Ein gelb-blau gemusterter Kofferfisch mit markanten Hörnern und transparenten Flossen schwebt über einem hellen Sand- und Geröllgrund im flachen Wasser

Der fünfte und letzte Tag im Paradies

Wieder sind wir gerade einmal zum Eisholen gefahren und wieder wird die Karte nicht spannender. Daher keine Karte.

Der Tag begann mit einem Transfer. Die Nacht auf Samstag haben wir dazugebucht, mußten aber den Platz wechseln. Der Vogel sagte goodbye, aber ich fürchte er vermißte das Brot unseres Frühstücks mehr als uns.

Ein weißer Ibis mit leuchtend rotem, gebogenem Schnabel und korallenroten Beinen steht im flachen Wasser am sandigen Ufer, wobei sich die Stelzenbeine im feuchten Grund spiegeln

Daher alles ins Auto rein, Zelt über dem Kopf und ein paar Plätze weitergezogen.

Ein Urlauber in giftgrüner Montur hebt auf einem Schotterplatz ein olivgrünes Wurfzelt mühelos über seinen Kopf; im Hintergrund säumen dichte Laubbäume, ein hölzerner Zaun und eine Jausenbank den idyllischen Stellplatz Ein olivgrünes Wurfzelt steht auf einem schattigen Stellplatz im Wald, flankiert von einem schwarzen Auto mit offener Tür, einer gusseisernen Grillwanne auf einem Steher, einem Holztisch samt Bank und einem niedrigen Holzzaun im Hintergrund

Danach sind wir zur Marina gefahren und natürlich war es auch heute zu windig zum Schnorcheln. Mir hat es daher gereicht und ich habe mir am Nachbarkey andere Optionen angeschaut. Laut Park-Rangerin sollte es dort drei Anbieter von Schnorcheltouren geben. Der erste war außen schön hergerichtet, hat aber auch ein großes Schild in der Einfahrt: Wegen Urlaub geschlossen. Der zweite war ein kleines Tauchgeschäft, wo OPEN leuchtete, aber die Tür zugesperrt war. Ein handgeschriebener Zettel sagte, daß die Besitzerin eh da ist, aber im Lager Inventur macht (und das Zeug auch gleich auf einem Aktionstag verkauft) und man sie einfach anrufen soll, dann kommt sie raus. Und den dritten Anbieter habe ich nicht gefunden. Das Problem ist klar: Absolute Nebensaison. Da bietet man keine Touren an.

Heute war es angeblich gleich so windig, daß sie nicht einmal Kajaks vermieten konnten. Der unglaubliche Wirbelsturm hätte wohl die Boote weggetragen. Ein Blick auf’s Meer verrät auch: Es ist tatsächlich nicht spiegelglatt, aber wo bitte sind da überhaupt Wellen???

Feiner, hellgelber Sandstrand grenzt an ein flaches, von Smaragdgrün bis Dunkelblau changierendes Meer, über dem sich ein blauer Himmel mit weiten, weißen Quellwolken spannt

Egal, nicht ärgern, gab es halt in dem Jahr eine Nullrunde bei den Schnorcheltouren. Aber ich komme im Mai ja wieder mit Astrid als Verstärkung. Sie werden sich wohl nicht trauen ihr abzusagen. Verärgertes Smiley

Ich bin wieder an den Nordstrand gefahren, genoß das karibische Feeling des sehr warmen Meeres (32°C, Lufttemperatur war heute so bei 34°C, aber sehr angenehm mit leichtem Wind) und ging wieder am Strand schnorcheln. Durch die Südströmung war es heute garnicht so klar wie gewohnt. Man könnte es ziemliche Trübung nennen. Zumindest für hiesige Verhältnisse, Mittelmeerkenner würden immer noch von kristallklar sprechen. Daher bitte ich die etwas schlechteren Bilder zu entschuldigen.

Zunächst sah es auch so aus, als wären die Fische ausgezogen, denn es war wenig zu sehen.

Ein leuchtend gelber Fisch mit blauem Rücken schwimmt vor einer algenbedeckten Felsformation und Algen im trüben Wasser

Ich bin daher den ganzen Strand runtergeschwommen, weil ich bei den angeschwemmten Bäumen mehr Hoffnung hatte. Da gab es auch wirklich jede Menge Fische, aber es war noch viel trüber…

Klareres, türkisblaues Wasser im Vordergrund mit sanften Wellen, dahinter ein flaches Ufer mit hellem Sand, dichtem Buschwerk und Treibholz, überragt von einem hellblauen Himmel mit weissen Wolken Ein mächtiger, mit Algen bewachsener Baumstamm ruht unter Wasser auf hellem Sandboden, umgeben von gelb-schwarz gestreiften Fischen und grauen Barschen im trüben Tageslicht

Am Rückweg sehe ich eine recht große Krabbe am Boden rennen. War sicher zwei Handteller groß. Sie sieht mich, und eine Sekunde später war sie auch schon eingegraben. Ich wußte wo sie war, aber es war beim besten Willen absolut nichts von ihr zu sehen. Also mit der Flosse reingebohrt und sie wieder rausgegraben. Sie war nicht mal hektisch und ist einfach weiterspaziert. Erst wie ich ihr gefolgt bin, wurde es ihr unheimlich und sie ging in den schnellen Schwimmgang über. Ich wußte nicht, wie flott Krabben schwimmen können.

Eine dunkelgrüne Krabbe sitzt auf dem hellen Sandgrund im flachen Wasser, während das Sonnenlicht tanzende Lichtnetze auf den Meeresboden wirft

Auch die andere Seite des Strandes bot heute wenig Aufregendes, bis ich ziemlich genau da, wo ich eigentlich am Strand mein Zeug hatte, ein paar Steine im Wasser fand. Dort spielte es sich aber ab. Da fand an dem Tag scheinbar die große Fischparty statt. Kleinere Fische, die ich sonst nur am Riff gesehen habe, saßen überall rum.

Ein gelb-weiß gestreifter Fisch mit schwarzem Kopfstreifen schwimmt über hellem Sand und Seegras im flachen Wasser Ein farbenprächtiger Riffbarsch mit blauem Kopf und gelbem Körper schwimmt über einen steinigen Meeresboden mit grünen Wasserpflanzen und sandigen Felsen im Hintergrund

Fische in ‘Nachtmahlgröße’ gibt es in kleinen oder wirklich großen Gruppen. Ein Netz und ein Restaurant hätte für einen Abend ausgesorgt.

Drei graugrüne Fische mit fein geschuppter Haut schwimmen über hellem Sandboden, der von braunen Algen und Steinen umgeben ist Ein Schwarm grau-silberner Fische mit feiner Punktmusterung schwimmt im trüben, gräulichen Wasser über einem Meeresboden aus sandigen Stellen und dichtem Seegras Ein Schwarm gold- und silbern gestreifter Fische schwimmt im trüben Wasser über einem dichten Unterwasserbewuchs aus Algen und Seegras

Direkt an den Felsen finden sich alle Sorten lustig gemischt. Da steppt der Bär!

Ein Schwarm schwarz-gelb gestreifter Riffbarsche schwimmt in trübem, grünlichem Wasser über einen felsigen Meeresboden mit Algen und sandigen Vertiefungen Eine bunte Fischelbeere schwimmt im trüben, grünlichen Wasser über einem steinigen Meeresboden, der mit hellen Algen und buschigen Wasserpflanzen bewachsen ist

Auch Diskusfische und Grundler jeder Art sind dort vertreten. Der Besatz ist vielfältiger und dichter als in jedem Aquarium. Und sicher dichter als am Riff draußen.

Ein leuchtend gelber Fisch mit weißen Längsstreifen und einem markanten schwarzen Querstreifen am Kopf schwimmt über einem algenbedeckten Stein im trüben Wasser Drei verschiedene Fische schwimmen über hellem Sandboden und Algenbewuchs vor einer massiven, bemoosten Unterwasserfelswand in trübem, grünlich schimmerndem Wasser Ein von Algen bewachsener, runder Stein liegt auf dem steinernen Grund eines trüb-türkisen Gewässers, umgeben von mehreren gelb gestreiften Fischen

Die reinen Riffische (wie Papageienfische) und die großen Fische (die hier einfach keinen Platz haben) fehlten natürlich, aber wer wird denn jetzt unbescheiden werden. Mehr durch Zufall habe ich einen Rochen am Boden liegend gefunden. Dem war es voll egal wieviele Fotos ich gemacht habe. Er war aber schon am Leben, ich sah in atmen.

Ein im sandigen Meeresboden eingegrabener Stechrochen tarnt sich perfekt mit einer Schicht aus Sand und Algen neben dichtem Seegras

Ich habe mich dort eine ziemliche Weile aufgehalten und trotzdem sah ich ständig neue Sorten. Selbst einen Kofferfisch konnte ich von vorne erwischen.

Ein gelblicher Schnapper schwimmt im trüben Wasser vor einem moosbewachsenen Korallenriff, während im Hintergrund ein kleiner, schwarz-gelb gestreifter Fisch zu sehen ist Ein grün-grau geschuppter Fisch schwimmt im trüben Wasser über dichtem Seegras und sandigem Untergrund, umgeben von feinen Algen im diffusen Licht Ein gelb-blau gemusterter Kofferfisch mit markanten Hörnern und transparenten Flossen schwebt über einem hellen Sand- und Geröllgrund im flachen Wasser

Nach zwei Stunden Schnorcheln ließ ich es dann gut sein, die Sonne stand auch schon tief und das Licht wurde noch schlechter. Einen Schnorchelgang hatte ich noch am Abreisetag, ich war gespannt, was sich da noch zeigte.

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