Ein schlanker Schlangenhalsvogel ragt mit langem, gebogenem Hals aus dem dunklen Wasser, umgeben von grünen Seerosenblättern und zarten Uferpflanzen

Vertreibung aus dem Paradies & Everglades NP light

Irgendwann mußte es ja kommen, aber warum schon so bald? Wir mußten das Paradies verlassen, am Wochenende war der Campingplatz schon lange ausgebucht. Blieb uns nur uns über das Erlebte zu freuen und abzurauschen. Ein Kurzbesuch im Everglades NP rundete den Tag ab:


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In der Früh begann der Tag zum ersten mal bewölkt. Das erleichterte das Einpacken, hinderte uns aber nicht gleich danach noch einmal an den Atlantikstrand zu fahren und dort ausgiebig zu baden. Danach mußte es wirklich sein, wir fuhren zum ersten mal seit fünf Nächten aus dem SP. Wir werden aber wohl wieder kommen!

Der Gegenverkehr war enorm, trotz Wolken wollten viele auf die Keys. Da uns der Weg zum Campingplatz in Miami (eigentlich Homestead) sehr in die Nähe des Everglades NP brachte, sind wir auf einen Sprung in den NP gefahren; kostet ja mit einem Jahrespaß nichts. Zeitlich ging sich nur der Royal Palms Seitengang aus, der Anhinga-Trail sollte es wieder werden. Die Mosquitos waren eher aggressiv, so hatten wir sie schon lange nicht im Everglades NP erlebt. Lag wohl am schwülwarmen Wolkenwetter.

Der Trail heißt nicht umsonst Anhinga-Trail, da findet man auch mehr als nur genug Anhingas:

Eine amerikanische Schlangenhalsvogel-Henne putzt sich das schwarz-weiß gemusterte Federkleid auf einem Ast in einem dichten Sumpfgebiet mit hohem Schilfgras

Beim Abflußgraben haben sich zwei Vögel um den besten Fischfangplatz gestritten. Der kleinere (links) hat sich ziemlich geärgert. Half ihm bei dem Größenunterschied aber auch nicht viel:

Ein grauer Reiher mit gelben Läufen steht im flachen, klaren Wasser am bewachsenen Ufer eines Teiches, umgeben von grünen Wasserpflanzen und Gräsern Ein Silberreiher mit strahlend weißem Gefieder und gelbem Schnabel watet durch saftig grünes Gras in einem überschwemmten Sumpfgebiet

Die Wasserblumen waren noch nicht am Blühen, erste Knospen gab es aber schon zu sehen. Nett sind die Blätter in zwei Farben:

Eine leuchtend gelbe Teichrose ragt an einem grünen Stängel aus dunklem Wasser, umgeben von glatten, grünen Schwimmblättern und einem welken, braunen Blattrest, während sich im Hintergrund Schilfhalme spiegeln Eine dunkelrote, runde Seerosenblüte schwimmt im dunklen Wasser, umgeben von sattgrünen Schwimmblättern und filigranen Halmen am Teichrand

Die Luftpflanzen sind einfach zu erwischen, die laufen nicht weg: Smiley

Eine dichte Epiphytone an einem Baumstamm mit silbrig-grünen, rosettenartig angeordneten Blättern und trockenen, braunen Rispen im dichten Unterholz

Die Alligatoren haben sich bei der Wärme nicht zum Sonnen rausgelegt, zwei habe ich im Schatten beim Chillen entdeckt. Der erste liegt dabei UNTER DEM STEG, da sucht man nicht gleich:

Ein großer, dunkler Alligator liegt im flachen Wasser und ruht verdeckt unter einer hölzernen Stiege, umgeben von feinem Schotter und vereinzelten gelben Blättern Ein dunkler Alligator liegt auf erdigem, mit Schotter durchsetzten Uferboden nahe einem Gewässer, flankiert von grünem Strauchwerk im oberen Bildbereich

Der Vogel mußte noch sein Nachtmahl fangen:

Eine blaue Reiherart watet im flachen Sumpfgewässer, umgeben von dichtem Schilf und grünen Wasserpflanzen, während ihr langer Schnabel aufmerksam nach vorne gerichtet ist

Nur zur Erinnerung: Anhingas sind die Vögel, die lange unter Wasser herumtauchen und dann ihr NICHT GEFETTETES Gefieder trocknen müssen. Hier ein Trockner:

Ein dunkler Schlangenhalsvogel sitzt mit weit ausgebreiteten, glänzenden Schwingen auf einem Ast im dichten, hellgrünen Gestrüpp eines Sumpfgebiets und trocknet sein Gefieder

Und hier ein Taucher:

Ein schlanker Schlangenhalsvogel ragt mit langem, gebogenem Hals aus dem dunklen Wasser, umgeben von grünen Seerosenblättern und zarten Uferpflanzen Ein dunkler Alligator liegt im klaren, flachen Wasser zwischen gelblichem Gestein und grünen Wasserpflanzen am Grund

Am Campingplatz bekamen wir einen total anderen Platz, weil die Hauptstromleitung zu ‘unserem’ Wäldchen verstorben war. Der Platz war aber auch nicht schlecht, da hätten wir es schon länger ausgehalten. Nur der Weg zum Pool wäre ein Wandertag gewesen. Und hier kommen wir zum Wäre. Laut Wetterbericht blieb es nicht nur wolkig, es sollte auch die Regenwahrscheinlichkeit steigen. Und das brauchten wir nicht. Somit überlegten wir uns den Rückzug in den Norden. Schade, Miami ist immer einen Besuch wert. Vorallem wollte ich noch einmal im Pennekamp SP Schnorcheln gehen. Aber bei tiefen Wolken ist das kein Spaß.

Wie wir so rumgrübeln, höre ich ein Geräusch. Nach einigem Suchen, hier ein Bild des Verursachers:

Ein braun gefleckter Laubfrosch kauert auf dem Waldboden zwischen Steinen, feuchten Laubblättern und grünen Ttrieben im Unterholz

Am Klo gibt es nicht nur lustige deutsche Texte, da hüpfen auch die Kröten rum:

Eine braun gefleckte Erdkröte mit warziger Haut sitzt auf einem Boden aus Rindenmulch, Holzschnitzeln und trockenem Geäst

Der informative Klotext in Englisch, Spanisch, Französisch und eben Deutsch hat im Deutschen so seine interessanten Stellen:

“Bitte nicht bündig feminine Produkte oder Papiertücher unten Toilette.”

Ja, irgendwer wird schon wissen, was da mit wem bündig sein soll. Am nächsten Tag ging es jedenfalls in den Norden.

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