Vor dem Wetter auf der Flucht

Die Wettervorhersage war nicht wirklich falsch aber auch nicht richtig: Die Vorhersage hat gemeint, es wird bis mindestens Mitternacht klaren Himmel geben, aber in der Früh steigt die Regenwahrscheinlichkeit auf 50%. Nicht ganz. Es war völlig klar beim Schlafengehen, aber um 9 Uhr war die Regenwahrscheinlichkeit 100% (denn es hat geregnet). Also war ich auf der Flucht vor dem Wetter und habe dennoch verloren:


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Das Zusammenpacken des Zeltes ging sich gerade noch im Trockenen aus, das Frühstück brauchte schon ein Vordach und kaum sind wir losgefahren, wurde es echt naß:

Laut Wettervorhersage sollte es in Pensacola (gute 2 Stunden gegen Westen) den ganzen Tag strahlend sonnig sein. Da dachte ich mir schon, daß ich doch am Vortag das Minigolf gegen die Fahrt hätte eintauschen sollen. In Pensacola wurde ich aber zum ersten mal Zeuge, daß die Vorhersagen nicht einmal 12 Stunden funktionieren:

Kurz vor Mobile sind wir zu unserem Lieblings Farmers Market gegangen. Da war die Sonne schon ziemlich heftig. Zugegeben, nur um 30mi falsch, aber die Sonne war nicht in Pensacola:

Innen sind wie immer die Tische voll (vorwiegend) frischen Obstes:

Nach Mobile gab es ein Wechselspiel von mehr oder weniger Sonne; so wurde es wenigstens nicht fad:

Wie immer auf der Strecke kommt man in den Genuß vier Bundesstaaten an einem Tag zu haben: Florida, Alabama, Mississippi und Lousiana. In Mississippi haben wir am Rastplatz des Stennis Space Centers gefuttert. Die Landefähre ist immer noch da, die Wolken waren gänzlich weg:

Hier wieder einmal ein Lob auf US-Rastplätze: Wo hat Österreich Rastplätze mit sauberen Tischen und Griller unter schattigen Bäumen?

Die Geschichte klingt jetzt ein wenig nach Ente gut, alles gut (wie Donald Duck so schön sagte). Aber leider nicht ganz. Ein wenig nach der Raststätte kam die zweite angekündigte Front. Irgendwie spät, denn laut Wetterbericht (tötet den Überbringer der Nachrichten Zwinkerndes Smiley) sollte an meinem Übernachtungsort den ganzen Tag nur leichte Bewölkung herrschen und 24°C sind doch angenehm, oder? Ja, in der Nacht sollte es kühl werden. Nur die Realität war ein wenig anders: Es war völlig bewölkt (sah nach Regen aus), es hatte 15°C und es blies ein Orkan. Also haben wir einen windschattigen Zeltplatz gesucht aber nicht gefunden. Die Hütte am Campingplatz kostet dort mehr als ein Motel (völlig krank!) und so wurde es die erste Motel-Nacht auf der Reise. Vor dem Schlafengehen war aber schon sternenklare Nacht. Kalt, aber das lies für den nächsten Tag einiges hoffen. Da sollte es in den Süden Texas gehen, in die Gegend von Corpus Christi.

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