Das prunkvolle Alfons-XII.-Denkmal aus hellem Kalkstein erhebt sich im Retiro-Park in Madrid hinter einem grossen künstlichen See, auf dem mehrere blaue Tretboote fahren, umrahmt von sattem Grün und schattigen Bäumen

Fahrt mit Sonderprüfung und Madrid Teil 1 oder Rollere um Dein Leben – Tag 22

Dem besseren Wetter folgend sind wir heute nach Madrid gefahren und damit wir nicht zu früh ankommen, hat sich Astrid noch für eine ‘Sonderprüfung’ durch die Landschaft entschieden.

Der Tag begann neblig. Tatsächlich, in Spanien kann es im Herbst neblig sein. Und das nicht schlecht. In Saragossa sah es noch nach Bewölkung aus, auf derf Autobahn haben dann alle Autos die Nebelscheinwerfer aufgedreht. Es war wirklich heftig bis zum Boden.

Blick über eine nasse, dunkelgraue Autobahn mit weissen Fahrbahnmarkierungen, eingefasst von silbernen Leitplanken und einem Randstreifen aus trockenem Gras, unter einem dichten, nebelverhangenen grau-weißen Himmel

Zum Glück war der Spuk recht bald vorbei, erst kam es zu Löchern, dann war der Nebel von 0 auf gleich einfach weg.

Blick aus der Fahrperspektive auf eine schnurgerade, asphaltierte Autobahn mit weissen Fahrbahnmarkierungen und silbernen Leitplanken, flankiert von kargem Steppengras, unter einem weiten, diesigen Himmel mit tief hängenden Wolken Blick über die dunkelgraue Fahrbahn einer Landstraße mit silbernen Leitplanken und weisser Bodenmarkierung, voraus ein weisser Transporter unter tiefem blauem Himmel und einer markanten tiefen Wolkenbank im flachen trockenen Terrain Eine gut ausgebaute Autobahn führt in einer sanften Rechtskurve durch eine karge, hügelige Berglandschaft unter einem hellblauen Sommerhimmel mit leichten Wolkenstreifen

Die A2 geht von Saragossa nach Madrid und ist überraschend bergig. Das hat Astrid aber nicht an Spannung gereicht, sie wollte noch durch einen Umweg mehr vom Land sehen. Also sind wir bald von der Autobahn abgebogen und sind mit einer Landstraße durch die Gegend gedüst.

Eine leicht geschwungene, dunkle Autobahn mit weissen Fahrbahnmarkierungen und silbernen Leitplanken führt durch eine hügelige, karge Landschaft unter blassblauem Himmel mit zarten Wolken im Hintergrund Blick von einer asphaltierten Landstraße mit silberner Leitplanke auf das auf einem sanften Hügel thronende, historische Bergdorf Loarre in Aragonien mit terrakottafarbenen Steinhäusern unter klarem, blauem Himmel Asphaltierte Freilandstraße mit weisser Bodenmarkierung, die in einer leichten Kurve durch eine trockene Hügellandschaft mit rötlichen Lehmwänden und spärlichem Buschwerk unter klarem blauem Himmel führt

Die Gegend hat eine extrem rote Erde und es ist trocken. So richtig trocken. Man sieht schon, daß es abgeerntete Felder gibt, aber was bei der Trockenheit wachsen kann ist fraglich. Wir haben nur mehr die Stoppelfelder gesehen. Die wenigen Dörfer waren schon ziemlich verfallen und es sieht nach Flucht nach woanders hin aus. Teilweise kann man sich bei der roten Erde gut vorstellen, wie es am Mars sein könnte.

Eine asphaltierte Landstrasse mit weisser Mittelmarkierung führt durch eine karge, hügelige Landschaft mit rötlichen Lehmwänden und spärlicher Vegetation unter leuchtend blauem Himmel Blick auf eine leicht ansteigende, asphaltierte Strasse in einer historischen Kleinstadt mit ockerfarbenen Häusern mit schmiedeeisernen Balkonen, einem markanten Kuppelbau am Platz und tiefem blauem Himmel Eine asphaltierte Freilandstraße mit weisser Bodenmarkierung und einem Richtungspfeil führt durch eine karge, hügelige Steppenlandschaft mit gelbbraunem Gras unter tiefblauem Himmel Gerade Asphaltstraße mit weißer Bodenmarkierung verläuft zentral durch weite, bräunliche Ackerlandschaften bis zum Horizont unter einem leuchtend blauen, wolkenlosen Himmel

Nach knappen 60km kamen wir in die große Stadt Soria. Die hatten nicht nur einen Lidl (war für das mittägliche Frühstück geplant), die hatten auch einen E.Leclerc. Da sind wir natürlich hin und da kann man auch endlich wieder die guten Sachen kaufen. Damit war es nicht nur Brot, damit war auch ein neues Abendessen gesichert. Und man kann wieder sehen, wie sehr wir in Österreich unter den Lebensmittelpreisen leiden. Olivenöl gab es früher bei Hofer und Lidl in 3 oder 5l Kanistern, oder zumindest in 1l Flaschen. Jetzt kosten selbst die kleinen Flaschen ein mittleres Vermögen. Hier kann man zwischen Extra Virgin um 4.50 oder normale Kaltpressung um 3.99 pro Liter wählen. Da sind gleich ein paar Flaschen mitgekommen. Der Umweg hatte also doch was Gutes.

Von Soria geht es wieder mit einer Autobahn in den Süden. Ich habe mein Mittagsfrühstück genossen während auch die Umgebung deutlich grüner wurde.

Eine graue Asphalt-Autobahn führt durch eine karge, weite Hügellandschaft mit hellbraunen Feldern, flankiert von blau lackierten Leitplanken, während am Horizont unter strahlend blauem Himmel mit leichten Wolken und grellem Sonnenlicht mehrere Windkraftanlagen stehen Eine asphaltierte Autobahn führt durch eine hügelige, herbstlich gefärbte Landschaft mit kahlen Hängen unter einem hellblauen, wolkenverhangenen Himmel

Die Einfahrt nach Madrid ist ab Guadalajara echt heftig, weil alles quasi Vordörfer von Madrid sind. Mit Industrie, Einkaufsoptionen, Verteilzentren, … die Autobahn ist also recht voll. Das erinnert schon an die kleinen LA Einfahrten (sind ja nur 3 Spuren je Richtung). Der Campingplatz liegt nicht weit der Autobahn, sodaß kein Gassen- oder Bergfahren mehr notwendig war. Der Campingplatz liegt mitten in einem Park. Die Stellplätze sind nicht riesig, aber es sieht für Madrid echt cool aus.

Grauer Kastenwagen-Wohnmobil abgestellt auf einem Stellplatz mit feinem Kiesboden, davor ein Campingtisch mit Stühlen und ein E-Scooter, umgeben von grünen Bäumen unter blauem Himmel mit leichten Wolken

Wir haben uns auf die Roller geschwungen und wollten als ersten Teil den bekannten Retiro-Park machen. Denn ein großer Park geht besser mit Rollern als zu Fuß. Was wir jedoch jetzt berichten können: Madrid hat quasi keine Radwege. Sie definieren einfach die rechte Spur der mehrspurigen Straßen als Rad/Busspur. Nur nutzen das alle zum Parken mit Warnblinkanlage oder ignorieren die ganze Sache und fahren drauf. Also nur mühsam. Die wenigen Radwege sind eng und führen eher rund um Madrid rum als ins Zentrum rein. Daher war das ganze eher ein Gasselfahren als Radweg nutzen. Zum Glück habe ich heute mein Handy mit Astrid’s Band um den Hals gehabt, sodaß es leichter war damit zu arbeiten und das Ding nicht in den Sleep-Mode gegangen ist, was die Fehler zumindest reduziert hat. Nach guten 10km waren wir dann dort.

Ein wenig allgemeine Wege, die Bibliothek und Statuen.

Ein geschwungener Kiesweg schlängelt sich durch den schattigen Stadtpark unter einem dichten Blätterdach aus Rosskastanien, eingerahmt von saftig grünen Wiesen und vereinzelten Sträuchern im warmen Sonnenlicht Ein langes, dicht bepflanztes Beet aus bunten Fleissigen Lieschen in leuchtendem Rosa, Rot, Orange und Weiss zieht sich über einen Steinweg, flankiert von Bäumen und einem modernen, zweigeschoßigen Glaspavillon im Hintergrund Weisse Marmorstatue auf einem Sockel inmitten eines akkurat geschnittenen, leuchtend roten Blumenbeetes im Parque del Retiro, umgeben von sattgrünen Rasenflächen, schattigen Laubbäumen und einem historischen Ziegelgebäude unter blassblauem Himmel

Spannend wird es beim großen Teich von El Retiro, wo man mit Mietbooten drauf fahren kann. Im Hintergrund ein nettes Monument. Rundherum Snack-Bars mit Musikern.

Der künstliche See im Retiro-Park in Madrid mit leicht grünlich schimmerndem Wasser, im Hintergrund das monumentale Alfons-XII-Denkmal mit der Reiterstatue und dichte, herbstlich gefärbte Baumkronen unter einem blauen Himmel mit ausgedehnten Wolkenfeldern Das prunkvolle Alfons-XII.-Denkmal aus hellem Kalkstein erhebt sich im Retiro-Park in Madrid hinter einem grossen künstlichen See, auf dem mehrere blaue Tretboote fahren, umrahmt von sattem Grün und schattigen Bäumen

Weiter an Monumenten bis zum Rosengarten.

Reich verzierter Steinbrunnen mit Putten und wasserspeienden Figuren in einem herbstlichen Park, umgeben von geschnittenen Buchsbäumen, herbstlich gefärbten Laubbäumen und flanierenden Besuchern unter leuchtend blauem Himmel Ein begrünter, mit Rankgittern überdachter Parkweg aus hellem Kies führt auf einen klassischen Steinbrunnen zu, flankiert von akkurat geschnittenen Buchsbaumhecken und dichtem Blattwerk unter blauem Himmel

Alleine der Rosengarten ist einen Besuch wert. Groß mit verschiedensten Arten, die auch jetzt noch im Oktober blühen.

Eine voll aufgeblühte zartrosa Rose mit dicht gefüllten Blütenblättern im Sonnenlicht, eingerahmt von sattgrünem Blattwerk und einer verblühten Hagebutte im Garten Eine voll erblühte gelbe Rose mit samtigen Blütenblättern und dunklen Staubgefässen, umgeben von sattgrünen, gezahnten Blättern, vor einer hellen, sandfarbenen Steinmauer im Sonnenlicht Eine voll erblühte Strauchrose mit warmen, orange-gelben Blütenblättern und einem dicht gefüllten, rötlich schimmernden Zentrum, eingebettet in ein sattgrünes Blätterdach im Garten

Das ganze mit Rosenbögen und Springbrunnen aufgelockert.

Eine voll erblühte Rose in sanften Pfirsich- und Gelbtönen, umgeben von sattgrünen Laubblättern und rötlichen Jungtrieben, die im schrägen Sonnenlicht eines Gartens leuchtet Eine Rose in voller Blüte mit vielschichtigen, lachsrosa und goldgelb gestreiften Blütenblättern, eingebettet in dunkelgrünes Laub und einen schattigen Gartenbeet-Hintergrund Gepflegter Rosengarten im Park El Retiro in Madrid mit prächtig blühenden roten Rosensträuchern, akkurat geschnittenen Buchsbaumhecken und einem zentralen Zierbrunnen auf hellen Steinplattenwegen unter einem dramatischen, wolkenverhangenen Himmel Parque del Retiro in Madrid mit geometrischen Steinbecken, sprühender Fontäne und üppig blühenden, rosafarbenen Rosenbeeten, umgeben von geschnittenen Hecken und markanten Pinien unter einem dramatischen, wolkenverhangenen Himmel Ein prunkvoller, heller Springbrunnen aus Stein mit einer kleinen Putto-Skulptur steht im Zentrum einer historischen Parkanlage, umgeben von blühenden Rosenbeeten, geschnittenen Hecken und mächtigen Pinienbäumen im hellen Gegenlicht der Sonne

Offenbar kann man immer noch Segway-Touren buchen.

Mehrere Personen mit Helmen fahren auf Elektrorollern auf einem asphaltierten Weg in einer Allee mit herbstlich gelb-braun gefärbten Bäumen und einem sandigen Vorplatz im Vordergrund

An einigen Statuen und Ausstellungen haben wir die Runde weitergemacht, weil ein Gewitter kam näher.

Historisches Wasserrad mit einer schrägem Holz- und Steinrinne in einer weitläufigen Parkanlage mit gepflastertem Vorplatz, umgeben von sattem Grün, hohen Pinien und einem leuchtend blauen Himmel Bronzene Jacinto-Benavente-Statue auf hohem Steinsockel im Retiro-Park in Madrid, umgeben von akkurat geschnittenen Hecken, ornamentalen Vasen und herbstlich gefärbten Bäumen unter blauem Himmel Zwei kugelförmig geschnittene dunkle Buchsbäume rahmen einen sandigen Weg im Retiro-Park ein, im Hintergrund eine historische Ziegelsteinmauer mit verziertem Brunnen unter blauem Himmel mit zarten Wolkenstreifen Historische Gartenanlage im Herbst mit exakt geschnittenen Buchsbaumhecken, hellen Kieswegen und kunstvollen Steinfiguren auf Sockeln, flankiert von alten Rosskastanien mit rot-braun gefärbtem Laub unter einem hellblauen Himmel

Bei der Puerto del Alcala war die Sonne schon schwach.

Die monumentale Puerta de Alcalá aus hellem Granit mit ihren fünf Bögen, reich verziertem Giebel und Statuen steht auf einem Kreisverkehr mit bunten Blumenbeeten unter einem dramatischen, wolkenverhangenen Abendhimmel in Madrid

Der Heimweg war zu 99.9% Radwegfrei und viel durch kleine Gassen. Da wird es noch spannender, weil Autofahren ist eine Sache der Geduld. Die Leute bleiben einfach stehen zum Aussteigen, Parken oder Tratschen. So eine kleine Gasse ist schnell verstopft. Es ist auch ohne direkte Sicht auf das Handy immer spannend die Gassen zu zählen… Und am Schluß hat sich das Navi komplett verhauen, weil die Strecke ist tatsächlich auf 20 oder 30km/h beschränkt, es ist aber die Begleitstraße der Autobahn. 3 spurig. Da sind wir auf den Gehsteig geflüchtet und später auf eigene Faust ins Gasselwerk. Madrid ist kein Roller/Fahrradparadies.

Damit kamen wir mit ein paar Tropfen Regen durch und konnten zuhause das Abendessen genießen.