Carlsbad NP

Der Lohn der doch längeren Fahrstrecke des letzten Tages war der Carlsbad NP. Und den konnten wir uns an dem Tag ansehen. Danach mußten wir leider wieder weiter, es blieb uns ein schönes Stück Fahrt nicht erspart:


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Unsere Fahrt hat uns gleich in der Früh in die nahegelegene Stadt geführt. Dort kenne ich schon einen sehr netten Albertsons, den wir beehrt haben. Mit einem Riesensandwich bewaffnet ging es zum ebenfalls bekannten Riverwalk (das muß man wissen: einfach die kleine Straße neben dem Supermarkt weiterfahren). Dort war alles noch leer und wir konnten uns die Picknickplätze aussuchen. Wir haben uns spontan für die Insel entschieden. Sehr idyllisch:

Wir waren aber wirklich nicht alleine auf der Insel. Man muß nur genau schauen und warten:

Wie wir mit dem Essen fertig waren und schon wieder beim Sachen ins Auto Packen waren, sagt uns ein Typ, der in einem geparkten Auto gesessen hatte (scheinbar ist rausgehen gefährlich), wir sollen doch einmal zum Bootssteg gehen und dort etwas ins Wasser werfen. Gesagt getan und siehe da, da lacht das Herz des Fischers:

Die Karpfen fressen einfach alles. Selbst wenn man ein riesiges Stück Brot reinwirft, ist es binnen Sekundenbruchteilen weg. Sind wie Piranhas. Am Weg raus aus der Stadt kommt man an dieser alten Lok vorbei. Immer wieder hübsch anzusehen:

Die restliche Fahrt zum NP ist nicht mehr allzulange. Die Fahrt in den NP selbst dauert auch noch ein wenig. Da es ein wenig rumgezogen hat, waren die Felsen nicht ganz so schön wie sonst. Aber man kommt ja nicht wegen der Felsen an der Einfahrtsstraße, man kommt wegen der Höhle. Mit dem NP Paß kommt man dort gratis in die Höhle, nur die Sonderführungen kosten extra. Aber dafür hatten wir an dem Tag leider zu wenig Zeit, wir mußten noch rauf auf die I40. Das Gute war: Wir waren fast alleine. So wenige Menschen habe ich noch nie in der Höhle gesehen. Man konnte auf weiten Strecken denken, man wäre alleine. Sehr angenehm:

Die neue Kamera schlägt sich wunderbar in der Höhle. Es ist immer noch relativ dunkel dort unten. Das Lichtsystem ist sehr kompliziert, aber es bleibt beim Grundsatz: Zu viel Licht bringt Algen zum Wachsen und das brauchen Sie dort ganz sicher nicht. Trotzdem habe ich alle Fotos völlig freihändig gemacht. Auf die Formationen darf man ohnehin nicht greifen, aber ich habe mich auch nicht an den Handläufen abgestützt. Das braucht diese Kamera scheinbar nicht. Sehr cool.

Die große Fußrunde ist immer noch echt groß. In die Höhle passen laut Texte einige Boeing 747 hinein. fast wie ein Hangar. Der Weg führt an den äußeren Rändern entlang, ein wenig rauf und runter. So sieht man die wunderbaren Formationen, zum Teil aus den verschiedensten Blickwinkeln. Da könnte ich lange drinnen bleiben (wenn ich genug Zeit hätte):

Im Prinzip findet man in der Höhle so ziemlich alle bekannten Formationsarten: Popcorn, Stalagmiten, Stalagtiten, Wasserfälle, Bacons (die leider nicht so toll), … was man nur will. Leider war es lange Zeit ganz normal sich ein kleines Souvenir mitzunehmen, sodaß viele Sachen zerstört sind. Das ist auch der Grund, warum sie die Königstour nur mehr als geführte Tour anbieten: Das wollen sie erhalten. Und wenn die Menschen so dumm sind immer etwas abbrechen und mitnehmen zu müssen, dann wird es eben gesperrt.

Beim folgenden Bild habe ich gegrinst und Astrid meinte Männer denken immer nur an das eine; keine Ahnung was sie da meinte Zwinkerndes Smiley :

Man kommt auch an so einigen Abgründen vorbei. Ich werde es nie verstehen, wie da Leute mit primitivsten Mitteln runtergekrabbelt sind. Mit kaum Beleuchtung!

Die meisten Farben kommen schon irgendwie von den Beleuchtungen. Sie probieren einige Arten durch. Nicht weil es hübsch sein soll, es geht um die Algenunterdrückung…

Man will sich auch nicht vorstellen müssen, was bei einem Erdbeben passiert. Fallen dann alle Stalagtiten (einfach daran denken, was immer hängt) von der Decke und jeder der dort ist wird aufgespießt???

Nach einer guten Stunde ist man mit der Runde durch. Wenn man nicht zu oft stehenbleibt und die Wunder der Natur bewundert.

Wieder an der Oberfläche hat es ein wenig getröpfelt. Trotzdem habe ich die Gelegenheit beim Schopf gepackt und ein Panoramafoto mit dem Tablet gemacht:

Der Rest des Tages war vorwiegend Fahren. Zunächst durch Roswell durch. Da habe ich sogar ein UFO gesehen. Es war zwar nur auf dem einzigen UFO-Museum drauf, aber besser als nichts:

Dann hat mein lieber TomTom den kürzesten Weg gesucht und gefunden. Unser Campingplatz lag an der I40, ein wenig weiter östlich als der nördlich führende Highway erreichen würde. Also sind wir querfeldein gefahren. So viele gerade Straßen im Nichts habe ich schon lange wieder nicht gesehen. Wir konnten sogar im Nichts eine Tankstelle mit Klo finden. Es bleibt aber doch Nichts. Irgendwann muß es da fruchtbarer gewesen sein, denn man sieht überall eingezäunte Weiden. Aber da wächst nichts mehr. Alles ziemlich tot. Was da die Eisenbahn transportiert weiß ich nun wirklich nicht:

Weitere viele Meilen, wo ich mich natürlich an die 55mi/h gehalten habe, ging es durch leeres Land:

Kurz vor der I40 dann ein Hügel. Was für eine Abwechslung:

Trotz der bedrohlichen Wolken verlief der Abend sehr angenehm. Der Campingplatz war dann nicht ganz dort wo der TomTom geglaubt hat, aber das kann man bei so viel Einöde verstehen. Wir konnten in aller Ruhe grillen:

Am nächsten Tag ging es dann bei weiter wechselndem Wetter nach Albuquerque. Eine überraschende und nicht so gute Nachricht hat mich da erreicht.

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