panoramafunktion des Handies noch einmal.

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Was gefällt dabei am besten?

Der Aussichtspunkt hat auch einen echten Beamtenjob. Man hat alte keltische Siedlungsreste oben am Hügel gefunden. Da gibt es ein Ausstellungsgebäude und man kann Eintritt für die Ausgrabungen zahlen. Das ist 7 Tage die Woche besetzt (außer an Feiertagen). Ich habe keinen gesehen, der sich dem haus auch nur genähert hätte. Na jedenfalls gab es dort oben auch noch einen Turm. Der Maux Turm. Benannt nach seinem Auftraggeber Joseph Maux (1911). Der wollte wie die alten Kelten dort oben wohnen, hat 2.5ha Land erworben und damit es nicht so fad ist 3000 Bäume setzen lassen. Und weil so viel Grünzeug Wasser braucht, kam der Turm mit Zisterne ins Spiel. Damit es nicht fad wurde, hatten sie mal 8 von den Dingern, aber irgendwie haben sie nicht so toll gehalten.

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Wir sind damit wieder umgekehrt und in Richtung unseres Camper gerollert, denn so lange haben wir auch wieder nicht laden können.

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Schnell waren wir wieder bei der Schleusentreppe mit gutem Blick auf Bezier.

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Bezier selbst haben wir zunächst nicht besucht, denn Astrid hatte nicht mehr so gar arg viel Akku.

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Die Schleusentreppe war an dem Nachmittag verlassen und leer.

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Also zurück zum Camper und dort geladen. Ich wurde aber recht rasch zum nahen Carrefour geschickt. Da bin ich jetzt schon wie ein Einheimischer hingefahren und ich konnte unser neues Sicherungsseil nutzen. Wir haben zwar genug davon zuhause, aber wenn es keiner mitnimmt, hilft das wenig.

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Da das Wetter so schön sonnig und warm war, sind wir nach einer kurzen Ladepause wieder die 8km nach Bezier gerollert und haben eine kleine Runde am Fluß gedreht. Dabei hatten wir schöne Ausblicke auf die Altstadt, die alte Brücke und die Schiffsbrücke.

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Wir sind auf die andere Flußseite gerollert und haben noch weitere Abendbilder bekommen.

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Dann war aber mein Akku ziemlich leer und wir sind zum Camper zurück. Ich kam dort mit 2 Strichen an, es war Zeit zum Volladen.