South Texas Botanical Gardens & Padre Island National Seashore

Ein botanischer Garten und Strand. An einem Tag unmöglich? Falsch, in Corpus Christi, TX geht das recht leicht:


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In der Früh mußten wir unseren herrlichen Campingplatz räumen, denn eine riesige Motorradveranstaltung hat den ganzen Platz über’s Wochenende gemietet. Wie wir unser Zelt eingepackt haben, haben sie begonnen Standln am Campingplatz aufzubauen. Am Weg nach draußen sind wir entlang des Sees (im Campingplatz) gefahren und haben noch so manche sehr hübsch gelegene Hütte gefunden. Der See ist zwar recht ausgetrocknet, hübsch ist es aber trotzdem:

Unser Weg hat uns wieder in den Süden nach Corpus Christi geführt, dieses mal ein wenig mehr im Landesinneren, direkt zum South Texas Botanical Garden. Der Garten ist sicher nicht der größte oder schönste Garten, den wir gesehen haben, er hat aber sicher seine Reize und ist wieder ein wenig anders als all die anderen. Der Eingangsbereich ist wie immer sehr hübsch hergerichtet:

Im Garten haben sie verschiedene Bereiche, wobei auch Gehege mit Tieren eine Rolle spielen. Der japanische Garten ist vorhanden, aber auf wenige Quadratfüße beschränkt; da ist Krut groß dagegen. Ein überdachter Bereich zeigt sehr hübsche Blumen (ohne Dach werden die wohl sonst gegrillt):

Ein tropischer Bereich ist gerade beim Entstehen, die verschiedenen Vögel sind aber schon da und zwitschern einen fröhlich an. Der Leguan am folgenden Bild hat mich argwöhnisch beäugt:

Im vorderen Bereich sind auch einige Glashäuser zu finden, dazwischen wimmelt es vor Blumen:

Die Orchideensammlung ist atemberaubend. Das Glashaus ist absolut vollgestopft mit den verschiedensten Sorten und der wahre Kenner kann wohl alleine in dem Glashaus einen Tag zubringen. Ich habe nur sehr, sehr viele Fotos geschossen (und war nicht der einzige Smiley ):

Ich könnte jetzt eine eigene Orchideenhomepage mit den Fotos eröffnen. Wenn ich nur wüßte wie die alle heißen:

Eine letzte und dann muß Schluß sein:

Nebenan haben sie ein Schmetterlingshaus. Das ist ein Pavillion mit vielen Blumen, der mit einem Stoffnetz überspannt ist. An manchen Stellen ist der Stoff schon ein wenig löchrig. Wenn man als Schmetterling raus will, schafft man es sicher. Interessant ist das Warnschild, daß ab einer bestimmten Windgeschwindigkeit der Stoff abzumontieren ist. Dann sind die Schmetterlinge sicher weg (aber das Metallgestänge bleibt wenigstens da):

Bei so vielen Blumen müssen auch Bienen da sein:

Vom Schmetterlingspavillion kann man einen Bogen zu einem Garten der Sinne machen. Geräusche und Statuen sollen einem das Gartenerlebnis auf allen Sinneskanälen nahebringen:

Der Rosengarten ist auch in dem botanischen Garten recht großzügig bemessen. Aufgrund der doch sehr warmen Lage war schon einiges verblüht, aber auch hier war noch mehr als genug zu sehen:

Ein wüstenhafter Teil führt durch eher urtexanisches Gebiet; ein Teich (auch recht leer) ist am Ende des Bereiches zu sehen:

Entlang des nahen Flusses geht ein Weg, der einem die dort heimischen Vögel nahebringen soll. Nur war zu dem Zeitpunkt alles staubtrocken, der Boardwalk ging durch die Wüste:

Wieder in Richtung Ausgang kommt man an einem kleinen mediterranen Garten vorbei, danach ein kleiner Garten mit exotischen Blumen und Büschen:

Weil noch genug Zeit übrig war, konnten wir unsere Neugierde etwas stillen, indem wir zum Padre Island National Seashore gefahren sind. Wir haben schon überlegt auf einem der dortigen Campingplätze zu übernachten (wer will nicht an einem Campingplatz direkt am Strand übernachten), aber wir dachten, aufgrund des Wochenendes wäre sicher wieder alles voll. Doch weit gefehlt. Der Weg zum National Seashore war schon einmal sehr leer:

Am Zahlstein hat mich der Ranger gefragt, ob ich ich mir eh bewußt wäre, daß red tide wäre. Ich wußte es natürlich nicht, aber für einen Kurzbesuch sollte es schon reichen. Padre Island ist eine vorgelagerte über 80mi lange Insel, die aufgrund des NPS Schutzes ein Tierparadies ist. Man kann zwar mit entsprechenden Fahrzeugen am Strand fahren, aber das dürfte die Tiere wenig stören. Sie haben dort auch ein Schildkrötenschutzprogramm. Das alles sieht gut aus und wäre ideal zum Erholen, wenn die red tide uns nicht das Husten gelehrt hätte.

Angeblich sterben bei red tide Fische und alle Tiere, die diese Fische fressen. Das Zeugs ist doch giftig. Diese Möve sah aber noch ganz gut aus:

Da wäre ein Übernachten auf einem Campingplatz nicht so toll gewesen, es waren aber ein paar dort. Platz hätten wir aber trotz Wochenende genug gefunden:

Dort sieht es eigentlich sehr nett aus, wir werden wohl wiederkommen und schauen, ob wir ohne red tide übernachten können. Uns blieb danach nur noch der Weg nach San Antonio, wo wir wieder unser Talent für rasches Umplanen unter Beweis gestellt haben.

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