Weitwinkel-Panoramaaufnahme des Dry Tortugas National Park mit flachem, azurblauem Wasser und sandigem Strand, gesäumt von tropischer Vegetation und Palmen unter einem weiten, wolkenverhangenen Himmel

Der dritte Tag im Paradies

Wir sind heute nur zum Strand und zur Eismaschine gefahren, das braucht echt keine Landkarte.

An dem Tag sollte es endlich soweit sein, die erste Schnorcheltour des Jahres war reserviert. Treffpunkt 12:30 an der Marina. Genug Zeit um vorher noch am Südstrand faul zu sein. Das Wetter war das bisher beste der Paradiestage, sehr sonnig von der Früh weg und nur ein paar herumtreibende Wolken.

Die geschichtsträchtige Old Seven Mile Bridge in den Florida Keys führt als roter Stahlfachwerkbau über das türkisblaue Meer, während im flachen Uferbereich grüne Palmen wachsen und eine Schautafel am steinigen Gehsteig steht Zwei kräftige Kokospalmen mit sattgrünen Palmwedeln neigen sich schräg über eine begrünte Wiese, während im Hintergrund das blaue Meer und eine lange Brücke zu sehen sind

Rechtzeitig bin ich zur Marina gegangen und sah am Schalter ein unliebsames Schild: Tour Cancelled. Die Erklärung dieses mal: Es sind zu viele Quallen aus dem Süden raufgeschwemmt worden. Das ist zu gefährlich für die Schnorchler.

Das ist für mich neu, denn letztes Jahr sind wir auch mit Quallen geschwommen. Sie haben sogar gesagt, die sind eh ganz harmlos. Ich vermute da eher, sie haben zu wenige Anmeldungen, um das Boot sinnvoll zu füllen. Der gute Mann meinte noch, es soll Wind über Nacht aufkommen, der die Quallen vielleicht verschiebt. Es kann aber auch erst Wochenende werden, bis sie wieder fahren. Wochenende, da wo sicher mehr Leute da sind? Sicher Zufall. Also Stand das Boot wie die letzten Tage (da war ja Wartung) am Dock.

Ein weiß-blaues Ausflugsschiff liegt an hölzernen Pfählen im türkisblauen Hafenbecken, während im Hintergrund eine lange Brücke unter wolkigem Himmel das Wasser quert

Ok, dann also wieder an den Strand im Norden. Ist eh schön und sogar gratis. Nur wenn ich das früher gewußt hätte, hätten wir den Südstrand auslassen können. Information ist halt wie immer alles.

Heller Sandstrand mit sanften Wellen an einem flachen, kristallklaren Meer unter einem weiten, hellblauen Himmel mit leichten Wolkenformationen im Hintergrund

Aus purer Bosheit hat sich natürlich gerade da eine Wolke vorgeschoben und meine ersten Meeresbewohner waren ziemlich duster. Dabei war ein recht großer Rochen dabei; mein erster überhaupt an den Keys.

Unterwasseraufnahme von grünem Seegras in klarem, türkisem Flachwasser mit mehreren gelb-schwarz gestreiften Fischen, die zwischen den langen Blättern schwimmen Ein grauer Stechrochen liegt auf dem hellen Sandgrund eines flachen Meeresbodens, umgeben von spärlichen Wasserpflanzen und dunklen Korallen im trüben Wasser Ein grauer Stechrochen gleitet über den hellen Sandgrund des Meeresbodens, umgeben von spärlichen Algen und schlanken Meerespflanzen im trüben Wasser

Auch der Kofferfisch war dunkel, im Gras versteckt und wenig kooperativ. Aber ich habe einen sehr hübschen wenigstens gesehen. Franz, siehst Du ihn auch? Smiley mit herausgestreckter Zunge

Ein getarnter Fisch schwimmt im trüben Wasser zwischen dichtem Seegras und aufgewühltem Sand am Meeresgrund

Einen Tag zuvor war es so seicht, da bin ich ohne Flossen rein. Da hätte ich nur Sand geschaufelt. Dieses mal war ich schlauer und habe die Flossen gleich im Auto gelassen. Nur leider, an der Stelle war es tiefer und ohne Flossen konnte ich keinem Fisch hinterher. Also extra nochmal zum Auto laufen… Dabei kam wenigstens die Sonne raus.

Ein grünes Ufer mit Gras und Palmen grenzt an ein flaches, türkisfarbenes Meer, über dem ein weites, hellblaues Firmament mit weißen Wolken thront Flaches, kristallklares Meer in sanften Türkistönen geht am Horizont in den blauen Himmel über, während im Hintergrund eine markante Wolkenfront aufzieht

Der nächste Kofferfisch war echt ein Koffer: Locker 35cm lang. Der wurde aber wohl so groß, weil er echt vorsichtig ist. Näher ließ er mich nicht ran und mein Versuch näher zu kommen wurde mit dem Einsatz der Schwanzflosse beantwortet. Wußten eh alle, daß die langsamen Brustflossenschwimmer dann blitzschnell werden und man sieht kaum in welche Richtung er abfährt?

Ein blassgrauer, hochrückiger Feilenfisch schwimmt im klaren, smaragdgrünen Wasser über einem sandigen Meeresboden mit dunklen Algen im Vordergrund

Zwischen dem Sand und den Seegrasflächen bewegt sich einiges. Auch große Fische mit 1ft und mehr sind dabei.

Ein olivgrüner Fisch mit feiner Schuppenmusterung und blauen Streifen am Kopf schwimmt knapp über einem hellen, felsigen Meeresboden mit spärlichem Bewuchs aus Grünalgen Ein schlanker, länglicher Fisch mit silbrig-gräulicher Schuppung schwimmt über einem hellen Sandgrund, der mit dunklen Algenbüscheln und Seegras bewachsen ist

Gerade wie die Sonne voll rauskam und ich so vor mich hinschnorchle, sehe ich den Barrakuda am Boden liegen. Er sieht mich, erschrickt, bremst sich aber nach 1 bis 2m wieder ein. Ich konnte ihn umkreisen und mehrere Fotos machen. Das gute Ding ist nur ein Stück kleiner als ich, also ca. 1.5m lang. Durchmesser sicher um die 20cm. Das hat was.

Ein schlanker, silberner Barrakuda schwebt über hellem Sandboden im trüben Meereswasser, umgeben von spärlichem Seegras und vereinzelten Korallenstöcken

Wenn man so eine Farbe als Fisch hat, darf man nicht darauf bauen, daß man übersehen wird. Aber eine Höhle zum Zurückziehen hilft sicher.

Ein leuchtend blauer und gelber Fisch blickt aus einer dunklen Höhle in einem bemoosten, grünlichen Meeresboden voller Algen

Wenn man im Wasser steht (ja, es ist seicht), sieht man immer wieder Schwanzflossen an die Oberfläche kommen. Was das bloß für Fische sind? Die Länge ist 40cm+.

Ein silberner Hornhecht schwimmt in klarem, smaragdgrünem Wasser knapp unter der Oberfläche über einem dichten Seegraswiesenboden aus sandigem Grund

Der nächste Kofferfisch war echt bunt, aber mehr als sein Hinterteil war auch da nicht zu holen. Er mochte mich nicht so sehr.

Ein blau-gelb gemusterter Lippfisch schwimmt über einem hellen Sandboden, der mit spärlichem Seegras und feinen Algen bewachsen ist

Barschartige Fische können echte Feiglinge sein, wenn sie im Gras wohnen, oder mutige Einzelkämpfer, wenn sie Sandbewohner sind. Alles zu finden.

Mehrere gestreifte Fische schwimmen in einem klaren Gewässer zwischen dichtem Seegras und hellen Sandflächen, während links ein massiver, begrünter Steinblock aufragt Zwei goldgelbe Fische schwimmen durch ein dichte Unterwasserwiese aus grüngelben Seegrasblättern am Meeresgrund Ein gelb-grün gestreifter Fisch schwimmt über hellem, sandigem Grund, der vom Sonnenlicht durchflutet wird und ein tanzendes Wellenmuster aus Licht und Schatten wirft

Mit Sandfischen kann man lustig spielen. Nur ein wenig im Sand wühlen, schon kommen sie in großer Anzahl. Der Barsch aus dem letzten Foto wollte die Sandstelle für sich beanspruchen, aber die anderen sind mindestens doppelt so groß und wirklich in der Überzahl.

Vier silbrig schimmernde Fische schwimmen über hellem Sand im klaren Flachwasser, während am unteren Bildrand vier Zehen eines menschlichen Fußes im Wellenlicht zu sehen sind Ein kleiner Schwarm silbrig schimmernder Fische zieht über dem hellen Sandgrund im klaren Flachwasser, während sich tanzende Sonnenstrahlen auf dem Meeresboden abzeichnen Mehrere silbrig schimmernde Fische schwimmen über dem hellen Sandgrund eines klaren Gewässers, während im Hintergrund dichter Seegraswuchs zu sehen ist und Sonnenlicht wellenförmige Lichtreflexe auf den Boden wirft

Krabben sind nicht schnell, aber sie haben einen Verschwindibustrick: Sie graben sich in blitzeseile ein und keiner hat sie mehr gesehen. Außer man scheucht sie wieder raus, dann traben sie weiter, bis zum nächsten Eingrabepunkt.

Eine hellgraue Krabbe sitzt auf dem hellen Sandgrund eines flachen Meeresbodens, über den sanfte Sonnenlichtreflexe in Blautönen und warmen Gelbtönen wandern Eine graue, sandgetarnte Strandkrabbe sitzt auf hellem Sandboden im seichten Wasser, während Sonnenlicht tanzende Lichtmuster auf den Meeresgrund wirft und dunkle Seegrasblätter den Hintergrund zieren

Nur weil das Seegras in Ufernähe wächst, heißt das nicht, daß die darin schwimmenden Fische klein sein müssen. Der reicht sicher als Nachtmahl für eine Person.

Ein silbrig schimmernder Fisch schwimmt über einem dichten Seegraswiesenbett in klarem, grünlich schimmerndem Küstenwasser, während im Hintergrund die Wasseroberfläche sanft von der Sonne beleuchtet wird

Auch außerhalb des Wassers am Strand kann man es aushalten. Wenn man nicht gerade von der Sonne gebraten wird.

Ein malerischer Sandstrand mit sanften Wellen, der von sattgrünem Bewuchs und schlanken Palmen gesäumt wird, während sich über dem weiten Horizont ein dramatischer Wolkenhimmel wölbt Das glasklare, smaragdgrüne Flachwasser eines tropischen Meeres mit sanften Wellen im Vordergrund, während im Hintergrund eine flache, grün bewachsene Sandinsel unter einem hellblauen Himmel mit leichten Quellwolken liegt

Im Idealfall steht man im Wasser: Hübsche Aussicht und kühl. Bei guten 31°C holt man sich auch nicht so schnell kalte Füße.

Weitwinkel-Panoramaaufnahme des Dry Tortugas National Park mit flachem, azurblauem Wasser und sandigem Strand, gesäumt von tropischer Vegetation und Palmen unter einem weiten, wolkenverhangenen Himmel

Die größte Gefahr dort ist, von einem Pelikan umgeflogen zu werden. Nachdenkliches Smiley

Ein grauer Pelikan gleitet im niedrigen Flug knapp über das blau-türkise Wasser eines offenen Meeres, während im Hintergrund ein heller Wolkenhimmel den Horizont säumt

Bevor wir zu dem Eiswürfelautomaten gefahren sind, man glaubt garnicht wie schnell Eiswürfel hier schmelzen, noch ein letzter Blick auf den Strand, den wir eh wieder am nächsten Tag besuchen wollten.

Türkisgrünes, sanft gekräuseltes Meer erstreckt sich vor einem hellen Sandstrand, gesäumt von schlanken Palmen unter einem weiten, wolkenverhangenen Himmel

Leider steht auch der Eiswürfelautomat jenseits der 7mi Bridge, aber mit einem Auto geht das halbwegs flott. Rüber und wieder zurück in den Statepark. Zu Fuß oder mit dem Rad wäre das schon eine größere Aufgabe.

Die sieben Meilen lange Brücke der Overseas Highway verläuft auf einer breiten Betonfahrbahn mit grauen Randleitmauern durch das endlose blaue Meer unter einem weitläufigen Himmel mit zahlreichen weißen Wolken Die betonierte Fahrbahn des Overseas Highway führt über das offene Meer, während die helle Sonne am hellen, bewölkten Himmel blendet und das Wasser glitzert

Der Abend blieb gewitterfrei, sodaß der Griller in Ruhe sein Werk verrichten konnte. Die spannende Frage am Abend war: Wird die Schnorcheltour am 4. Tag im Paradies stattfinden?

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