Heute war wieder die letzte Nacht an Motels, ab morgen sollte es deutlich wärmer werden. Daher waren wir in der Früh ziemlich flott beim Wegfahren.
Noch schnell die Zellenschlüssel abgegeben und auf ging es zum lokalen Supermarkt. Leider hat der keine Bäckerei und nur die absolut ekligen Dauerbrote der USA. Daher haben wir uns zwei Obstbecher geleistet und ich ging nebenan zu ‘meinem’ Mexikaner und habe einen Rolbertson’s Breakfast Burrito geordert. Ist mit $10.50 kein Geschenk, aber das Ding wird frisch zubereitet und wiegt eine Tonne (also wenn das kein dreiviertel Kilo ist).
Den Burrito habe ich auf dem Weg zum NP gefuttert, wobei mir Astrid sehr behilflich war, denn auch wenn sie den Mexikaner nicht mag, der Frühstücksburrito hat auch ihr geschmeckt. Die Menge ist auch garantiert genug für zwei. Was ist ein Frühstücksburrito: Kartoffel, Wurst, Schwein und Rind mit Zwiebel, Pico de Gallo und 2 Eiern zu einem Gröstl vermischt und das in ein Burrito gefüllt. Das wären in Österreich sicher 3 Portionen gewesen.
Astrid wollte dann noch die Melone essen (hatten eine große Bowl geschnittener Cantalope), hat aber dann auch mich kosten lassen und die war schon sauer. Erst da haben wir auf die Unterseite geschaut und bemerkt, es ist schon richtig, was oben drauf steht, sie schneiden es frisch am Tag. Nur war der Tag der Bowl schon vor 5 Tagen. Blieb uns nichts anderes übrig als die Cantalope als Verlust abzuschreiben.
Die gute Stunde Fahrt in den NP verlief neben dem Essen mit netten Aussichten.

Wir haben schon seit dem Vortag versucht eine Höhlentour zu buchen. Aber an der Buchungshotline geht keiner ran. Uns schwante schon Übles. Am Visitor Center waren sie zwar nicht für die Führungen zuständig, sie machten aber wenig Hoffnung: In der Früh hätten sie eine Sondertour für 3:30pm aufgemacht, aber der Ranger tippte darauf, auch die wäre wohl schon voll. Wir sind zum Höhleneingang gefahren und dort stand schon klar: sold out. Astrid wollte sich erkundigen gehen und die schon leicht genervte Rangerin erklärte schon einer anderen Frau: Sie mußten die Führungen von 20 auf 10 Personen einschränken und jede Tour hat jetzt 2 Ranger dabei, weil in letzter Zeit wieder großer Schaden an der Höhle angerichtet wurde. Daher gehen halt pro Tag nur sehr wenige Leute auf die Touren… Wir kamen also nicht dran. Das haben die Idioten, die vor uns auf den Führungen waren, versch***.
Wir sind daher auf den Wheeler Peak gefahren. Das geht insgesamt auf gute 10000ft rauf. Also, auf gings.

Unten hatten wir nur 14°C, wir waren daher gespannt, wie kalt es oben ist. Der Schnee am Nachbargipfel kam aber rasant näher. Dafür war der Schnee hübsch anzuschauen, der Gipfel wäre sonst nur einfach grau gewesen. Der Blick zurück vom ersten Aussichtspunkt zeigt schon, daß es da mächtig rauf ging.

Aber aufi muas i!

Auf dem Aussichtspunkt haben sie ein Beobachtungsprojekt. Man soll sein Handy in einen Holzwinkel legen und ein Foto machen. Das dann per E-Mail an die Sammelstelle schicken. So kommen sie zu ihren verschiedenen Sammelaufnahmen. Warum sie nicht einfach eine Kamera dort positionieren, weiß ich natürlich nicht. So sieht mein Foto dazu aus.

Dabei finde ich das Foto mit Baum fast hübscher.

Weiter oben waren schon die Bäume gelb, aber noch nicht rot/orange. Trotzdem ein geniales Fotomotiv.

Am Parkplatz zum Gipfelwanderweg (auch schon über 10000ft) lag tatsächlich ein wenig Schnee.

Am Ende der Straße ist nur ein Parkplatz für Wanderwege, keine Aussicht. Also sind wir wieder langsam den Berg runtergefahren. Teilweise sieht man schön auf die Straße hinunter.

Beim Vistor Center sind wir noch einmal ausgetreten und haben die dortigen Blumen bewundert. Ist hier sicher nur Unkraut, ich hätte es aber gerne zuhause.

Dann ging es auf die lange gerade Strecke nach Utah. Zum Glück haben sie seit meinem letzten Besuch das Limit von 55 auf 65 mi/h angehoben, es gingen aber bei den Strecken (ausgenommen die Sonderprüfungen) auch locker 90 oder 100…

Die I15 haben wir nur kurz gekreuzt, den Rest der Strecke sind wir auf der I70 gefahren. Die geht vor Green River (unser Tagesziel) super über wunderschöne Steinformationen. Sie haben zum Glück auch genug Viewpoints eingebaut, sodaß wir das in Ruhe ansehen konnten.

Alleine der Viewpoint war genial. Astrid konnte aber wegen dem Wind leider nicht mit der Drohne fliegen.

Danach geht es noch eine Weile auf diese Art weiter.

Kurz nach 6 kamen wir am Campingplatz an, wir haben wieder eine Stunde durch die Zeitzone verloren. Wie man sieht, sind wir nun im trockenen Westen der USA. Dafür hattes es noch um 6 24°C. Auch der Spielplatz, den Astrid wieder professionell getestet hat, ist wüst.

Am nächsten Tag sollte es nach Moab gehen, wo wir 3 Nächte bleiben wollten. 2 Nationalparks und die Hoffnung ATV zu fahren. Sonst sind wir die Tage bei Captain Pips auf den Keys geblieben… Mal wieder was gaaaanz anderes. Aber hoffentlich zumindest gleich warm.