Ein kleiner Schwarm gelb-blauer Gelbschwanz-Makrelen schwimmt in klarem Wasser über einer bunten Korallenlandschaft mit dunklen Fächerkorallen und felsigem Untergrund

Bahia Honda SP, Tag 4

Nein, es ist nicht langweilig 3x hintereinander das gleiche zu tun. Zumindest ich finde das nicht. Wir sind also nach dem Frühstück wieder auf den Atlantikstrand gefahren, haben das 31°C Wasser beim Reingehen wieder als kalt empfunden und hatten einen wunderbaren Vormittag. Nach der Mittagsstärkung ging es wieder auf Schnorcheltour. Wenn ich könnte, ich würde das noch länger aushalten. Ich würde vielleicht sogar wieder besser ins Training kommen. Heute war das Tauchen z.B. schon viel einfacher.

Gestern habe ich gemeint, besser kann es nicht werden. Das war eigentlich rhetorisch gemeint, aber irgendwer hat das wohl als Herausforderung gesehen. Heute war es deutlich wolkiger als gestern (die Wolken waren aber erst für morgen angesagt – hängt ihn höher, den Wettermann) und ganz leichte Wellen zierten das Meer. Die Fahrt zum Looe Key war nicht anders, ein wenig schaukeliger halt. Die Delphine wurden schon beim Rausfahren gesichtet, bessere Fotos habe ich trotzdem nicht. Beim Ins-Wasserhüpfen die herbe Enttäuschung: Die Sichtweite hat sich halbiert (obwohl auch der Kapitän von gleichen Bedingungen wie am Vortag sprach) und die Quallen waren wieder da. Die aber in einer noch nicht geahnten Konzentration: Es war wie in einem Minenfeld schwimmen. Zudem hat der gleiche Kapitän wie am Vortag einen anderen Bojenplatz genommen und der war einfach unbrauchbar. Erst 20 Minuten nach dem Wassern kam ich zum ersten Bild, kaum Fische und kaum geeignete Stellen. Man sieht gleich, daß das Wasser nicht so klar ist, dem Barrakuda ist das aber egal:

Ein silbrig-grauer Barrakuda zieht im klaren, türkisen Freiwasser seine Bahnen, während kleinere Fische im Hintergrund umherschwimmen

Ich habe dann doch einen Felsen im erlaubten Schwimmbereich gefunden, wo Fische und Korallen zu finden waren. In der Nähe hat es auch sehr vielversprechende Plätze gegeben, aber die waren (weil hinter dem Boot und somit der Heimweg gegen die Strömung) verboten. Die Korallen waren dort wirklich dicht und hübsch:

Violette Fächerkorallen wachsen auf einem sandigen Meeresboden zwischen gelblichen Steinkorallen im klaren Wasser

Große blaue Flachfische tummelten sich dort auch:

Ein kobaltblauer Doktorfisch schwebt vor einem hellen Korallenstock, eingerahmt von braunen Fächerkorallen und sandigem Meeresgrund im Hintergrund

Mit der Zeit wurde die Sicht wieder etwas besser, die Quallen deutlich weniger. Da war wohl eine ungünstige Strömung am werken. Zu viel Key West Wasser? Stopptafel-Papageienfische sind jedenfalls immer dankbare Motive:

Ein bunter Papageifisch schwimmt über felsigem Meeresboden an einer großen, fächerförmigen Gorgonie mit feinem Astgeflecht vorbei Ein rotbrauner Papageifisch mit auffälligen hellen Schuppenflecken und einer markanten Schwanzflosse schwimmt in klarer Unterwasserwelt über felsigem Meeresboden

In einem sandigen Graben zwischen den Korallen schwamm ein kleiner Hai flott dahin. Dieses mal habe ich wenigstens ein Foto davon:

Ein grauer Hai schwimmt knapp über einem sandigen Meeresboden und entlang dunkler Riffstrukturen in klarem, flachem Küstenwasser

Hellblaue Flachfische sind deutlich seltener und wesentlich wuseliger. Ich hab aber trotzdem einen erwischt:

Ein leuchtend blauer Doktorfisch schwimmt über steinigem Meeresgrund, im Hintergrund ragen violette Schwämme und braune Fächerkorallen aus dem Riff

Meine ersten Seeigel in dem Meer habe ich auch gesehen. Mann sind das lange Stachel!

Ein schwarzer Langstachel-Seeigel haftet mit feinen Stacheln an einem felsigen Riff, umgeben von gelblichen Steinkorallen und einer dunklen Höhlung im Hintergrund

Etwas ganz Neues habe ich in Bezug auf Hundemitnahme gesehen. Hunde sind hier in den USA i.A. sehr beliebt, dürfen aber in Nationalparks, Amusementparks und auf Stränden nicht sein. Das Korallenriff ist ein National Sanctuary, aber da es unter Wasser ist, scheint es kein Hundeverbot zu geben. Wie sollten die Hunde auch dorthin kommen? Zwei Leute haben da eine Idee dazu. Scheinbar mag ihr Hund auch nicht so gerne alleine im Boot bleiben. Also nehmen sie ihn einfach zum Schnorcheln mit. Der Hund sieht unserem Charlie ähnlich, der hätte das sicher auch mitgemacht:

Ein Schnorchler mit oranger Schwimmweste und gelbem Schnorchel liegt bäuchlings auf einem hellblauen Schaumstoffbrett im tiefblauen Meer unter hellem Wolkenhimmel

Heute war ich besonders auf der Suche nach seltenen Fischen, die üblichen Verdächtigen habe ich ja schon bei super Sicht erwischt. Ich bin auch fündig geworden. Dieser hier z.B.:

Ein dunkelbrauner Riffbarsch mit auffallend gelber Schwanzflosse schwimmt vor einem dichten, ockerfarbenen Steinkorallenstock, während ein kleiner Putzerfisch vorbeihuscht

Dabei habe ich den nächsten Fisch wohl geärgert, denn warum sonst hat er alle Flossen so gespreizt?

Ein grüngelber Papageifisch schwimmt vor einer felsigen Unterwasserlandschaft mit Steinkorallen, während ein kleiner Putzerfisch seinen Bauch säubert und rechts eine dunkle Fächerkoralle aufragt Ein grünlich-blauer Papageifisch schwimmt im klaren Meerwasser über braunen Riffkorallen und neben dunklen Fächerorallen, während im Hintergrund weitere Korallenstöcke und das diffuse Licht der Wasseroberfläche zu erkennen sind

Wenn man lange sucht, finden sich auch seltenere Korallen, wie diese hier:

Eine massive, kuppelförmige Hirnkoralle in beige-braunen Farbtönen dominiert den Meeresboden, umgeben von gelblichen Röhrenkorallen und Algen im blau schimmernden Wasser

Papageienfische sind zwar nicht selten, aber i.A. scher zu erwischen, wenn sie wie wild herumdüsen:

Unter Wasser schwimmt ein graublauer Papageifisch mit einem hellen Längsstreifen vor einer zerklüfteten Rifflandschaft aus ockerfarbenen und grünen Korallen Ein leuchtend blaugrüner Papageifisch schwimmt im klaren Wasser vor einer felsigen Riffwand mit ockerfarbenen Steinkorallen und dunklen Höhlen

Jetzt zu echten Erfolgen: Zwei Tage habe ich solche grau/orangen Fische gejagt, ohne wirklichen Erfolg. Aber heute ein Vollabschuß:

Ein leuchtend gelb-blauer Fisch schwimmt vor einer felsigen Unterwasserlandschaft mit braunen Hirnkorallen und grünen Rotalgen im helltürkisen Meerwasser

Und dann das seltenste Foto der drei Schnorcheltrips: Ein grau/oranger Fisch und der zwar gut sichtbare aber unfotographierbare bunte Riesenflachfisch auf einem Foto!

Ein leuchtend blauer Kaiserfisch mit gelben Flossen schwimmt im klaren Wasser an einer massiven, strukturreichen Steinkoralle vorbei, während ein zweiter, blau-gelber Fisch unten am Riff entlanggleitet

Seltenere Grundler und der echt mühsame Steilwandschwimmer machen auch etwas her:

Unterwasseraufnahme zeigt einen bunten Papageifisch mit blau-grün schimmernden Schuppen über einem felsigen Meeresboden mit Korallenstöcken und Algen, während oben links ein weiterer Fisch anschwimmt Ein grünlich-gelber Fisch gleitet im klaren Wasser über einen felsigen Meeresboden, wobei seine markante schwarz-gelbe Schwanzfleckzeichnung im diffusen Licht deutlich hervortritt

Zum Abschluß noch ein paar bunte Fische:

Ein prachtvoller Papageifisch mit türkis- und violettfarben schimmernden Schuppen schwimmt vor einer kargen Unterwasserlandschaft aus gelbbraunen Korallenstöcken Ein kleiner Schwarm gelb-blauer Gelbschwanz-Makrelen schwimmt in klarem Wasser über einer bunten Korallenlandschaft mit dunklen Fächerkorallen und felsigem Untergrund

Dann war das Vergnügen auch schon wieder vorbei. Beim Reinfahren zeigte sich, daß nicht nur wir am Looe-Key ein paar Wolken hatten, über der Haupt-Key-Chain stand mächtig nasses Wetter:

Die lange, rotbraune Fachwerkbrücke spannt sich über das weite Gewässer, während im Hintergrund ein gewaltiger, dunkler Quellwolkenhimmel den Horizont prägt

Zum Glück hat es auf Bahia Honda nicht geregnet und bald schon kam die Sonne wieder heraus. Damit mußte ich mich vom Schnorcheln am Looe-Key verabschieden, am nächsten Tag mußte ich auch aus dem Bahia Honda SP raus. Die Vertreibung aus dem Paradies.

Kommentar hinterlassen